Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 24.01.2017

Wuppertal plant Projekt "WSV 2020" - Verl holt Coach Capretti

Notizen aus der Regionalliga West

Der Wuppertaler SV holt sich Verstärkung von einem englischen Zweitligisten und plant den Aufstieg in die 3. Liga bis 2020. Rot-Weiss Essen baut seinen Kader um und der SC Verl hat Guerino Capretti als zukünftigen Cheftrainer vorgestellt. Das und noch viel mehr lesen Sie in den Notizen aus der Regionalliga West von FUSSBALL.DE.

Regionalliga West 16/17: Torshow vom 20. Spieltag.

Feuerwehr statt Training: Jürgen Luginger, U23-Trainer beim FC Schalke 04, setzt während der Vorbereitung auf die Restrunde neue Reizpunkte. Mit dem Besuch bei der Feuerwehr in Gelsenkirchen-Buer stand für die „Knappen“ eine gelungene Abwechslung auf dem Trainingsplan. Dort erlebten die Spieler, wie angehende Berufsfeuerwehrmänner für ihre Einsätze sportlich-körperlich ausgebildet werden. So standen einige typische Übungen wie etwa Pendelläufe, Kraftausdauerzirkel und ein Teamwettkampf mit Schaummittel-Kanistern unter der Anleitung von Sportausbilder Christian Feld auf dem Programm.

In drei Jahren 3. Liga: Aufsteiger Wuppertaler SV hat nach Andreas Ivan (zuletzt Rot-Weiss Essen) mit Jan Holldack den zweiten Neuzugang in der Winterpause verpflichtet. Der 20-Jährige spielte zuletzt beim englischen Zweitligisten FC Brentford und wird für ein halbes Jahr ausgeliehen. „Ich kenne Jan jetzt schon seit drei Jahren. Wir hatten, seit er in England spielt, immer mal wieder Kontakt. Als ich gehört habe, dass er sich mehr Spielpraxis wünscht, haben wir dann alles möglich gemacht, um ihn zu uns zu holen“, sagt WSV-Sportdirektor Manuel Bölstler, der aber nicht nur den aktuellen Kader, sondern auch die weitere Zukunft plant. So stellt der ehemalige Bundesligist am Donnerstag sein Konzept „WSV 2020“ vor. Damit soll innerhalb der nächsten drei Jahre der Aufstieg in die 3. Liga realisiert werden. „Es laufen derzeit viele Gespräche im Hintergrund. Mir ist es nicht genug, jedes Jahr eine Mannschaft mit einem Etat im sportlichen Bereich von 640.000 Euro zu stellen, die gegen den Abstieg spielt. Das bin nicht ich, dass ist nicht der Trainer und das sind auch nicht die Wuppertaler Fans. Wir alle streben nach Höherem“, stellt Bölster klar.

Jesic geht, Möllering im Test: Das Personalkarussell dreht sich beim ehemaligen Bundesligisten Rot-Weiss Essen. Der 22-jährige Offensivspieler Vojno Jesic schließt sich mit sofortiger Wirkung dem Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach an. „Vojno hat sich bei uns auch aufgrund von Verletzungen leider nicht so durchsetzen können, wie wir es uns erhofft haben“, sagt Essens Sportlicher Leiter Jürgen Lucas. Für Ersatz könnte ein Gastspieler sorgen. Konstantin Möllering (26) stellt sich aktuell bei RWE im Training vor, kam im Testspiel beim Drittliga-Schlusslicht FSV Mainz 05 II (1:1) zum Einsatz und holte sich von Essens Trainer Sven Demandt ein Lob ab: „Er hat mir gut gefallen.“ Mittelfeldspieler Möllering war zuletzt für den US-amerikanischen Verein New York Cosmos II am Ball. Zuvor hatte er auch für Borussia Dortmund U23, Preußen Münster und Sportfreunde Siegen gespielt.

Mittelfußbruch bei Odenthal: Mike Terranova, Trainer von Rot-Weiß Oberhausen, muss zwei bis drei Monate ohne Offensivspieler Maik Odenthal planen. Der 24-Jährige zog sich im ersten Training der Vorbereitung einen Mittelfußbruch zu. Odenthal war vor Saisonbeginn vom Drittligisten VfL Osnabrück zu den „Kleeblättern“ gewechselt, zuvor stand er bei Borussia Mönchengladbachs U 23 unter Vertrag. Für RWO kam der 1,89 Meter große Linksfuß in 14 Partien zum Einsatz und erzielte einen Treffer.

Griechen-Flitzer für Gladbach: Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach U23 hat mit sofortiger Wirkung Charalambos Makridis verpflichtet. Der 20-jährige griechische Angreifer wechselt vom Ligakonkurrenten SC Verl nach Mönchengladbach. „Charalambos ist ein schneller und dribbelstarker Stürmer, der über ein großes Potenzial verfügt, das es jetzt bei uns weiterzuentwickeln gilt“, sagt Gladbachs Nachwuchsdirektor Roland Virkus. Der 1,80 Meter große Angreifer Makridis war im Sommer 2013 vom SV Kutenhausen-Todtenhausen nach Verl gewechselt, wo er in dieser Saison den Durchbruch zum Stammspieler schaffte. In 17 Regionalligapartien kam Makridis auf vier Tore und eine Vorlage. „Ich freue mich riesig, jetzt für Borussia spielen zu dürfen. Das ist eine große Chance für mich“, so Makridis.

Capretti folgt auf „Golo“: Der SC Verl hat Guerino Capretti als zukünftigen Cheftrainer vorgestellt. Der 34-Jährige, der noch bis zum Saisonende den Westfalenligisten Delbrücker SC trainiert, war von 2010 bis Januar 2015 selbst für den SCV am Ball, zuletzt auch einige Jahre als Kapitän. Außerdem stand er als Spieler beim SC Paderborn 07, beim FC Gütersloh und beim SC Preußen Münster unter Vertrag. Capretti löst im Juli an der Poststraße Ex-Profi Andreas Golombek ab. Der angehende Fußball-Lehrer hatte sich mit dem Verein darauf verständigt, die Zusammenarbeit nach vier Jahren im Sommer zu beenden.

Ex-Nationalspieler kommt: Alemannia Aachen hat den früheren Junioren-Nationalspieler Maurice Pluntke verpflichtet. Der 22 Jahre alte Verteidiger stand bis Ende Oktober beim amerikanischen Zweitligisten Orange County Blues FC unter Vertrag. Pluntke bindet sich zunächst bis zum Saisonende an die Kaiserstädter. Pluntke kann sowohl in der Abwehr als auch auf der Sechserposition zum Einsatz kommen. Vor seinem Wechsel in die USA lief er 33-mal für die U23-Mannschaften von Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach auf. Im Trikot von Fortuna Düsseldorf gab der 1,86 Meter große Rechtsfuß in der Saison 2014/15 sein Debüt im Profifußball und machte sein bislang einziges Zweitligaspiel. Ausgebildet wurde Pluntke im Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Mönchengladbach.

Früherer Bayern-Spieler bleibt: Der SV Rödinghausen hat den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit Innenverteidiger Azur Velagic vorzeitig um zwei Jahre (zum 30. Juni bis 2019) verlängert. Der 25-jährige Bosnier war im vergangenen Sommer vom Südwest-Regionalligisten FC 08 Homburg zum SVR gewechselt und wusste seitdem nicht nur in der Defensive, sondern auch mit Offensivqualitäten zu überzeugen. Der in München geborene und unter anderem beim FC Bayern ausgebildete Abwehrspieler kam in seinem ersten halben Jahr in Rödinghausen auf 14 Spiele, in denen er drei Tore erzielte. Weitere Einsätze verhinderte ein Muskelfaserriss. „Wir freuen uns sehr, dass Azur weiterhin zu unserem Kader zählen wird. Er ist ein wichtiger Leistungsträger in unserem Team“, so SVR-Geschäftsführer Alexander Müller.

Ahlen sucht Marzullo-Ersatz: Rot Weiss Ahlen ist auf der Suche nach einem Ersatz für den zum Ligakonkurrenten SC Verl abgewanderten Angreifer Gianluca Marzullo. Zuletzt stellten sich mit Max Bachl-Staudinger (SV Rödinghausen) und Frank Enoh (TuS Hannibal) zwei Gastspieler im Training vor. Bereits fest steht die Rückkehr von Verteidiger Rene Lindner vom Westfalen-Oberligisten Hammer SpVg. „Wir benötigen auf jeden Fall noch einen Mann für die Offensive“, sagt RWA-Trainer Erhan Albayrak.

Weeke weiter in Wiedenbrück: Der SC Wiedenbrück hat den Vertrag mit Torhüter Marius Weeke um ein Jahr bis zum 30. Juni 2018 verlängert. Der 21-Jährige ist bei den Ostwestfalen die Nummer zwei hinter Stammtorhüter Marcel Hölscher (25), kam in dieser Saison nur im Westfalenpokal zum Einsatz (drei Spiele). In der Regionalliga West hat Weeke bislang insgesamt 14 Partien für Wiedenbrück und die inzwischen aufgelöste U 23 des VfL Bochum bestritten. Ebenfalls ein weiteres Jahr beim SCW bleibt Innenverteidiger Robin Twyrdy. Der 25-Jährige ist im Team von Trainer Alfons „Ali“ Beckstedde eine feste Größe (18 Einsätze bis zur Winterpause).

Text: mspw/FUSSBALL.DE

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