Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 26.10.2012

Regionalliga West: Vorschau 13. Spieltag

Fortuna Trainer Uwe Koschinat

Fortuna-Trainer Koschinat warnt vor Leverkusen

Mit einigem Respekt tritt Uwe Koschinat, Trainer des Tabellenzweiten SC Fortuna Köln, am Samstag (ab 14 Uhr) zum Derby bei der U 23 von Bayer 04 Leverkusen an. „Die Bayer-Reserve zählt zu den spielstärksten Mannschaften der Liga. Daher müssen wir mit Männer-Fußball überzeugen, also aggressiv in die Zweikämpfe gehen und ein hohes Tempo vorlegen“, so Koschinat gegenüber DFB.de. „Bisher haben wir uns gegen Zweitvertretungen ordentlich geschlagen. Wenn man U 23-Mannschaften zu viel Platz läst, bereiten sie dem Gegner riesige Probleme. Das wird in Leverkusen nicht anders sein. Wir werden alles tun, um mit einem Sieg oben dranzubleiben.“

Weiterhin verzichten muss Koschinat auf die verletzten Angreifer Fabian Montabell und Steffen Moritz, hat deshalb auf ein System mit nur noch einem Stoßstürmer umgestellt. Bei den Leverkusenern fehlen die Abwehrspieler Mirko Casper (Muskelriss) und Tobias Haitz (Außenbandriss im Knie). Dafür steht Trainer Ralf Minge seit wenigen Tagen mit Denny Herzig (zuletzt Eintracht Trier) eine zusätzliche Alternative zur Verfügung.

 

Ihre Erfolgsserie von vier Spielen ohne Niederlage mit zehn von zwölf möglichen Punkten will die U 23 des FC Schalke 04 gleichzeitig vor eigenem Publikum gegen den SC Verl fortsetzen und damit Anschluss an die Tabellenspitze halten. In der vergangenen Saison ging das Heimspiel gegen die Ostwestfalen allerdings 1:2 verloren.

 

Im Aufsteigerduell stehen sich die U 23 des MSV Duisburg und die Sportfreunde Siegen gegenüber. Beide Mannschaften warten seit zwei Spieltagen auf einen Sieg. Die Siegener Raphael Koczor und André Dej kehren an ihre frühere Wirkungsstätte zurück. In der vergangenen Spielzeit in der NRW-Liga setzten sich die Sportfreunde in Duisburg 3:2 durch, verloren allerdings ihr Heimspiel gegen die „Zebras“ 0:4.

 

Eine große Kulisse erwartet Spitzenreiter FC Viktoria Köln am 13. Spieltag in der Regionalliga West. Mit Rot-Weiss Essen stellt sich der Zuschauermagnet der Liga zum Spitzenspiel im Sportpark Höhenberg vor. Der Tabellenfünfte aus dem Ruhrgebiet hat allerdings schon sieben Punkte Rückstand auf die Viktoria und konnte seine vergangenen vier Auswärtsspiele nicht gewinnen. Zu allem Überfluss müssen die Essener auch noch auf ihren besten Torschützen Benedikt Koep (fünfte Gelbe Karte) verzichten.

Nicht nur deshalb sieht RWE-Trainer Waldemar Wrobel seine Mannschaft in der Außenseiterrolle. „Wer nur das Geld für einen VW besitzt, kann sich eben keinen Ferrari leisten“, spielt der Polizeibeamte auf die deutlich größeren wirtschaftlichen Möglichkeiten der Kölner an. „Viktoria Köln verfügt über den besten Kader der Liga. Viele Spieler können auf eine große Erfahrung zurückgreifen. Wenn der Verein alles richtig macht, wird es für die Konkurrenz schwer, die Kölner abzufangen“, sagt Wrobel, fügt aber gleich hinzu: „Nach zwölf Runden wurde noch nie eine Meisterschaft entschieden. Für die Liga, aber auch in unserem eigenen Interesse wäre es gut, wenn wir jetzt einmal einen Großen ärgern.“

Die Viktoria, die ihre bisher einzige Niederlage (2:3 gegen die U 23 des VfL Bochum) im eigenen Stadion hinnehmen musste, holte zuletzt gegen die drei Titelkonkurrenten Wuppertaler SV Borussia (2:2), Sportfreunde Lotte (3:1) und Sportfreunde Siegen (3:1) sieben von neun möglichen Punkten und setzte sich damit an der Tabellenspitze fest. Neben Co-Trainer Markus Kurth, der von 2007 bis 2010 an der Hafenstraße am Ball war, trifft auch Viktoria-Kapitän Mike Wunderlich auf seinen früheren Verein. Der 26-Jährige bestritt zwischen Januar 2009 und Juni 2010 insgesamt 46 Regionalligaspiele für die Rot-Weissen und erzielte dabei zwölf Treffer. „Obwohl wir bei RWE damals unsere Ziele nicht erreicht hatten, war es eine schöne Zeit und mein erster Schritt in den Profibereich“, so der 26-Jährige: „Deshalb ist es für mich auch keine Partie wie jede andere.“

 

Kunkel-Kicker wollen Erfolgsserie ausbauen

Trotz der dünnen Personaldecke ist Drittliga-Absteiger Rot-Weiß Oberhausen unter der Regie des neuen Trainers Peter Kunkel auf Erfolgskurs. Die „Kleeblätter“, die am Samstag (ab 14 Uhr) den SV Bergisch Gladbach 09 empfangen, gewannen drei ihrer vergangenen vier Partien (zehn Punkte), obwohl mit Kapitän Benjamin Weigelt, Patrick Bauder, Tim Eckstein, David Loheider und Torhüter Niklas Hartmann zahlreiche Stammspieler verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen. Außerdem waren in dieser Woche auch noch Pascale Talarski (Probleme im Adduktorenbereich) und Kevin Steuke (Wade) kürzer treten.

 

Ganz anders die Stimmungslage bei den Gästen aus dem Bergischen Land: Nach nur einem Sieg aus den vergangenen zehn Partien ist die Mannschaft von Trainer Dietmar Schacht, der auf den rot-gesperrten Thomas Götz verzichten muss, auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Duelle zwischen RWO und Bergisch Gladbach gab es bisher nur in der Oberliga Nordrhein-Saison 2006/2007. Die Oberhausener blieben dabei ohne dreifachen Punktgewinn (1:1, 1:3).

 

Der Wuppertaler SV Borussia ist vor dem Auswärtsspiel bei der U 23 des VfL Bochum durch vier Spiele ohne Sieg unter Zugzwang geraten. Der Rückstand auf Spitzenreiter Viktoria Köln ist bereits auf neun Punkte angewachsen. Aber auch die Bochumer kämpfen aktuell gegen eine Negativserie an, mussten sich dreimal hintereinander geschlagen geben. Offensivspieler Laurenz Wassinger, erst vor Saisonbeginn von Bochum nach Wuppertal gewechselt, trifft auf seine ehemaligen Teamkollegen.

 

Die Sportfreunde Lotte, die gleichzeitig bei der U 23 von Borussia Mönchengladbach gastieren, gehören nicht gerade zu den Lieblingsgegnern der „Fohlen“. Im direkten Vergleich zwischen beiden Mannschaften konnten die Gladbacher nur eine von acht Begegnungen für die entscheiden, die Sportfreunde setzten sich viermal durch. Mit zwei Siegen in Serie hatte die Mannschaft von Borussen-Trainer Sven Demandt die Abstiegszone verlassen, die Lotter sind trotz des jüngsten 2:0 gegen die U 23 des MSV Duisburg zehn Punkte vom ersten Tabellenplatz entfernt.

 

Kellerduell zwischen VfB Hüls und Fortuna-Reserve

Um wichtige Punkte für den Klassenverbleib geht es ebenfalls am Samstag (ab 14 Uhr) im Kellerduell zwischen dem Tabellenletzten VfB Hüls und der punktgleichen U 23 von Fortuna Düsseldorf. Nur der Sieger der Partie hält den direkten Kontakt zum „rettenden Ufer“. Die Gäste, die mit drei Spielen ohne Niederlage einen Aufwärtstrend zu verzeichnen hatten, wollen ihre Serie auch am Badeweiher fortsetzen. „Unser Ziel sind drei Punkte“, betont Fortuna-Trainer Tuncay Aksoy.

Von den Hülsern hat Aksoy trotz der aktuellen Tabellenkonstellation eine hohe Meinung. „Der VfB verfügt über einen ordentlichen Kader, ist auf vielen Positionen sehr gut besetzt. Besonders Christian Erwig und David Piorunek sind Spieler mit hoher Qualität. In den Begegnungen, die ich selbst beobachten konnte, haben die Hülser immer sehr gut mitgehalten, sich aber oft nicht für ihre guten Leistungen belohnt“, so Aksoy.

 

Stark ersatzgeschwächt gastiert die SSVg. Velbert gleichzeitig beim SC Wiedenbrück 2000 an. Kapitän Markus Kaya und Stephan Nachtigall sind nach ihren Roten Karten beim 0:3 gegen die U 23 des FC Schalke 04 ebenso gesperrt wie Jeffrey Tumanan (Gelb-Rot). Beide Mannschaften haben sich durch gute Leistungen in den vergangenen Wochen auf einen Nichtabstiegsplatz verbessert. Wiedenbrück verlor nur eine der vergangenen sieben Partien und entführte zuletzt als erste Mannschaft einen Punkt aus dem neuen Essener Stadion an der Hafenstraße (0:0). Velbert gewann vier von sechs Spielen.

 

Erstmals in der heimischen „Kray-Arena“ an der Buderusstraße, für die der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband (WFLV) am Donnerstag eine Ausnahmegenehmigung erteilt hat, empfängt der FC Kray die Reserve des 1. FC Köln. Nach inzwischen sieben Niederlagen hintereinander müssen die Essener Vorstädter möglichst schnell die Trendwende einleiten, wenn der Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht abreißen soll. Innenverteidiger Nils Kretschmar steht Krays Trainer Dirk Wißel wegen einer Gelb-Rot-Sperre nicht zur Verfügung.

 

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