Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 17.08.2017

SV Rödinghausen spendet Trikotsätze für Fußballer in Gambia

Notizen aus der Regionaliga West

Der SV Rödinghausen und sein Hauptsponsor haben gemeinsam Trikotsätze nach Latri Kunda in Gambia gespendet. (Foto/Quelle: SV Rödinghausen)
Der SV Rödinghausen und sein Hauptsponsor haben gemeinsam Trikotsätze nach Latri Kunda in Gambia gespendet. (Foto/Quelle: SV Rödinghausen)

Beim West-Regionalligisten Alemannia Aachen ist auch in dieser Saison ein Mickels am Ball. Nachdem Joy-Lance Mickels die Alemannia in Richtung des Nordost-Regionalligisten FSV Wacker Nordhausen verlassen hatte, spielt jetzt sein Zwillingsbruder Joy-Slayd für den ehemaligen Bundesligisten. Der Bonner SC bedankt sich bei seinen Fans für die Unterstützung im DFB-Pokal, der Wuppertaler SV hat die japanischen Brüder Ryo und Shun Terada an den Oberligisten FSV Vohwinkel verliehen und der SV Rödinghausen spendete Trikotsätze für Fußballer in Gambia. FUSSBALL.DE hat die wichtigsten Neuigkeiten aus der West-Staffel gesammelt.

Debüt bei Viktoria Köln möglich: Der Traditionsverein Alemannia Aachen ist noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv geworden, hat sich die Dienste von Angreifer Joy-Slayd Mickels gesichert. Der 23-Jährige wurde im Nachwuchsleistungszentrum des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ausgebildet und wechselte nun vom norwegischen Zweitligisten Strömmen IF an den Tivoli. Sein Zwillingsbruder Joy-Lance Mickels war in der zurückliegenden Spielzeit für Alemannia Aachen am Ball, steht nun aber beim Nordost-Regionalligisten FSV Wacker Nordhausen unter Vertrag. „Wir freuen uns, mit Slayd einen weiteren Stürmertypen verpflichtet zu haben, der unser Spiel in der Offensive noch flexibler macht“, sagt Alemannia-Cheftrainer Fuat Kilic über den Zugang, der beim 3:1-Heimsieg gegen den SV Rödinghausen allerdings noch nicht zum Aufgebot gehörte. „Ich bin froh, dass der Wechsel nach Aachen geklappt hat. Ich werde alles daransetzen, bei der Alemannia mindestens so erfolgreich wie mein Zwillingsbruder zu sein“, sagte Joy-Slayd Mickels bei seiner Vorstellung. Joy-Lance hatte in der vergangenen Saison bei 19 Einsätzen fünf Treffer erzielt und fünf Tore vorbereitet. Am Samstag (ab 14 Uhr) könnte Joy-Slayd Mickels sein Debüt für die Alemannia geben. Dann gastiert Aachen im Spitzenspiel des 4. Spieltags beim aktuellen Meister FC Viktoria Köln.

Bonner SC bedankt sich: Der Bonner SC bedankt sich bei seinen Fans für die Unterstützung beim DFB-Pokalspiel gegen Bundesligaaufsteiger Hannover 96 (2:6) und senkt deshalb die Eintrittspreise für das Regionalligaspiel gegen den SC Wiedenbrück am Samstag (ab 14 Uhr). Unter dem Motto „Regionalliga Live für einen Zehner“ kostet jedes Ticket zehn Euro. „Gerade die herausragende Unterstützung der Bonner Zuschauer und das Engagement aller ehrenamtlichen Helfer hat das Spiel gegen Hannover zu einem Fest gemacht. Von daher wollen wir uns bei allen Bonner Fußballfans und vor allem bei allen Besuchern des Pokalspiels bedanken“, so der BSC-Vorsitzende Professor Dirk Mazurkiewicz. Geschäftsstellenleiter Dietmar Sebus erklärt das Prozedere: „Wir werden am Samstag nur den Eingang West öffnen und allen Fans freie Platzwahl für zehn Euro auf der Tribüne gewähren. Trotzdem wird es die Möglichkeit geben, auch von der Tribüne über die Nordkurve auf den Stehplatz Gegengerade zu gelangen.“

Japan-Duo soll Spielpraxis sammeln: Die Brüder Ryo und Shun Terada, die erst kürzlich vom Oberligaaufsteiger Düsseldorfer SC zum Wuppertaler SV gewechselt waren, verlassen den WSV vorerst wieder. Die beiden japanischen Offensivspieler schließen sich auf Leihbasis dem WSV-Kooperationspartner FSV Vohwinkel aus der Oberliga Niederrhein an. Die Leihe ist auf eine Saison fixiert. Wuppertal behält sich aber das Recht vor, beide Spieler bereits im Winter zurückzuholen. „Bei jungen Spielern ist die Spielpraxis extrem wichtig. Aktuell können wir beiden aber keine Garantie geben, dass sie regelmäßig eingesetzt werden. Die Ausleihe ist ein gutes Beispiel für unsere Kooperation mit dem FSV Vohwinkel: Spieler, die durch Spielpraxis gefördert werden müssen, können sich dort beweisen und sich für den WSV weiterempfehlen“, so Manuel Bölstler, Sportvorstand des WSV. Schon komplett aus dem Bergischen Land verabschiedet hat sich dagegen Defensivspieler Pierre Becken, der erst vor Saisonbeginn vom FSV Wacker Nordhausen gekommen war. Der 29-Jährige bat um Vertragsauflösung und kehrt in die Regionalliga Nordost (zum Berliner AK) zurück.

Trikotsätze für Gambia: Der SV Rödinghausen und sein Hauptsponsor haben gemeinsam Trikotsätze nach Latri Kunda in Gambia gespendet. Nach einer Initiative von Sherrifo Darbo, Mitarbeiter des Küchenherstellers in Rödinghausen, sowie auf Vermittlung von Stefan Möller, Mitglied der Geschäftsführung, erhielt die örtliche Fußballmannschaft die Trikots. „Es freut uns sehr, dass wir den Fußballern aus Latri Kunbda eine Freude machen konnten und die Jungs jetzt einheitlich auf Punktejagd gehen können“, sagt SVR-Geschäftsführer Alexander Müller. Im Rahmen seines Urlaubs in seinem ursprünglichen Heimatland hatte Sheriffo Darbo auf eigene Kosten die Trikots mit nach Gambia genommen und dort persönlich verteilt. „Die Spieler sind sehr dankbar und froh“, berichtet Darbo.

Helmes bleibt gelassen: Die U23 des 1. FC Köln, die in der Abschlusstabelle der vergangenen Saison auf dem sechsten Tabellenplatz gelandet war, läuft zu Beginn der neuen Spielzeit ihrer Bestform noch hinterher. Nach zwei Partien stehen null Punkte auf dem Konto. Trainer Patrick Helmes bleibt jedoch gelassen. „Wir haben erst zwei Spiele bestritten und werden jetzt ganz bestimmt nicht in Panik verfallen“, so der Ex-Nationalspieler. „Mit acht neuen Spielern im Kader benötigten wir noch etwas Zeit, bis alle Abläufe stimmen. In erster Linie sind wir eine Ausbildungsmannschaft, wollen junge Talente an den Profikader heranführen.“ Um sich auf das Auswärtsspiel bei Rot-Weiss Essen am Sonntag (ab 14 Uhr) vorzubereiten, bestritten die „Geißböcke“ ein Testspiel gegen den benachbarten Drittligisten SC Fortuna Köln, siegten 2:0. „Ich sehe uns auf dem richtigen Weg“, so Helmes, der in Essen erstmals in dieser Saison wieder auf seinen Sturmroutinier Roman Prokoph (nach Muskelfaserriss) zurückgreifen kann. Der 32-Jährige hatte in der vergangenen Saison 20 Treffer für die Kölner erzielt.

Kempen gegen Krefeld: In der Arena des Zweitligisten MSV Duisburg wurde die zweite Hauptrunde des Niederrheinpokals ausgelost. Dabei zog Ruhrpott-Legende Franz-Josef „Jupp“ Tenhagen (früher viele Jahre Bundesliga-Profi beim VfL Bochum) ein attraktives Derby aus dem Topf. Der Bezirksligist VfL Tönisberg aus Kempen empfängt den ambitionierten KFC Uerdingen 05 aus Krefeld mit seinem Trainer Michael Wiesinger. Der Wuppertaler SV muss zum Bezirksligisten SC 20 Oberhausen reisen, Rot Weiß Oberhausen gastiert beim Bezirksligisten DJK St. Winfried Kray. Die Spiele der zweiten Runde werden am 3. September (Regionalliga-Beteiligung 5./6. September) ausgetragen.

Derbysieger-Plakate für guten Zweck: Seit dem 3:1-Auswärtserfolg beim „Erzrivalen“ Rot-Weiss Essen können Fans des Wuppertaler SV im WSV-Fanshop Derbysieger-Plakate käuflich erwerben. Die Erlöse gehen komplett an das „Kindertal“. Die Initiative unterstützt finanziell Kinder und Jugendliche, die in Wuppertal in Armut oder nahe der Armutsgrenze leben. Der Preis für das Plakat beträgt einen Euro. Für den WSV geht es in der West-Staffel am Montagabend (ab 20.15 Uhr, live auf „Sport1“) mit dem Traditionsduell bei der SG Wattenscheid 09 weiter. Während Wuppertal mit sieben von neun möglichen Zählern auf Platz zwei rangiert, starteten die Lohrheidekicker mit nur einem Zähler aus den ersten drei Begegnungen in die neue Spielzeit.

Zimtschnecken für RWO-Jugend: Im Rahmen der Partie zwischen Rot-Weiß Oberhauen und dem SC Verl (1:1) verkaufte Carmela Mellström, Inhaberin einer kleinen Bäckerei in Düsseldorf, Zimtschnecken im Stadion. Den gesamten Erlös aus den insgesamt 300 verkauften Schnecken spendet Mellström an die Nachwuchsabteilung von RWO. Für Oberhausen stehen nach drei Spieltagen vier von neun möglichen Punkten zu Buche. Am Samstag (ab 14 Uhr) geht es für RWO mit der Begegnung beim SV Rödinghausen weiter.

Besserung bei Bednarski: Rot-Weiss Essen muss im Erstrundenspiel um den Niederrheinpokal gegen den benachbarten Landesligisten FC Kray am heutigen Mittwoch (ab 19 Uhr) auf der Sportanlage „Am Hallo“ auf den vielseitigen Defensivspieler Jan-Steffen Meier (Wadenprobleme) und Angreifer Marcel Platzek (Oberschenkel) verzichten. Noch nicht zum Kader gehört auch Angreifer Kamil Bednarski, doch der 31-Jährige befindet sich weiter auf dem Wege der Besserung. Knapp vier Wochen, nachdem er sich einen Muskelbündelriss zugezogen hatte, kann Bednarski Teile des Mannschaftstrainings absolvieren.

FUSSBALL.DE/mspw

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