Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 12.04.2016

Reinhard Grindel: Baumeister des neuen DFB

Breite Unterstützung für die Kandidatur zum DFB-Präsidenten

Reinhard Grindel hat klare Vorstellungen: "Der Außerordentliche Bundestag in Frankfurt muss Ausgangspunkt sein, um den neuen DFB zu bauen, dessen Fundament die Einheit des Fußballs aus Amateurlager und Profibereich ist." (Foto: Gety Images)

Erst Fernsehjournalist, dann Bundestags-Abgeordneter und aller Voraussicht nach bald schon Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Keine Frage, mit anspruchsvollen Aufgaben und beruflichen Neuanfängen kennt sich Reinhard Grindel bestens aus. Als Fernsehjournalist machte sich der gebürtige Hamburger einst mit fundierter politischer Berichterstattung einen Namen.

Rund zehn Jahre war Grindel beim ZDF beschäftigt: Sowohl in Bonn, als auch als Studioleiter in Berlin und Brüssel. Berlin wurde schließlich auch ein Mittelpunkt seiner politischen Laufbahn. Im Jahr 2002 wurde er per Direktmandat im niedersächsischen Wahlkreis Rotenburg/Wümme erstmals in den Bundestag gewählt. Seither setzte Grindel im Parlament als stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses Akzente und war zudem Mitglied im Rechts- und Verbraucherausschuss.

Künftig möchte Grindel jedoch nur noch als Sportfunktionär in Erscheinung treten und sich für den deutschen Fußball und die rund sieben Millionen Mitglieder des DFB einsetzen. Eine Doppelrolle zwischen Sport und Politik ist nicht vorgesehen. Bereits wenige Tage nachdem sich die Präsidenten der 21 Landesverbände im November einstimmig für ihn als Kandidaten ausgesprochen hatten, gab der CDU-Abgeordnete seinen Sitz im Sportausschuss auf; im Falle seiner Wahl zum DFB-Präsidenten auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag am 15. April in Frankfurt am Main will der Vater von zwei Kindern dann auch sein Bundestagsmandat niederlegen und sich voll auf die neue Aufgabe an der Spitze des Verbandes konzentrieren.

Die Zeichen für seine Wahl stehen gut, genießt Reinhard Grindel doch nicht nur die Unterstützung aller Amateurvertreter, sondern auch des Profilagers. Der Vorstand des Ligaverbandes hatte sich bereits für ihn als Nachfolger des zurückgetretenen Wolfgang Niersbach ausgesprochen. „Ich freue mich sehr, dass sich die von mir immer angestrebte einvernehmliche Lösung abzeichnet. Der Außerordentliche Bundestag in Frankfurt muss Ausgangspunkt sein, um den neuen DFB zu bauen, dessen Fundament die Einheit des Fußballs aus Amateurlager und Profibereich ist“, erklärt Grindel, der sich hoch erfreut über die Zustimmung im Vorfeld zeigte.

Die breite Unterstützung für Reinhard Grindel kann indes nur wenig überraschen. Bringt er seine Qualitäten als Sportfunktionär mit Weitblick schon seit Jahren auf höchster Ebene ein. Im Oktober 2013 wurde der Vizepräsident des Niedersächsischen Fußballverbandes mit den Stimmen von Profis und Amateuren zum Schatzmeister des DFB gewählt. Eine hohe Verantwortung, die Grindel souverän meisterte. Nicht nur deshalb trauen ihm viele zu, dass er den DFB im Anschluss an die Affäre um die Vergabe der WM 2006 wieder auf Erfolgskurs und aus den negativen Schlagzeilen bringen kann. So hat er ein großes Ziel für seine erste Amtszeit als Präsident bereits klar formuliert: „Wir wollen die EM 2024 nach Deutschland holen. Und wir wollen dieses Ziel mit Integrität und Transparenz erreichen.“

Der Niedersachse kennt aber auch die Arbeit an der Basis. In seinem Heimatverein Rotenburger SV hat er viele Jahre im Vorstand mitgearbeitet und ist bis heute regelmäßig im heimatlichen Ahe-Stadion bei Spielen des Landesligisten anzutreffen.

Hermann Korfmacher: "Reinhard Grindel steht für Transparenz, Verbindlichkeit und Ehrlichkeit"

Es gibt eine Menge Argumente, die dafür sprechen, den Neubeginn mit dem Charakterkopf Reinhard Grindel an der Spitze des DFB zu starten. Das findet auch WFLV-Präsident Hermann Korfmacher, der schon seit vielen Jahren vertrauensvoll mit Reinhard Grindel zusammenarbeitet: „Reinhard Grindel steht für Transparenz, Verbindlichkeit und Ehrlichkeit. Er kennt den DFB mit all den großen anstehenden großen Aufgaben und Projekten - und er steht explizit auch für die Interessen der Regional- und Landesverbände. Deshalb unterstützen auch wir seine Kandidatur.“

Text: WFLV

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