Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 18.06.2015

Ruhr Games – ein neues Format

Bilanz der Leichtathletik-Wettkämpfe

Siegerin über 80M Hürden W15: Kira Lipperheide (TB Rauxel).

Als im Sommer 2014 die Information an die Fachverbände hinausging, dass im Jahr 2015 die altbekannte Ruhr-Olympiade durch ein neues Format, die Ruhr Games, abgelöst werden sollten, standen Fragezeichen.

Alle zwei Jahre sollten die Ruhr Games stattfinden, der Auftakt 2015. Die Leichtathletik war eine der 15 traditionellen Sportarten, die neben der Präsentation von Trendsportarten und den beiden weiteren Säulen der Games neben dem Wettkampf, nämlich Kulturangebote und Jugendevents, ihren Platz hatte.

Den leichtathletischen Talentnachwuchs präsentieren und ein hochkarätiges leistungssport-orientiertes Sportfest zu organisieren, das war der Auftrag, den die Veranstalter und Ideengeber Regionalverband Ruhr und Sportministerium NRW (MFKJKS) den Verbänden mit auf den Weg gaben.

Termin mitten in der Saison

Siegerin im Weitsprung W15: Johanna Sonnabend (TuS Wesseling).

Unproblematisch war dies für die beiden NRW-Leichtathletik-Verbände nicht, denn der vorgesehene Termin 3.-6. Juni fiel mitten in die dicht gedrängte Meisterschaftssaison von LVN und FLVW.

Die gemeinsame Arbeitsgruppe verständigte sich dann schnell auf einige Eckpunkte zur Ausschreibung:

  • Kerngruppe ist der neu einzurichtende Perspektivkader M/W 15
  • Die Qualifikationen für die offene Ausschreibung orientieren sich an den Werten zur Kadernominierung
  • Das Wettkampfprogramm wird auf Kerndisziplinen beschränkt
  • Athleten und Wettkämpfe werden auf hohem Niveau und mit viel Aufmerksamkeit für die Aktiven präsentiert

Besondere Wettkampfpräsentation

Dass diese Vorüberlegungen im Prinzip richtig waren, bewiesen die Wettkämpfe am 5. Juni im Bottroper Jahnstadion. Die Rahmenbedingungen der Ruhr Games ermöglichten dem LVN in Verbindung mit dem LC Adler Bottrop und dem LVN-Kreis Rhein-Lippe eine Wettkampfpräsentation, die die jungen Athleten bislang nicht gewohnt waren. Die gemeinsame Sammelstelle, von der aus die Wettkämpfer geschlossen in das Stadion geführt wurden, die Präsentation des Teilnehmerfeldes an der jeweiligen Wettkampfstätte, das abschließende Siegerinterview unmittelbar nach der Siegerehrung, all dies bot neue Erfahrungen für den TOP-Nachwuchs.

Echter Hingucker: die Ruhr-Games-Medaillen.

Ein besonderes Highlight war sicher das gerahmte Bild, das jeder Sieger von sich aus dem aktuellen Ruhr-Games-Wettkampf bei der Siegerehrung erhielt.

Qualifikationsnormen werden angepasst

Dass mit den Qualifikationsnormen die Einstiegslatte zu hoch gelegt wurde und die Teilnehmerfelder in den einzelnen Disziplinen teilweise dünn waren, gehört zu den Erfahrungen der beiden Verbände, die für die nächsten Ruhr Games im Jahr 2017 leicht korrigiert werden kann.

Text: LVN

Fotos: Kai Peters

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