Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 15.12.2016

RWO von WDFV-Spruchkammer zu Geldstrafe verurteilt - Wuppertals Pagano erleidet dreifachen Nasenbeinbruch

Notizen aus der Regionalliga West

Regionalliga West 16/17: Torshow vom 20. Spieltag.

Das Fußballjahr 2016 endete für Silvio Pagano vom West-Regionalligisten Wuppertaler SV blutig und schmerzhaft. Sein Nasenbein brach im Derby bei Rot-Weiss Essen (0:1) gleich dreimal. Rot-Weiß Oberhausen wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, Wattenscheid 09 trennt sich endgültig von Ex-Profi Burak Kaplan und die U23 des FC Schalke 04 will zum Jahresabschluss die miserable Derbybilanz gegen Borussia Dortmund aufbessern. FUSSBALL.DE hat die wichtigsten Notizen aus der Regionalliga West zusammengestellt.

Geldstrafe, aber kein Punktabzug: Rot-Weiß Oberhausen darf die Punkte vom 2:1-Auswärtssieg am 18. Spieltag bei Rot Weiss Ahlen behalten. Das entschied die Spruchkammer des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) in Duisburg. Die abstiegsbedrohten Ahlener hatten Protest gegen die Spielwertung eingelegt, weil ihr Offensivspieler René Klingenburg unmittelbar nach dem 1:0-Führungstreffer (73.) von einem Wurfgeschoss aus dem RWO-Fanblock getroffen worden war und mehrfach behandelt werden musste. In der Schlussphase hatten die Gäste die Partie mit zwei Toren noch gedreht. Ex-Bundesligist Rot-Weiß Oberhausen wurde „wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger“ zu einer Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro verurteilt.

Nijhuis zufrieden: Die Stimmung auf der Weihnachtsfeier des SV Rödinghausen war prächtig. Kein Wunder, hatte die Mannschaft von SVR-Trainer und Ex-Bundesligaprofi Alfred Nijhuis doch wenige Stunden zuvor den Aufsteiger Bonner SC im letzten Spiel des Jahres 3:2 bezwungen. Gleichzeitig knackten die Ostwestfalen die Marke von 30 Punkten und überwintern in der oberen Tabellenhälfte. „Nach einem schwachen Saisonstart haben wir die Kurve bekommen. Kompliment an unsere Mannschaft“, lobte der Niederländer Nijhuis, der seit Saisonbeginn beim SVR an der Seitenlinie steht. Zur Erinnerung: Nach vier Spieltagen hatte Rödinghausen lediglich einen Zähler auf dem Konto, stand tief in der Abstiegszone. „Wichtige Meilensteine unserer Entwicklung waren das 1:0 in Essen und das 2:1 bei Viktoria Köln. Gerade diese Erfolge haben das Selbstvertrauen gestärkt“, so Nijhuis, der ab sofort nicht mehr auf Außenverteidiger Rouven Tünte zurückgreifen kann. Der Vertrag des 22-Jährigen wurde aufgelöst.

Silvio Pagano (rechts) zog sich in Essen  einen mehrfachen Nasenbeinbruch zu und musste frühzeitig ausgewechselt werden. (Foto: mspw)
Silvio Pagano (rechts) zog sich in Essen einen mehrfachen Nasenbeinbruch zu und musste frühzeitig ausgewechselt werden. (Foto: mspw)

Drei Brüche gerichtet: Für Silvio Pagano, Offensivspieler beim Wupperaler SV, wird das letzte Spiel in diesem Jahr nicht gut in Erinnerung bleiben. Ausgerechnet im Traditionsderby bei seinem Ex-Klub Rot-Weiss Essen (0:1) zog sich der 31-Jährige bei einem Zusammenprall einen mehrfachen Nasenbeinbruch zu und musste frühzeitig ausgewechselt werden. Am Montag wurde er bereits operiert. „Gleich drei Brüche mussten gerichtet werden“, sagt Pagano. Die Wuppertaler warten nach der Niederlage schon seit sechs Spieltagen auf einen dreifachen Punktgewinn.

Kaplan muss gehen: Jetzt ist es offiziell! Die SG Wattenscheid 09 und Burak Kaplan gehen getrennte Wege. Der Vertrag mit dem 26-jährigen Offensivspieler wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 aufgelöst. Nach einer langen Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses hatte der ehemalige türkische Junioren-Nationalspieler mit Übergewicht und mangelnder Fitness zu kämpfen. Einen von der SGW verordneten Personaltrainer lehnte er ab. In der vergangenen Saison hatte Kaplan, der einst für Bayer 04 Leverkusen auch in der Bundesliga und in der Europa League zum Einsatz gekommen war, wegen seines Kreuzbandrisses nur 13 Partien absolviert. Dabei gelangen ihm beachtliche sechs Tore und sechs Vorlagen. In dieser Spielzeit war er achtmal für die SGW am Ball (kein Tor).

Kulisse soll Schalke „anstacheln“: Die U23-Derbybilanz ist aus Sicht des FC Schalke 04 vor der Nachholpartie bei Borussia Dortmund U23 am Samstag (ab 14.30 Uhr) verheerend. Nach 20 Oberliga- und Regionalligapartien warten die „Königsblauen“ noch auf ihren ersten Sieg gegen den BVB. Lediglich vier Remis, zwei davon aus der vergangenen Saison (0:0, 1:1) stehen bislang auf der Habenseite. Vor dem erneuten Kräftemessen im denkmalgeschützten Dortmunder Stadion Rote Erde spricht auch die aktuelle Form für die Gastgeber, die ihre vergangenen drei Partien in Folge gewonnen haben und mit einem weiteren Dreier auf Platz zwei klettern können. Das negative Spiegelbild bilden die Schalker, die nach drei Niederlagen hintereinander nur knapp über der Gefahrenzone rangieren. „Das Duell gegen Dortmund ist zum jetzigen Zeitpunkt das ideale Spiel für uns, denn ein Derby hat seine eigenen Gesetze. Wir wollen unbelastet in die Partie gehen und uns von der großen Kulisse anstacheln lassen“, so S04-Trainer Jürgen Luginger. Besonderes Augenmerk legt Luginger auf die individuelle Klasse der noch ungeschlagenen Dortmunder: „Massih Wassey und Hamadi Al Ghaddioui sorgen für viel Gefahr im Angriff. Atakan Karazor treibt das Spiel aus dem Mittelfeld an und Sören Dieckmann kommt mit viel Tempo über die Außen. Gegen diese Qualität müssen wir leidenschaftlich verteidigen und bei Ballbesitz mutig nach vorne spielen. Wir benötigen die Punkte für den Klassenverbleib.“

Zech bleibt länger: Der SC Wiedenbrück hat den Vertrag mit Oliver Zech verlängert. Der Mittelfeldspieler unterschrieb bei den Ostwestfaleh einen neuen Kontrakt, der bis zum 30. Juni 2019 Gültigkeit besitzt. Bereits seit der Saison 2012/2013 ist der 29-Jährige beim SCW am Ball. In der laufenden Spielzeit kam Zech, der im Nachwuchsbereich von Arminia Bielefeld und des VfL Bochum ausgebildet worden war, in 18 von 19 absolvierten Begegnungen zum Einsatz.

Demandt zurück in Düsseldorf: Zum Jahresabschluss tritt Rot-Weiss Essen am Freitag (ab 18.30 Uhr) zur Nachholpartie bei der U23 von Fortuna Düsseldorf an. Die Essener haben aktuell einen Lauf. Die Mannschaft von RWE-Trainer Sven Demandt, der während seiner aktiven Zeit für Fortuna Düsseldorf in 192 Spielen 71 Treffer erzielt hatte, ist seit zehn Spieltagen unbesiegt. „Ich habe die Fortuna in dieser Saison bestimmt schon zehnmal beobachtet, weil sie immer gegen unseren nächsten Gegner spielt“, verrät Demandt vor seiner Rückkehr nach Düsseldorf. „Auch beim jüngsten 1:1 gegen Viktoria Köln war ich vor Ort und habe gesehen, welches Potenzial in der Truppe steckt. Wir sind auf jeden Fall gewarnt, wollen aber den Schwung mitnehmen.“

FUSSBALL.DE/mspw/WDFV

 

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