Westdeutscher Fussballverband e.V.
Futsal 08.03.2016

Mega-Spannung auf allen Ebenen

Saisonbilanz in der WFLV-Futsal-Liga: Zuschauermagnet Holzpfosten Schwerte feiert ersten Titel

Das Team von Holzpfosten Schwerte bejubelt den Gewinn der Meisterschaft in der WFLV-Futsal-Liga, Saison 2015/16. Rechts stehend: Uli Clemens vom WFLV F+B Ausschuss, der die Meisterehrung für den verhinderten Ausschuss-Vorsitzenden Klaus Jahn durchgeführt hatte. (Foto: WFLV/Engler)
Das Team von Holzpfosten Schwerte bejubelt den Gewinn der Meisterschaft in der WFLV-Futsal-Liga, Saison 2015/16. Rechts stehend: Uli Clemens vom WFLV F+B Ausschuss, der die Meisterehrung für den verhinderten Ausschuss-Vorsitzenden Klaus Jahn durchgeführt hatte. (Foto: WFLV/Engler)

Eine ereignisreiche Saison in der WFLV-Futsal-Liga ist zu Ende gegangen. Meister wurde die Mannschaft von Holzpfosten Schwerte 05, nach zwei deutschen Vizemeister-Titeln in Folge nun ihr erster westdeutscher Meistertitel. Die Liga verlassen müssen der PSV Wesel Lackhausen, die Futsal Sportfreunde Uni Siegen und der Mittelrheinvertreter Bonner Futsal Lions. Damit konnten sich gleich zwei Aufsteiger in der starken westdeutschen Liga behaupten.

Während der SC Aachen knapp den letzten Nichtabstiegsplatz erringen konnte, landete das Team vom UFC Paderborn um Coach René Wegs auf einem beachtlichen fünften Rang, direkt hinter Rekordmeister UFC Münster. Die Münsteraner haben bisher achtmal den westdeutschen Meistertitel erobert, konnten sich aber in dieser Saison aufgrund eines starken Aderlasses innerhalb der Mannschaft nicht gegen die immer stärker werdende Konkurrenz behaupten.

Bis ganz oben aufs Treppchen haben es diesmal die Holzpfosten aus Schwerte geschafft, ein erstklassig aufgestellter junger Verein mit einer ganz starken Fankultur. Die „Hoolzpfosten“, wie die Fans sich nennen, begleiten ihr Team zu allen wichtigen Auswärtsspielen mindestens in Reisebusstärke, so dass sie teilweise sogar den Zuschauern der Heimmannschaft zahlenmäßig überlegen sind. Die konnten bei ihren „Pfosten“ eine beachtliche Serie von sage und schreibe zwölf Siegen in Folge bewundern.

Großen Anteil hieran hatten nicht zuletzt Mr. Futsal Nils Klems und Sandro Jurado Garcia, die es auch bis in den engeren Kreis der in Gründung befindlichen Deutschen Futsal-Nationalmannschaft geschafft haben. Auch wenn es am letzten Spieltag zu Hause noch eine 2:4 Niederlage gegen den Dauerrivalen UFC Münster gab, kannte der Jubel bei der Übergabe des Meisterpokals keine Grenzen. Kapitän Nils Klems resümierte nach dem letzten Spieltag: „Wir sind schon wirklich sehr stolz darauf, in dieser starken Liga Meister geworden zu sein. Aber jetzt liegt der Fokus natürlich direkt auf den folgenden großen Wochen!“

Überraschungs-Vize MCH Futsal Club Sennestadt

Den Tabellenzweiten MCH Sennestadt - und damit ebenfalls Qualifikant für das Viertelfinale der Deutschen Futsalmeisterschaft - hatte vor der Saison so keiner auf der Rechnung. Das Team, das sich aus dem Evangelischen Jugendtreff „Matthias-Claudius-Haus“ (Verband der Evangelischen Kirchengemeinden Brackwede) heraus gebildet hatte, wusste mit einer konstanten Leistung zu gefallen und hatte zum Schluss bei Punktgleichheit nur im direkten Vergleich mit den erfahrenen Futsal Panthers aus Köln die Nase vorn. Garant für den Erfolg war unter anderem Coach Yasin Kacar, der seine Mannen immer wieder hervorragend auf die einzelnen Gegner eingestellt hatte und letztendlich die Fäden für den Club in der Hand hielt. „Dass wir uns in unserer zweiten Saison in der WFLV-Futsal-Liga schon für die Deutsche Futsalmeisterschaft qualifiziert haben – unfassbar!“ kommentiert ein überglücklicher Kacar die gerade zu Ende gegangene Saison.

Futsal Panthers Köln unzufrieden mit Platz 3

Den in diesem Falle undankbaren dritten Platz haben die Futsal Panthers Köln inne, die durch ihre Hinspiel-Niederlage gegen Sennestadt den direkten Vergleich mit den Ostwestfalen verloren und damit den Einzug ins Deutschland Viertelfinale verpasst haben. Das Team um Trainergespann Gerlach/Luzar präsentierte sich im Saisonverlauf lange als ganz heißer Titelaspirant, musste aber dann, auch von Verletzungspech gebeutelt, die eine oder andere vermeidbare Niederlage hinnehmen.

Einen sicheren Platz im Mittelfeld kann Aufsteiger UFC Paderborn mit Platz 5 in der Abschlusstabelle verbuchen. Mit einem komfortablen Abstand von 17 Punkten auf den ersten Abstiegsplatz hatten die Paderstädter eigentlich nie mit Abstiegssorgen zu kämpfen. Damit schneiden sie unter den drei Aufsteigern am besten ab.

Bayer Uerdingen führt die untere Tabellenhälfte an

Einen ganz anderen Saisonverlauf hatte sich die Werksfünf von Bayer Uerdingen wohl vorgestellt. Nachdem sich das Team vor Saisonbeginn ganz neu formiert hatte und mit dem Ausnahmespieler Robert Nospak und Dennis Prause, dem Torschützenkönig der vergangenen Saison, sehr gut verstärken konnte, fanden sie im Saisonverlauf jedoch nie zu einer Einheit. Als Konsequenz hieraus wechselte Prause in der Wechselperiode II auch wieder zurück zu seinem Heimatverein Bonner Futsal Lions. Platz 6 sprang dann letztendlich am Ende für die Niederrheiner heraus, mit einem Abstand von immerhin 13 Punkten auf den Fünftplatzierten.

So eben den Kopf noch aus der Schlinge ziehen konnte der Aufsteiger vom Mittelrhein. Der SC Aachen hatte sich von Spieltag 1. bis Spieltag 16. auf einem Abstiegsplatz befunden und dann mit einer enormen Energieleistung und einem fulminanten Schlussspurt den Klassenerhalt verdientermaßen noch perfekt gemacht. Sie beenden ihre erste Saison in der WFLV-Futsal-Liga auf dem 7. Rang - und sollten sie ihre Entwicklung in dem Stil weiter vorantreiben können, ist auf jeden Fall in der nächsten Saison mit ihnen zu rechnen.

Absteiger aus jedem Landesverband

Den ersten Abstiegsplatz belegen die Futsal Lions aus Bonn. Sie beenden ihr Gastspiel in der WFLV-Liga trotz eines deutlichen 11:7 Erfolgs gegen Mitabstiegskandidat Uni Siegen damit bereits nach ihrer zweiten Saison. Immerhin vier Jahre waren hingegen die Kicker der Futsal Sportfreunde Uni Siegen in der höchsten deutschen Futsal-Liga dabei. Sowieso schon mit einem dünnen Kader gestartet, suchte die Siegerländer zum Schluss der Saison auch noch das Verletzungspech heim. Teamchef Eike Ellerhold will sich in Zukunft nur noch um die sportlichen Belange kümmern und das organisatorische Drumherum in andere Hände geben. Sein Fazit beim Abschied aus der Liga:“ Es waren vier tolle Jahre!“ Den direkten Wiederabstieg konnte das Team des PSV Wesel-Lackhausen nicht verhindern. Sie schafften es im Verlauf der Saison nicht ein Mal, aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Mit nur 7 Punkten und einer Tordifferenz von 62:162 treten sie den Gang zurück in die Niederrheinliga wieder an.

Damit bleibt der Proporz in der Liga erhalten, da jeder Landesverband einen Absteiger stellt und aus jedem Landesverband wieder ein Aufsteiger dabei sein wird.

Text: WFLV

Spielberechtigungen Regionalliga West