Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 12.06.2013

Spiegelhoff katapultiert sich an die deutsche Spitze

Freude bei Daniel Spiegelhoff

Mit einer alten Bestleistung von 5,10 Meter war Daniel Spiegelhoff zu den Nordrhein-Jugendmeisterschaften nach Essen gereist, mit einer neuen Bestleistung von 5,21 Metern fuhr der Athlet des LAZ Rhede wieder nach Hause. Mit dieser deutlichen Steigerung katapultierte sich Spiegelhoff an die Spitze der deutschen U20-Bestenliste. Die Norm für die U20-EM in Rieti hatte er vorher schon erfüllt gehabt.

Sicher ein Höhepunkt der zweitägigen Titelkämpfe im Essener Stadion „Am Hallo". Wenn nicht der Höhepunkt. Die Sprinter konnten sich diesmal nicht derart in Szene setzen. Das lag zum einen daran, dass mit Robert Polkowski (LT DSHS Köln) der zur Zeit Schnellste der U20 in Deutschland bei der Gala in Regensburg starten musste, wo er sich in der Männerklasse prächtig schlug und bei leichtem Gegenwind über 100 Meter in 10,47 Sekunden bekannte Namen wie Sebastian Ernst oder Alexander Kosenkow hinter sich ließ. Und zum anderen am Chaos während der 100 Meter-Wettbewerbe im Essener Stadion, ausgelöst dadurch, dass bei einem Vorlauf die Zeiten nicht erfasst wurden. Die Entscheidung, wie damit umzugehen sei, zog sich ewig hin. Athleten standen zum Teil schon am Start und wurden wieder zurück beordert, mussten warten, wussten nicht, wie es weiter geht. „Zwischenzeitlich hieß es, der Lauf sei ein Zeitendlauf gewesen. Ich dachte, ich bin fertig. Dann musste ich doch noch mal laufen", sagt Jessie Maduka (ART Düsseldorf). Und ergänzt: „Da hat mir dann etwas die Motivation gefehlt." So richtig zufrieden war sie allerdings auch mit dem Vorlauf nicht, den sie in 11,81 Sekunden absolvierte. Ohne die erwähnte Motivation waren es im Finale nur 11,97 Sekunden. Am übernächsten Wochenende läuft sie bei der DLV-Gala in Schweinfurt, wo es um die Startplätze für die U18-WM in Donezk geht. „Ich habe ja schon die Quali und bin sicher, dass ich fahre." Mit 11,68 Sekunden steht sie momentan auf Platz zwei der deutschen Bestenliste.


In Schweinfurt trifft Maduka auf Johanna Bechthold – mit 11,89 Sekunden Vierte in Deutschland. Der Nachwuchssprinterin der Aachener TG fehlt sie WM-Norm (11,85) noch. In Essen herrschten zwar gute Bedingungen, die sie aber nicht nutzen konnte. „Ich bin erkältet, das hat keinen Sinn", hat sie nach der ersten Steigerung festgestellt. Und verzichtete auf die 100 Meter. Am zweiten Tag der Titelkämpfe ging es ihr besser, über die halbe Stadionrunde trug sich sich doch noch in die Siegerliste ein. „Ich wollte eine gute 200 Meter-Zeit haben", erläutert Johanna Bechthold. In der Tat stand da bisher eine 25 vor dem Komma, nicht überragend für eine Sprinterin, die über 100 Meter zur deutschen Spitze in der U18 zählt. Dieser unschöne Zustand wurde nun beendet. In 24,62 Sekunden holte sie nicht nur den Titel, sie setzte mit dieser Zeit auch auf Platz sechs der aktuellen deutschen Bestenliste.

In der U18 machten Lauritz Langner (TV Erkelenz) und Cristobal Julian Dorow (Moerser TV) die 100 Meter in einem spannenden Finale unter sich aus. Nach 10,91 bzw. 10,94 Sekunden waren die beiden im Ziel. Über 400 Meter Hürden schoben sich die zwei Sieger Joshua Abuaku (LAVOberhausen) und Jonas Hanßen (SC Myhl LA) mit ihren Rennen in Essen jeweils auf Platz zwei in Deutschland. Abuaku benötigte für die mit zehn Hindernissen gespickte Stadionrunde in der U18 53,99, Hanßen in der U20 53,16 Sekunden. Monika Zapalska (ART Düsseldorf) verbesserte in der U20 ihre persönliche Bestleistung über 100 Meter Hürden um 0,01 Sekunden auf 13,94 Sekunden. Gemeinsam mit den Staffelkolleginnen Ivy Atieno, Maike Schachtschnei-der und Jessie Maduka sprintete Zapalska über 4 x 100 Meter in 46,19 Sekunden an die Spitze der deutschen Bestenliste.

Hammerwerferin Michelle Döpke (Leichlinger TV) blieb in Essen mit 59,65 Metern nur knapp unter ihrer persönlichen Bestleistung. Anfang des Monats hat sie das drei Kilogramm schwere Sportgerät auf der heimischen Anlage auf 60,74 Meter geschleudert. An der Norm für die U18-WM fehlen nur 26 Zentimeter. Maximiliane Langguths (LAZ Rhede) Hammer wiegt in der U20 vier Kilogramm, für die EM-Teilnahme sind in dieser Klasse 58,50 Meter gefordert. Bei den Nordrhein-Meisterschaften kam sie dieser Weite wieder ein bisschen näher. Sie steigerte sich auf 55,85 Meter.

 

Quelle: LVN

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