Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 31.03.2013

Spitzenreiter Lotte dreht Rückstand -
7628 Fans bei Nullnummer im Essener Derby

29. Spieltag in der Regionalliga West

Lotte konnte erneut jubeln. (Foto: Mrugalla)

Die Fußballer der Sportfreunde Lotte ziehen an der Tabellenspitze der Regionalliga West weiter unbeirrt ihre Bahnen. Durch die Treffer in der Schlussphase von Aleksandar Kotuljac (81. Minute) und Roman Prokoph (86.) konnte Lotte am Osterwochenende den 0:1-Rückstand gegen den SC Wiedenbrück in einen 2:1-Erfolg drehen und blieb auch im 18. Spiel hintereinander ohne Niederlage.

Die Mannschaft von Trainer Maik Walpurgis profitierte zudem von der Pleite der Verfolgers Fortuna Köln, der am 29. Spieltag 0:2 gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf verlor. Die beiden Treffer für die Landeshauptstädter erzielte Profileihgabe Ronny Garbuschewski (70./85. FE). Zudem sah Fortuna-Keeper Andre Poggenborg nach einer Notbremse die rote Karte.

UPDATE: Der Nachwuchs von Schalke 04 musste sich am Ostersonntag 0:1 gegen SF Siegen geschlagen geben und verpasste den Sprung auf den zweiten Platz.

Die Statistik zum Spieltag lesen Sie hier!

Den Kontakt zur Spitzengruppe verlor RW Essen beim 0:0 gegen den Tabellenletzten FC Kray. 7628 Zuschauer sahen das prestigeträchtige Stadtderby im Essener Stadion. RWE-Angreifer Banjamin Koep scheiterte in der 68. Minute mit einem Handelfmeter an Krays Schlussmann Omar Allouche. Viktoria Köln kehrte nach einigen Rückschlägen per 2:0 gegen den Wuppertaler SV in die Erfolgsspur zurück.

Im Abstiegskampf gelang dem SV Bergisch Gladbach ein wichtiger 3:0-Sieg gegen die U 23 des 1. FC Köln. Die Nachwuchsteams der Zweitligisten MSV Duisburg und VfL Bochum trennten sich 1:1. Der VfB Hüls musste sich gegen den SC Verl mit einem 1:1 begnügen.

0:2 gegen Borussia: Nächste Pleite für Oberhausen

29. Spieltag in der Regionalliga West

RWO-Keeper Krol musste zwei Gegentore schlucken. (Foto: Revierfoto)

Der SC Rot-Weiß Oberhausen geht im zweiten Heimspiel hintereinander als Verlierer vom Platz. Gegen die U23-Fohlen hieß es nach Toren von Dams und Korb am Ende 0:2, eine nicht unverdiente Niederlage. Denn die Gladbacher waren von Anfang an besser im Spiel und aggressiver in den Zweikämpfen.

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Die erste Chance hatten zwar die Kleeblätter, doch der Versuch von Kevin Steuke wurde geblockt und der Nachschuss von Pascale Talarski stellte Torhüter Janis Blaswich vor keine größeren Probleme (6.).

Eine Minute später lag dann der Ball zum ersten Mal im Oberhausener Tor, allerdings hatte Pisano sich nach einem Freistoß regelwidrig gegen Thorben Krol eingesetzt, so dass der Schiedsrichter zu Recht auf Stürmerfoul erkannte.
In der Folge wurden die Angriffe der Kleeblätter zumeist durch die aufmerksame Borussen-Abwehr frühzeitig unterbunden oder Schüsse im letzten Augenblick geblockt, wie bei Mützel (7.) und Talarski (10.).

Dazu passte, dass die erste Ecke der Kleeblätter zu einem gefährlichen Konter der Gladbacher führte, bei dem Thorben Krol gegen Julian Korb, der vom immer gefährlichen Sven Michel in Szene gesetzt wurde, all sein Können aufbieten musste.

In der 33. Minuten verursachten die Kleeblätter innerhalb von nur wenigen Sekunden zwei Freistöße in der eigenen Hälfte. Den ersten konnte Thorben Krol noch zur Seite fausten, beim zweiten von Khalil Mohammad kam ihm dann aber der hoch gewachsene Niklas Dams zuvor und verlängerte die Freistoßflanke in die lange Ecke zum 0:1.

RWO rannte nach der Pause an, RWO bemühte sich, doch ein Tor wollte auch in der Folge einfach nicht fallen. Stattdessen machten die Gäste nach knapp siebzig Minuten bei einem Konter den Sack zu, als Außenverteidiger Korb einen zunächst abgewehrten Schuss im kurzen Eck versenkte. Glück hatten die Kleeblätter nur zwei Minuten später, als Marcel Platzek den Innenpfosten traf.
Stimmen zum Spiel:

Peter Kunkel (Trainer RWO): „Ich bin von unserer Leistung total enttäuscht. Wir sind nicht in das Spiel gekommen und haben kaum Zweikämpfe gewonnen. Die Gladbacher waren fast über die gesamte Zeit sie bessere Mannschaft, auch wenn es in der zweiten Hälfte eine kurze Drangphase von uns gab. Wir müssen jetzt zusehen, dass wir in Velbert punkten.“

Sven Demandt (Trainer Borussia Mönchengladbach U23):
„Ich bin hochzufrieden, der Sieg war meiner Meinung nach auch durchaus verdient. In ein paar Szenen hatten wir etwas Glück, trotzdem haben wir richtig gut verteidigt. Und nach vorne sind wir immer in der Lage, Tore zu erzielen. Es geht in der nächsten Woche direkt weiter mit den nächsten Aufgaben und wir versuchen weiter so zu punkten.“

Quelle: WFLV/Vereine

Beim Match Wiedenbrück - Lotte wurde bei leichtem Schneefall von Spielbeginn deutlich, dass beide Mannschaften derzeit einen Lauf haben. Der Großteil des Spiels fand in diesen Minuten im Mittelfeld statt. Bei zunehmendem Schneefall übernahm Lotte später weitestgehend das Spielgeschehen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchte Wiedenbrück Druck aufzubauen. Die Lotter Abwehrreihe um Kapitän Willers konnte zunächst jedoch alle aussichtsreichen Aktionen entschärfen.

Nach einem Wiedenbrücker Konter allerdings brachte Michael Hohnstedt Wiedenbrücks Okumak im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Daniel Rott zeigte auf den Punkt. Den anschließenden Elfmeter verwandelte der Gefoulte selbst in der 63. Minute flach ins linke Eck.

Nachdem Lotte-Torwart David Buchholz durch eine gute Parade gerade noch das 0:2 verhindert hatte, kamen die Sportfreunde in der 84. Spielminute zum Ausgleich durch Aleksandar Kotuljac. Nach einer weiteren Flanke durch Hohnstedt, stand er am zweiten Pfosten genau richtig und hämmerte den Ball unter den Querbalken.

In der Folge erhöhten die Lotteraner noch einmal den Druck, so dass Wiedenbrück kaum noch für Entlastung sorgen konnte. Dieser Einsatz machte sich schließlich bezahlt. Per Kopf sorgte Roman Prokoph für die Entscheidung zu Gunsten von Lotte. Kevin Freibergers perfekte Flanke versenkte Prokoph mustergültig ins lange Eck.

Mike Wunderlich brachte Viktoria Köln zurück in die Erfolgsspur.

Wunderlich und Müller treffen für Viktoria

Der FC Viktoria Köln ist gegen den Wuppertaler SV per 2:0 (0:0) wieder in die Erfolgsspur gekommen. David Müller und Mike Wunderlich erzielten beim verdienten Heimsieg der Mannschaft von Trainer Ralf Aussem die Treffer vor 843 Zuschauer im Sportpark Höhenberg.

Viktoria knüpfte dabei in Sachen Kompaktheit und Überlegenheit an das letzte Spiel gegen Wiedenbrück an, wusste jedoch seine Spitzen von Beginn an in Szene zu setzen. Ercan Aydogmus hätte sich an diesem Tag mehrfach in die Torschützenliste eintragen können, doch er scheiterte, wie in der 24. Minute aus kurzer Distanz am Torhüter der Gäste.

In der 50. Minute war es wieder Aydogmus, der eine Wunderlich-Flanke aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen konnte. Aydogmus aber kämpfte, wie alle Akteure unerbittlich gegen Ball und Gegner und so war es David Müller, der nach fast einer Stunde die umjubelte Führung erzielte. Kapitän Mike Wunderlich, der mit seinem hohen Laufpensum immer wieder Räume schaffte, passte vor dem Tor auf Müller, der eiskalt in der Mitte verwandelte.

Eine Viertelstunde vor Schluss fiel dann die Entscheidung. Nach tollem Sololauf über die linke Seite gelangte Mike Wunderlich in den Strafraum und ließ dem Gästekeeper mit einem trockenen Schuss zum 2:0 keine Chance. Wunderlichs 15. Saisontreffer war gleichzeitig der Schlusspunkt unter einer guten Partie, die Coach Ralf Aussem wie folgt analysierte: "Mein Team hat sich heute für den hohen Aufwand belohnt und aus den vielen Chancen auch Tore erzielt."

FC Kray knöpft RWE im Derby einen Punkt ab

Aufsteiger FC Kray hat im Lokalderby der Fußball-Regionalliga West für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Gegen den großen Nachbarn Rot-Weiss Essen erkämpfte das Schlusslicht ein respektables torloses Unentschieden. Mann des Tages war FCK-Torwart Omar Allouche, der in der 68. Minute einen Handelfmeter von Benedikt Koep abwehren konnte.

7628 Zuschauer im Stadion Essen erlebten eine schwache erste Hälfte, in der der Favorit nahezu kein Mittel fand, die dicht gestaffelte Defensive der Krayer zu knacken. Die einzige nennenswerte Möglichkeit hatte Kerim Avci (32.), der bei einem 18-Meter-Schuss in Omar Allouche seinen Meister fand.

Nach dem Wechsel wurden die Rot-Weissen etwas stärker, gingen mit ihren Chancen jedoch fahrlässig um. Benedikt Koep traf freistehend nur den Außenpfosten (56.), Kerim Avci scheiterte erneut an Omar Allouche (60.), und der wieder genesene Markus Heppke verzog aus fünf Metern (61.), ehe Koep zum zweiten Mal binnen zwei Wochen einen Elfmeter ungenutzt ließ. Bei einer Flanke von Holger Lemke war Hussein Allouche der Ball an die Hand gesprungen. „Von zehn Schiedsrichtern pfeifen fünf und fünf nicht“, äußerte sich FCK-Trainer Dirk Wißel, der seiner Mannschaft ein dickes Lob aussprach: „Wir haben einen guten Job gemacht. Die Mannschaft hat es über weite Strecken geschafft, RWE nicht ins Spiel kommen zu lassen.“

Sein Kollege Waldemar Wrobel war nach der zweiten Enttäuschung binnen vier Tagen bedient: „Ich bin maßlos enttäuscht. Was unsere Mannschaft über 90 Minuten angeboten hat, war nicht gut. Das ist nicht unser Anspruch. Wir wollten eine ganz andere Körpersprache an den Tag legen.“

Der MSV sicherte sich einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Die U 23 aus Bochum erzielte in der 25. Minute den 1:0-Führungstreffer. Nach einem Freistoß nutzte Sven Kreyer eine Unordnung im Duisburger Strafraum. „Meiner Meinung nach handelte es sich bei dem Treffer um ein halbes Eigentor. Die Zuordnung stimmte vorne und hinten nicht, so ein Tor darf nicht fallen“, analysierte MSV-Coach Manfred Wölpper.

Trotz zahlreicher (Groß-) Chancen durch vorwiegend Marcel Kalski in beiden Spielhälften gelang den Zebras erst in der 80. Minute der Ausgleichstreffer. Der gerade eingewechselte Maik Goralski erzielte das 1:1.

Den Zebras war die Unsicherheit nach der 0:6-Niederlage gegen Schalke am letzten Spieltag anzumerken. „Jeder, der mal Fußball gespielt hat weiß, dass so eine Brause, die wir bekommen haben, blockiert. Es fehlte uns einfach das Selbstbewusstsein – der Kopf spielt nach so einer Niederlage eine große Rolle“, resümierte Wölpper.

Quelle: WFLV/Leroi/Vereine

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