Westdeutscher Fussballverband e.V.
Verbandsnews 13.05.2014

Sportanlagenlärmschutz-Verordnung:
Präzisierungen zum Altanlagenbonus

Wichtige Infos für Vereine

Die Sportanlagenlärmschutz-Verordnung im Blickpunkt.

Die Freizeit spielt in unserer Gesellschaft eine bedeutende Rolle. Dabei sind aus der Sicht des Geräuschimmissionsschutzes insbesondere die Freizeitbetätigungen problematisch, die im Freien ausgeübt werden. Verschärft wird dieses Problem noch dadurch, dass man einer Freizeitbetätigung zumeist gerade dann nachgeht, wenn andere ihre Freizeit in Ruhe genießen wollen. So ergeben sich hier die meisten Konflikte in den frühen Abendstunden sowie an Wochenenden oder Feiertagen bei schönem Wetter.

Der Gesetzgeber unterscheidet bei der Beurteilung von Geräuschimmissionen sehr klar zwischen Sportanlagen, die zur Sportausübung bestimmt sind (z. B. Tennisplätze, Schwimmbäder, Bezirkssportanlagen), und Freizeitanlagen, die zur Gestaltung der Freizeit genutzt werden (z. B. Rummelplätze, Freilichtbühnen, Hundedressurplätze; aber auch Erlebnisbäder, die zum Schwimmen ungeeignet sind). Der Grund für die unterschiedliche Bewertung der Geräuschimmissionen aus diesen Anlagen liegt in der Funktion, die die Sportausübung in sozialer und gesundheitlicher Sicht besitzt.

Die Ministerien für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbrauerschutz, sowie für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen hat in diesem Zusammenhang  über die nunmehr erlassene "18. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes: Sportanlagenlärmschutz-Verordnung" informiert. Zum Umgang mit dem Altanlagenbonus gem. § 5 abs. 4 18. BlmSchV. wurden einige Grundsatzfragen geklärt. Den kompletten Erlass finden Sie zum Download unten auf dieser Seite.

Mit diesem Erlass wird der Umgang mit dem sogenannten Altanlagenbonus der Sportanlagenlärmschutzverordnung, der den Bestandsschutz bestehender Sportanlagen regelt, präzisiert und Baumaßnahmen aufgeführt, die nicht zum Verlust des

Altanlagenbonus führen, d. h. Betriebszeitenbeschränkungen können aufgrund von bestimmten Modernisierungs-, Sanierungs-, Umbau- und Neubaumaßnahmen bei Sportanlagen, die vor dem 18. Juli 1991 errichtet wurden, nicht auferlegt werden.

Im Anhang 1 des Erlasses sind die Maßnahmen aufgeführt, die  in der Regel nicht zu einem Verlust des Altanlagenbonus führen, zum Beispiel

- Flutlichtanlagen bis 10m Höhe

- Sanierung und Modernisierung von Sportplätzen durch Umwandlung von Tennenplätzen bzw. Rasenplätzen in Kunststoffrasenplätzen

- Erneuerung von Zuschauerplätzen

- Neubau von Vereinsheimen

- Neubau oder Austausch einer Lautsprecheranlage

- Erweiterung der Sanitär- und Umkleidebereiche

Erlass Sportanlagenlärmschutzverordnung Altanlagenbonus 2014

Erlass Sportanlagenlärmschutzverordnung Altanlagenbonus 2014

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