Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 23.11.2012

Sportfreundeduell in der Regionalliga West

Ein heimstarkes Team: SF Lotte

Im Sportfreunde-Duell treffen die beiden Titelaspiranten und Tabellennachbarn Sportfreunde Lotte und Sportfreunde Siegen am Freitag (ab 19 Uhr) im Rahmen des 17. Spieltages in der Regionalliga West aufeinander. Die Gastgeber sind am heimischen Lotter Kreuz noch ungeschlagen und führen die Heimtabelle an. Siegen ist nach Spitzenreiter FC Viktoria Köln jedoch die stärkste Auswärtsmannschaft der Liga, kassierte zuletzt aber bei der Bochumer Reserve (1:2) die erste Niederlage auf fremden Plätzen. Beide Sportfreunde-Teams gehen punktgleich (je 31 Zähler) in die Partie und könnten mit einem Sieg auf Rang vier vorrücken.

„Es hat wegen unseres großen personellen Umbruchs vor Saisonbeginn viel Zeit in Anspruch genommen, die Automatismen zu erarbeiten. Wir haben in jedem Training daran gefeilt, Videostudium betrieben, viele Gespräche geführt und an der Taktiktafel gearbeitet. Meine Mannschaft hat dabei eine vorbildliche Einstellung an den Tag gelegt“, sagt Lottes Trainer Maik Walpurgis und erklärt damit den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen (13 von 15 möglichen Punkten aus fünf Spielen).

„Unsere überwiegend guten Leistungen aus den vergangenen Wochen können und müssen wir nun auch auf hohem Niveau gegen die anderen Top-Mannschaft aus der Liga zeigen“, so der 39-Jährige, der gegen Siegen verletzungsbedingt auf Julian Loose, Henning Grieneisen und Julian Westermann verzichten muss.

Nach der deutlichen Niederlage in Lotte (1:4), dem vierten Spiel in Serie ohne Sieg, hatte Rot-Weiß Oberhausens Trainer Peter Kunkel „lange Gespräche“ mit der Mannschaft angekündigt. Ob diese gefruchtet haben, wird die Partie des Drittliga-Absteigers am Freitag (ab 19.30 Uhr) gegen die U 23 von Bayer 04 Leverkusen zeigen.

Die „kleine Werkself“ geht weiterhin durch eine Achterbahn der Gefühle, bei der sich starke Auftritte und schwache Leistungen regelmäßig abwechseln. Zusätzliches Problem für Bayer-Trainer Ralf Minge: Gleich sechs seiner Spieler gehörten noch am Donnerstag zum Leverkusener Profikader für die Partie in der Europa League bei Metalist Charkow.

 

Lottners Rückkehr an alte Wirkungsstätte beim MSV

Die U 23 des MSV Duisburg empfängt bereits am Freitagnachmittag (ab 14.30 Uhr) zum Auftakt der 17. Runde die Reserve des 1. FC Köln. Dabei gastiert FC-Trainer Dirk Lottner an seiner früheren Wirkungsstätte. Als Kapitän war der heute 40-jährige Kölner im Jahr 2005 mit den „Zebras“ in die Bundesliga aufgestiegen. Es war bis heute Lottners einzige Station außerhalb des Rheinlandes. Nach dem direkten Wiederabstieg kehrte der Linksfuß zu den „Geißböcken“ zurück, um in der Kölner Reserve seine aktive Karriere zu beenden und seine Trainerlaufbahn zu beginnen.

Die beiden Mannschaften, die sich zum ersten Mal überhaupt in der Regionalliga gegenüberstehen, befinden sich in einer guten Verfassung. Die Duisburger sind seit drei Partien, die Kölner sogar schon seit fünf Spieltagen ungeschlagen.

 

Kölner Rivalen Viktoria und Fortuna im Kampf um die Spitze

Das Spitzenspiel der Regionalliga West steigt am Samstag (ab 14 Uhr) im aller Voraussicht nach mit rund 6.000 Zuschauern ausverkauften Kölner Flughafenstadion (Sportpark Höhenberg), so Spitzenreiter FC Viktoria im Stadtduell den nur einen Punkt zurückliegenden Tabellendritten SC Fortuna empfängt.

Die Fortunen Sebastian Zinke und Dominique Ndjeng haben ihre Gelbsperren abgesessen und stehen ihrem Trainer Uwe Koschinat ebenso wie Maurice Kühn nach überstandener Grippe wieder zur Verfügung. Einzig Stürmer Steffen Moritz (Schienbeinverletzung) fehlt langzeitverletzt. Die Viktoria muss ihren Kapitän und Torjäger Mike Wunderlich ersetzen, der wegen eines doppelten Bänder- und Kapselrisses bis zum Jahresende ausfallen wird.

„Die individuelle Qualität der Viktoria ist das Nonplusultra in der gesamten Liga“ sagt Fortuna-Trainer Koschinat. „Die Mannschaft ist sehr effizient, benötigt nur wenige Chancen für ein Tor. Wir dürfen den Individualisten nicht zu viel Raum lassen und müssen die Fortuna-Tugenden in die Waagschale werfen. Dann sind wir alles andere als chancenlos. Bisher haben wir uns in fast allen Top-Partien immer gut aus der Affäre gezogen. Das zeigt, dass wir uns auf solche Begegnungen gut einstellen können.“

 

Derby zwischen WSV und RWE live bei Sport1

Eine weitere Schlagerpartie findet zeitgleich im Stadion am Zoo statt, wo der Wuppertaler SV Borussia den „Erzrivalen“ Rot-Weiss Essen zum Derby empfängt. Das Duell der beiden früheren Bundesligisten wird live bei Sport1 übertragen. Im ersten Heimspiel unter dem neuen Trainer Jörg Jung, der vor zwei Wochen Hans-Günter Bruns beerbt hatte, will der WSV seine Negativserie beenden und nach acht Partien mit nur einem Sieg (3:1 gegen Oberhausen) wieder einen Dreier einfahren. „Ich hoffe auf viele Zuschauer und in diesem wichtigen Spiel auf ein gutes Ergebnis. Die sportliche Rivalität zwischen beiden Vereinen ist von jeher groß“, sagt der langjährige WSV-Präsident Friedhelm Runge.

Rot-Weiss ist derweil auf Wiedergutmachung für das Derby in der vergangenen Saison aus. Damals musste RWE eine 2:5-Auswärtsniederlage in Wuppertal verdauen. Für den Essener Kapitän Markus Heppke gibt es ein erneutes Wiedersehen mit seinem ehemaligen Arbeitgeber. In der Saison 2010/2011 hatte der Mittelfeldspieler 34 Partien für die Bergischen absolviert. „Wir haben in dieser Saison schon oft gezeigt, was wir können. Das wollen wir auch beim WSV unter Beweis stellen“, sagt Heppke. Die Rot-Weissen, bei denen Christian Telch definitiv ausfällt, sind seit neun Spielen unbesiegt.

 

„Didi“ Schacht vor Wiedersehen mit Ex-Klub Schalke

Ohne den gesperrten Gino Windmüller muss der SV Bergisch Gladbach 09 ebenfalls am Samstag (ab 14 Uhr) bei der U 23 des FC Schalke 04 antreten. Die Partie im Bottroper Jahnstadion ist das erste Spiel in dieser Saison, in dem der 23-jährige Mittelfeldspieler nicht in der Startelf der Bergischen stehen wird. Für Windmüllers Trainer Dietmar „Didi“ Schacht, der einst als Profi Kapitän der Schalker war, gibt es ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub.

Die „kleinen Knappen“ gehen als Tabellenzweiter punktgleich mit Viktoria Köln (beide 36 Zähler) in die Begegnung und haben fünf ihrer vergangenen sechs Partien für sich entschieden. Bei einem Patzer der Domstädter die Tabellenführung übernehmen.

Eine Serie von gleich drei Auswärtsspielen in Folge beginnt für die SSVg. Velbert gleichzeitig bei der Reserve des VfL Bochum. Die Gastgeber müssen auf ihren Kapitän Dimitrios Grammozis verzichten, der wegen der fünften Gelben Karte ein Spiel pausieren muss. Es ist erst die zweite Partie in der laufenden Saison, die der 34-jährige Mittelfeldroutinier verpasst.

Mit dem FC Kray empfängt Stürmer Timur Karagülmez am Samstag (ab 14 Uhr) seinen ehemaligen Klub VfB Hüls, für den er in 97 Spielen 26 Tore erzielt hatte. Mangelnde Treffsicherheit ist bei den Essenern einer der Gründe, warum sie seit elf Spieltagen nicht mehr gewonnen haben und als Schlusslicht in diese Begegnung zweier Konkurrenten im Rennen um den Klassenerhalt gehen. Das weiß auch Krays Trainer Dirk Wißel. „Unsere taktische Ordnung stimmt. Aber was wir in den letzten Wochen an Torchancen auslassen, geht auf keine Kuhhaut“, so Wißel. „Uns fehlt das berühmte Erfolgserlebnis, um den richtigen Dreh zu bekommen.“

Gegen Hüls muss der Trainer verletzungsbedingt auf Kirill Naoumov, Dennis Wibbe, Felix Scheider, Kevin Sokhan-Sanj und Ilias Elouriachi verzichten. Außerdem muss Philipp Schmidt wegen einer Rotsperre zuschauen. Den Hülsern fehlt der vom DFB-Sportgericht noch bis Mitte Januar gesperrte Dirk Jasmund.

 

Theo Schneider gibt Einstand beim SC Wiedenbrück 2000

Seinen Einstand als neuer Trainer des SC Wiedenbrück 2000 und Nachfolger des beurlaubten Markus Reiter gibt Theo Schneider (zuletzt Rot-Weiß Oberhausen) am Samstag (ab 14 Uhr) im Heimspiel gegen den direkten Abstiegs-Konkurrenten Fortuna Düsseldorf II. Die Ostwestfalen warten seit sieben Partien auf einen Sieg. „Bei sechs Absteigern in dieser Saison geht es für uns kurzfristig nur darum, über den Strich zu kommen“, so Schneider. „Spiele gegen die direkte Konkurrenz sind da besonders wichtig.“

Die Gäste aus Düsseldorf müssen auf die gesperrten Dennis Krol (Gelb-Rot) und Fabio Fahrian (Gelbsperre) verzichten und gewannen nur eine ihrer jüngsten sechs Partien.

Auch die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach benötigt „endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis“, weiß Stürmer Marcel Platzek vor dem Heimspiel seiner „Fohlen“ gegen den SC Verl. „Natürlich macht es mehr Spaß, wenn man oben steht. Doch wir sind nun einmal in diese Lage hineingeraten und müssen uns jetzt gemeinsam der Situation stellen. Genug Potenzial in der Mannschaft haben wir.“ Aktuell belegt die Borussia einen Abstiegsplatz. Die Verler haben dagegen nur eine ihrer vergangenen sechs Partien verloren.

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