Westdeutscher Fussballverband e.V.
Futsal 26.02.2013

Panthers Köln besiegen Meister Münster,
Uerdingen sichert DM-Viertelfinal-Einzug

WFLV-Futsal-Liga

Der UFC Münster feierte den WFLV-Titel. (Foto: WFLV/Leroi)

Der Support war gigantisch und hat in der Geschichte des westdeutschen Futsals sogar für ein Novum gesorgt. Denn am finalen Spieltag der Saison 2012/13 in Schwerte musste erstmals eine Partie wegen einer Choreographie aus dem Zuschauerblock unterbrochen werden musste. Allerdings sorgten keine gefährlichen und verbotenen Bengalos für Chaos, sondern jede Menge Papierschnipsel.

2005 handgezählte Pilskragen wurden von den enthusiastischen Fans der heimischen Holzpfosten Schwerte in die Luft gewirbelt und landeten zum Großteil auf dem Spielfeld. Wegen Rutschgefahr wurde die Uhr angehalten. Erst als das Papier entfernt wurde, konnte weitergespielt werden. „Geplant war die Unterbrechung nicht, sorry“, entschuldigten sich die Fans später ganz offiziell.

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Typisch Holzpfosten Schwerte eben! Denn traditionell ist die Stimmung bei den Heimspielen der Westfalen extrem gut, Futsal wird in Schwerte fantastisch angenommen. “Ganz stark, was in Schwerte auf die Beine gestellt wird“, zollten auch die angereisten Kontrahenten aus, Köln, Krefeld, Siegen und Co. ihren Respekt. Auch diesmal war die Alfred-Berg-Sporthalle prall mit Zuschauern gefüllt – und natürlich hatten sich die Fans einiges einfallen lassen. Auffällig nicht nur das schöne Transparent „Hier schlägt das Herz des Futsals“.

Es schlägt ganz eindeutig im Westen. Zum Abschluss der WFLV-Futsal-Liga standen vier Partien auf dem Programm – und es ging bis zum Schluss richtig spannend zur Sache. Zunächst machte Sportfreunde Uni Siegen mit einem 7:1 gegen Schlusslicht und Absteiger PSV Wesel-Lackhausen den Klassenverbleib perfekt.

Danach drehten die Panthers Köln auf und verpassten Rekordmeister UFC Münster per 7:5 die erste Saisonpleite. Köln gelang damit ein großer Schritt im Kampf um den Klassenverbleib. Im Match ging es schnell und trickreich zur Sache. Münster hatte den Titel zwar schon drei Wochen zuvor perfekt gemacht, schonte sich aber nicht. Köln hatte indes mehr Biss und siegte nach packender Schlussphase verdient.

 

Nach dem Spiel erhielt der UFC Münster aus der Hand des WFLV-Präsidiumsmitglieds Klaus Jahn (Ausschuss-Vorsitzender Freizeit- und Breitensport) den Meisterpokal. Für Münster war es bereits der sechste westdeutsche Titel. "Dass wir schon wieder oben stehen, ist ein Phänomen. Der Erfolg ist quasi generationsübergreifend. Es kamen in den Jahren viele neue Spieler, die einfach Spaß auf diesen Sport haben", versuchte UFC-Teammanager Georg von Coelln den abermaligen Triumph zu erklären.

"Eine große Rolle spielt der Zusammenhalt", meinte von Coelln. Münster spielte mit wenigen Ausnahmen eine perfekte Saison, nur zwei Partien wurden nicht gewonnen. „Dabei treffen wir in der Liga auf tolle Gegner. Die WFLV-Futsal-Liga ist mit Sicherheit die Stärkste in Deutschland“, erklärte der Münsteraner, der guter Dinge ist, dass es auch in Zukunft viele gute Spieler in der Studentenstadt Münster gibt: „Wir lieben alle Futsal, das ist die beste Voraussetzung.“

UPDATE: Im DM-Viertelfinale am 16. März hat Münster Heimrecht gegen VFL 05 Hohenstein-Ernstthal aus Sachsen. Zweiter beim nordostdeutschen Regionalentscheid wurde Croatia Berlin.

Mit der Pokalübergabe waren die letzten Entscheidungen aber noch nicht gefallen. Die Abstiegsfrage musste noch geklärt werden. Ebenso war die WFLV-Vizemeisterschaft noch offen. Die damit verbundene Qualifikation für das DM-Viertelfinale sicherte sich Bayer Uerdingen durch ein denkbar knappes 1:1 gegen die Düsseldorf Lions. Den punktgleichen Holzpfosten Schwerte, die 5:4 gegen Selecao Wuppertal siegten, blieb damit nur der undankbare dritte Tabellenplatz. Im direkten Vergleich lag Uerdingen vorne.

Im Viertelfinale hat der SC Bayer 05 Heimrecht im Bayer-Sportpark und spielt am 16. März gegen den Norddeutschen Meister SC Yasar Hamburg. Die Uhrzeit wird noch bekanntgegeben.

Schlusslicht PSV Wesel-Lackhausen und Selecao Wuppertal sind die direkten Absteiger. Davor beendeten die Düsseldorf Lions, die Sportfreunde Siegen und die Panthers Köln die Saison mit jeweils 16 Punkten. Nach Berechnung der direkten Vergleiche konnten Düsseldorf und Siegen den Klassenverbleib feiern. Köln bliebt die Hoffnung auf die Relegation.

Quelle: WFLV/Leroi

Spielberechtigungen Regionalliga West