Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 03.09.2015

Starke WM-Leistung:
Katharina Molitor feiert Speerwurf-Gold

Drei Europameisterschaften, drei Weltmeisterschaften, zwei Olympische Spiele: Speerwerferin Katharina Molitor (TSV Bayer 04 Leverkusen) zählt seit fast zehn Jahren zur internationalen Spitze. Bei der WM in China hat sie bei der WM in Peking (China) mit Bestleistung von 67,69 Metern ihre erste Medaille geholt, es wurde gleich Gold.

Es war der letzte Wurf Katharina Molitors, es war der letzte Wurf des Speerwurf-Finales bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften.

Die Leverkusenerin lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei. Bronze hatte sie sicher, das wäre auch schon ein großer Erfolg gewesen. „Man spürt schon, dass es weit war. Aber nicht so weit. Ich kann mich auch gar nicht mehr an den Wurf erinnern“, räumt sie ein. Selbst bei der Siegerehrung wusste sie noch nicht, wie weit sie genau geworfen hatte.

Sie wusste nur: Es hat für Gold gereicht. Es waren exakt 67,69 Meter.

Natürlich persönliche Bestleistung. Auch über das ganze Jahr hat niemand in der Welt weiter geworfen. Ein krönender Abschluss der WM für das deutsche Team. Und die einzige Medaille für eine Athletin aus dem LVN.

Katharina Molitor kam im zweiten Durchgang auf 64,74 Meter. Damit setzte sie sich an die Spitze des Feldes und blieb dort erstaunlich lang. Ihr dicht auf den Fersen waren die Chinesin Huihui Lyu (64,72) und die Titelverteidigerin Christina Obergföll mit 64,61 Metern. Erst ab dem vierten Durchgang flogen die Speere einer WM angemessen weit. Die Südafrikanerin Sunette Viljoen eröffnete mit 65,79 Metern den Reigen.

Die Fans auf den Tribünen tobten, als Huihui Lyu sich im fünften Versuch mit 66,13 Meter an die Spitze des Feldes setzte. Obergföll konnte sich nicht mehr steigern und wurde am Ende Vierte. Christin Hussong, gerade einmal 21 Jahre alt, erreichte bei ihrer ersten WM mit

62,98 Meter Platz sechs und war damit hochzufrieden. Ihr Potential hat sie angedeutet.

Und dann stand Katharina Molitor am Anlauf. Sechster Durchgang. Da sie nach dem Vorkampf geführt hatte, war sie die letzte, die werfen durfte.

„Ich habe direkt auf die Leinwand geguckt“, erinnert sich die 31-Jährige an den entscheidenden Augenblick ihrer sportlichen Karriere.

Und noch bevor die Weite auf der Anzeige erschien, wusste sie, das war der Gold-Wurf.

Text: Wolfgang Birkenstock/LVN

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