Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 28.01.2013

Tatjana Pinto und Julian Reus mit EM-Norm

Tatjana Pinto (rechts) stürmt im 60m-Finale zum Sieg. Foto: Peter Middel

Tatjana Pinto (LG Ratio Münster) und Julian Reus (TV Wattenscheid) unterboten bei den westfälischen Leichtathletik-Meisterschaften in Bielefeld die Qualifikationsnorm für die Hallen-Europameisterschaften vom 1. bis 3. März in Göteborg.

Tatjana Pinto blieb bereits im 60m-Vorlauf mit ausgezeichneten 7,23 Sekunden fünf Hundertstelsekunden unter dem geforderten EM-Limit. Im Finale erreichte die letzt jährige DM-Zweite 7,26 Sekunden und lag damit klar vor der Wattenscheiderin Esther Cremer (7,55 Sek.).

„Der Auslauf war in der Seidensticker Halle mit 15 Metern relativ kurz, so dass ich im Endlauf zum Schluss ein wenig das Gas herausgenommen habe. Von meinem Gefühl her hatte ich nicht damit gerechnet, dass im Vorlauf für mich eine Zeit von 7,23 Sekunden herausspringen würde- eher langsamer“ erklärte Tatjana Pinto, für die ihr Auftritt in Bielefeld eine Bestätigung war, dass sie sich momentan auf dem richtigen Weg befindet.

In einer hervorragenden Form präsentierte sich auch Julian Reus (TV Wattenscheid), der im 60m-Vorlauf mit 6,65 Sekunden ebenfalls unter der Norm für die Hallen-EM in Göteborg blieb. Um sich bei dem kurzen Auslauf nicht zu verletzen, sprintete er wie Tatjana Pinto ebenfalls nicht voll durch. Dennoch erreichte er als Sieger beachtliche 6,68 Sekunden.

Für eine weitere gute Sprintleistung sorgte Maike Dix (TV Wattenscheid), die  über 200m als sichere Siegerin ihre persönliche Hallenbestzeit von 24,07 auf respektable 23,89 Sekunden verbesserte und sich  damit vor Gina Lückenkemper (LAZ Soest, 24,07 Sek.) und Katharina Grompe (LG Olympia Dortmund, 24,31 Sek.) durchsetzte. „Wegen meines Bänderrisses, den ich mir beim Trainingslager des NRW-Teams international auf Teneriffa zugezogen hatte, habe ich in den letzten Wochen nur eingeschränkt trainieren können und auf Kurvenläufe weitgehend verzichtet. Daher bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden, denn ich habe noch Luft nach oben,“ zeigte sich die 26-jährige Wattenscheiderin optimistisch.

Glänzend aufgelegt zeigte sich die erst 15-jährige Gina Lückenkemper (LAZ Soest), die auf der Hallenrunde ihre erst eine Woche alte Bestzeit von 24,21 auf 24,07 Sekunde steigerte. „Dabei habe ich noch den Start richtig verpennt. In der Bielefelder Halle kann man auf einem Mondo-Belag laufen. Solche Bahnen liebe ich, so dass ich bereits vor dem Start vom  Kopf her ein gutes Gefühl hatte,“ berichtete die 15-jährige Schülerin von Coach Harald Bottin., deren Formkurve momentan steil nach oben zeigt.

Weiter aufwärts geht es auch mit der Vorjahresjugendlichen Katharina Grompe (LG Olympia Dortmund), die sich über 200m mit 24,31 Sekunden genauso wie über 60m 7,60 Sekunden (Vorlauf) für die Hallen-DM in Dortmund qualifizierte.

Eine Augenweise war die Vorstellung von Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid), die über 60m-Hürden in 8,35 Sekunden allen die Fersen zeigte.

Erstmalig an deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen wird auch Lisa Kurschilgen (TV Wattenscheid) teilnehmen, die sich im Weitsprung über ihre neue persönliche Bestweite von 6,18m freute. „Mein letzjähriger  Wechsel zum TV Wattenscheid und zu meinen Trainer Peter Schnabel zahlt sich nun aus, denn ich mache im Training einiges anders,“ erläuterte die 22-jährige Wattenscheiderin.

Stephan Zenker meldet sich zurück

Im Weitsprung der Männer meldete sich Stephan Zenker (TV Gladbeck) als Sieger mit viel versprechenden 7,47m zurück.

Der 21-jährige Gladbecker musste wegen zweier Bänderrisse zwei Jahre lang aussetzen. „Ich danke vor allem meinen Physiotherapeuten, ohne deren Hilfe ich nicht wieder dahin gekommen wäre, wo ich jetzt bin, “ erklärte Zenker, der seinen letzten Westfalen-Titel vor drei Jahren an gleicher Stelle mit 7,22m gewann.

Im Kugelstoßen der Männer erfreute Leonid Ekimov (LC Paderborn). Der 22-jährige Paderborner, der erst seit zwei Jahren Leichtathletik betreibt, verließ als sicherer Sieger mit 17,82m den Ring.

 

Quelle: FLVW/Peter Middel

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