Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 06.05.2014

Tim Arne Sidenstein im Rausch
zu einer neuen Bestzeit

Tim Arne Sidenstein (Foto: Peter Middel)

Die über 500 -km- lange Reise nach Aichach (nördl. von München) zu den deutschen Meisterschaften im 10.000 m Lauf war für die SG Wenden ein voller Erfolg. Auf den 25 Runden im Stadion lieferte Tim Arne Sidenstein ein sensationelles Rennen ab und hat seine Zugehörigkeit zu Deutschlands Laufelite eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

In einem perfekten Rennen belegte er in einer grandiosen neuen persönlichen Bestzeit von 29:03,05 min den 4. Platz und schrammte nur um 6/10tel  Sekunden an der Bronzemedaille und nur 28 Sekunden an der Qualifikation  für die EM in Zürich, vorbei. Erst vor wenigen Wochen hatte er sich in Salzkotten bei den   westdeutschen Meisterschaften auf 29:50 min gesteigert. Während sich die meisten  Mitmenschen um 20.45 Uhr gemütlich dem Samstagabend Programm widmen, wurden Deutschlands beste Langstreckler in Aichach auf die "Reise" geschickt. Tim Arne  Sidenstein selbst bezeichnete die äußeren Bedingungen- im Stadion wurden 5°C  gemessen- als ideal.

5000 m-Marke in 14:32 Sekunden

Die 5000 m Marke passierte eine große Gruppe, mit dem SG  Läufer noch auf Platz 8 liegend, in 14:32 min. Tim Arne Sidenstein:"Ich war ganz  mutig und bin das hohe Tempo  mitgegangen. Aber es lief auch sehr gut und ich  hatte schon ein gutes Gefühl." Auf den folgenden Kilometern wurde die Gruppe wie gewohnt kleiner. "In der Zweiten Rennhälfte hatte sich eine gute Gruppe mit Nico Sonnenberg (Frankfurt), Fabian Clarkson (Berlin), Tobias Schreindl (Passau)  gefunden, die das Tempo hochhielt und in der ich sehr gut mitlaufen konnte. Die ersten Beiden vorn waren schon weg. Zum Schluss ging es noch mal richtig zur Sache. und ich laufe eine 29:03 min - Wahnsinn", so ein völlig entfesselter Tim Arne Sidenstein nach dem Wettkampf. In der Tat konnte der SG Läufer auf dem letzten Kilometer noch einmal  auf etwa 2:48 min beschleunigen. Trainer Egon Bröcher:"Es war ein sehr  hochkarätiges Rennen, das es so schon Jahre nicht mehr gegeben hat. Im vorigen Jahr wäre Tim damit deutscher Meister geworden -heute Vierter.  Dennoch super stark gemacht. Die Trainingsergebnisse in den letzten 2 Wochen waren schon gut.

Bei optimaler Umsetzung hätte man eine 29:30-29:40 min erwarten können. Es war richtig, dass wir auf die Halbmarathonmeisterschaften im April verzichtet und uns, auch im Trainingslager, auf die 10000 m konzentriert haben. Ich bin immer noch hin und weg...". 

Gewonnen hat am Ende Richard Ringer aus Friedrichshafen, in 28:29 min, der damit die Norm für die EM 2014 um
6 Sekunden unterbieten konnte. In 28:54 min ging Platz 2 an den Leipziger Jakob Siller (28:54 min) und Platz drei an Nico Sonnenberg.

 

Quelle: FLVW/Kunibert Rademacher

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