Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 20.11.2013

Tim-Arne Sidenstein siegte auf "echter" Cross-Strecke

Westfälischen Crossmeisterschaften in Oelde (Foto: Leo Monz-Dietz)

Tim-Arne Sidenstein (SG Wenden), der für die Mittel- und Langstrecke gemeldet war, beschränkte sich bei den westfälischen Crossmeisterschaften in Oelde auf den Start über 10000m und siegte auf der extrem harten Strecke in 34:04 Minuten vor Yohannes Hailu Atey (TUS Deuz, 34:45 Min.) und Christian Biele (SG Wenden, 34:51 Min.).

In der Mannschaftswertung gelang der SG Wenden ein eindrucksvoller Doppelerfolg. Der Junioren-Titel ging an den Zweitplatzierten im Gesamteinlauf, Yohannes Hailu Atey.

Im Lauf der Männer-Mittelstreckler über 4000m legte Hendrik Pohle (SV Brackwede, 5. in 13:17 Min.) zu Beginn  ein recht hohes Tempo vor. Der Brackweder wurde anschließend jedoch in der Führungsarbeit abgelöst von Fynn Schwiegelshohn (LG Olympia Dortmund), der im Ziel in 12:51 Minuten vor Thorben Dietz ( 12:59 Min.) und Julian Kalhoff (beide LG Dorsten, 13:06 Min.) lag. In der Mannschaftswertung kamen Thorben Dietz, Julian Kalhoff und Jan Blöß von der LG Dorsten mit 25 Punkten zu Titelehren vor der SG Wenden (30 P.) und dem LC Rapid Dortmund (46 P.).

Erfolgreiche Titelverteidigung für Sandra Lüring

Bei den Frauen gelang Sandra Lüring (LG Ratio Münster) über 5100m eine sichere Titelverteidigung vor Johanna Rellensmann (LSF Münster, 20:37 Min.) und Frederike Straeten (LG Ratio Münster, 1. U23 in 20:43 Min.). Der Mannschaftstitel ging an die in letzter Zeit recht erfolgreichen Läuferinnen des TUS Deuz (Rebekka Otterbach, Dr. Nina Caprice Giehl, Gresia-GraceJochindke).Im Lauf der männlichen Jugend lieferte Leif Gunkel (SG Fretter, U18) eine ganz überzeugende Vorstellung ab. Früh setzte er sich vom Feld ab und gewann überlegen vor Malik Farhat (LG Hamm-Kamen-Holzwickede, 13:56 Min.). U20-Sieger wurde Paul Kochhäuser (LGO Dortmund) in 14:02 Minuten.

Bei der weiblichen Jugend über 2600m drehte eine Woche nach dem Crosslauf in Pforzheim die U18-WM-Siebte (800 m), Mareen Kalis (LC Paderborn), den Spieß um und gewann in der Klasse U 18 in 9:48 Minuten  vor ihrer Teamkollegin Tatjana Schulte (9:55 Min.)  und Marina Wrede (LGO Dortmund, 10:00 Min.). In der Klasse U 20 konnte sich Vanessa Guting (LG Olympia Dortmund)  über den Titelgewinn in 10:08 Minuten freuen.

Bemerkenswert war, dass die Deutsche U18-Meisterin im 400-m-Hürdenlauf, Laura Nürnberger (SC Union 08 Lüdinghausen),  im Gesamteinlauf der U18 und der U20 über 2.600 m auf der schwierigen Strecke als Siebte in 10:39 Minuten ins Ziel kam und damit Kraftausdauer- und Willensqualitäten unter Beweis stellte.

U18 - schneller als U20-Athleten

Sowohl bei der männlichen als auch bei der weiblichen Jugendlichen fiel auf, dass die U18-Athleten vor den U20-Läuferinnen und Läufern das Ziel erreichten.

Im Lauf der weiblichen Jugend U16   gab es bis zum Ziel einen spannenden Kampf zwischen Pauline Meyer (TV Westfalia Epe, 10:05 Min.) und den Zwillingen Lea und Nele Weike (TuS Eintracht Minden 10:05 bzw. 10:08 Min.). Alle drei gehören in ihrer Altersklasse (W14) zu den absolut besten deutschen Nachwuchsläuferinnen. Auch in diesem Wettbewerb über 2.600 m lagen die jüngeren (W14) vor den älteren (W15) Athletinnen.

„Wie immer“ gingen die Meinungen über die Strecke bei den Westfälischen Crossmeisterschaften in Oelde weit auseinander. Von „endlich eine echte Crossstrecke bei den Westfälischen Crossmeisterschaften“ (Langstreckensieger Tim-Arne Siedenstein) bis zu „für viele Teilnehmer zu schwierig aufgrund der sehr hohen orthopädischen Belastungen durch die steilen Gefällestrecken sowie durch die sehr unterschiedlichen Beläge“ variierten die Athleten- und Traineraussagen. Erfahrene Crossathleten sahen in einigen Passagen der Streckenführung Ähnlichkeiten zu den DM-Cross-Strecken in Ohrdruft (2012) und Dornstetten (2013). Bereits die Wahl der richtigen Laufschuhe sorgte bei den Teilnehmern für sehr unterschiedliche Einschätzungen. Von 12- mm langen Dornen, über 9mm-  und 6mm- langen Spikesnägeln bis zu normalen Laufschuhen war beim Start auf dem Wiesengelände in der Nähe des Freibades alles dabei. Matschige Passagen, steile Bergauf- und Bergabstücke sowie flache, feste Parkwege sorgten für ständige Rhythmuswechsel und stellten hohe Anforderungen an die 650 Läuferinnen und Läufer.

Vorbildliche Organisation in Oelde

Trotz des anspruchsvollen Parcours zog der verantwortliche NRW-Lauftrainer, Leo Monz-Dietz, ein positives Fazit: „Das zentrale Anliegen der NRW-Lauftrainer, dass bei einem Crosslauf nicht der beste und Schlammwühler oder Bergläufer gewinnen soll, wurde in Oelde erfüllt, denn in den Meisterschaftswettbewerben siegten die Favoriten.“  Lobend hob Leo Monz-Dietz auch die kurzen Wege zwischen Start/Ziel und Siegerehrung hervor. Sehr positiv bewertete er auch die schnelle Chipauswertung, die zügige Durchführung der Siegerehrungen, den ansprechenden Catering-Bereich und die gute Abstimmung der beiden Sprecher.

 

Quelle: FLVW/Leo Monz-Dietz/Peter Middel

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