Westdeutscher Fussballverband e.V.
Passwesen/Vereinsservice 05.12.2014

Das müssen sie beim Vereinswechsel
in der Wechselperiode II beachten

1. Januar bis 31. Januar

Für einen Vereinswechsel in der Wechselperiode II sind verschiedene Dinge erforderlich. (Foto: WFLV/Archiv)

Da abhängig vom Status des Spielers unterschiedliche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, wird zunächst der Vereinswechsel des Amateurs dargestellt und im Anschluss daran der Vereinswechsel des Vertragsspielers.

Wir weisen darauf hin, dass im Jahr 2015 die Wechselperiode II ausnahmsweise bis zum 2. Februar (Montag) dauert, weil der 31. Januar auf einen Samstag fällt.

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Spielberechtigung als Amateur

Für einen Vereinswechsel in der Wechselperiode II ist erforderlich,
dass

• sich der Amateur in der Zeit zwischen dem 01.07. und dem 31.12. bei seinem bisherigen Verein ordnungsgemäß abgemeldet hat und
• die vollständigen Spielberechtigungsunterlagen in der Zeit zwischen dem 01.01. und dem 31.01. bei der Passabteilung eingehen.

Liegen diese beiden Voraussetzungen vor und der Spieler erhält die Zustimmung zum Vereinswechsel, wird die Spielberechtigung für Pflichtspiele frühestens zum 01.01. bzw. zum Zeitpunkt des Antragseingangs erteilt.

Hat hingegen der Amateur die Abmeldung fristgerecht bis zum 31.12. vorgenommen und die vollständigen Unterlagen auf Erteilung einer Spielberechtigung gehen in der Zeit nach dem 31.01. bei der Passabteilung ein, kann selbst bei Zustimmung zum Vereinswechsel die Spielberechtigung für Pflichtspiele nur zum 01.07. bzw. mit Ablauf von sechs Monaten nach dem letzten Spiel erteilt werden. Gleiches gilt für die Konstellation, dass die Spielberechtigung in der Zeit zwischen dem 01.01. und dem 31.01. beantragt wird, der Amateur sich aber erst nach dem 31.12. abgemeldet hat. Auch in diesem Fall muss trotz Zustimmung des abgebenden Vereins die Spielberechtigung für Pflichtspiele zum 01.07, bzw. mit Ablauf von sechs Monaten nach dem letzten Spiel erteilt werden.

Bei Nichtzustimmung kann der Amateur immer nur eine Spielberechtigung für Pflichtspiele mit einer Wartefrist von sechs Monaten ab dem Zeitpunkt des letzten Spiels erhalten.

Durch eine nachträgliche Freigabe kann eine Nichtzustimmung vom abgebenden Verein aufgehoben werden. Diese kann in der Wechselperiode II nur berücksichtigt werden, wenn sich der Amateur bis zum 31.12. abgemeldet hat und die nachträgliche Zustimmung in in der Zeit zwischen dem 01.01. bis 31.01. eingeht. Wird die nachträgliche Zustimmung nach dem 31.01. eingereicht, kann diese nicht mehr berücksichtigt werden, d. h. es verbleibt bei der ursprünglich erteilten Spielberechtigung. Wichtig ist zu beachten, dass in der Wechselperiode II die in § 18 Abs. 2 SpO/WFLV festgesetzten Ausbildungsentschädigungen nicht gelten, mit der Folge, dass der abgebende Verein die nachträgliche Freigabe ausdrücklich erklären muss.

Spielberechtigung als Vertragsspieler

Bei einem Vertragsspieler, der einen Vereinswechsel ohne Statusveränderung vornimmt, muss der Vertrag beim bisherigen Verein durch einen Aufhebungsvertrag (spätestens bis zum 31.01.) beendet worden sein. Der neu abzuschließende Vertrag muss eine Mindestlaufzeit bis zum Ende des Spieljahres haben. Ausreichend ist also ein „Halbjahresvertrag“ (Laufzeitende 30.06.2015 möglich). Der Vertrag selbst muss spätestens bis zum 31.01. bei der Passabteilung eingereicht und in Kraft getreten sein. Gleiches gilt für den Spielberechtigungsantrag, der ebenfalls bis zum 31.01. bei der Passabteilung vorliegen muss.

Ein Amateur, der in der Wechselperiode II eine Statusveränderung zum Vertragsspieler vornimmt, kann eine sofortige Spielberechtigung für Pflichtspiele nur mit Zustimmung des abgebenden Vereins erhalten. Es handelt sich hierbei um eine Ausnahme von dem Grundsatz, dass ein Vertragsspieler eine sofortige Spielberechtigung für Pflichtspiele erhält. Liegt die Zustimmung des abgebenden Vereins vor, müssen die vollständigen Spielberechtigungsunterlagen (Spielberechtigungsantrag, Vertrag) ebenfalls bis zum 31.01. bei der Passabteilung eingegangen sein.

Wichtig: Bei Spielern, die die Staatsangehörigkeit eines Nicht-EU Landes besitzen, gehört zu den vollständigen Unterlagen zusätzlich ein gültiger Aufenthaltstitel, der mindestens bis zum 30.06.2015 gültig sein und die Ausübung einer Erwerbstätigkeit gestatten muss. Dies gilt auch für rumänische und bulgarische Staatsangehörige.

Die zum Vereinswechsel des Amateurs bzw. Vertragsspielers gemachten Ausführungen gelten sinngemäß auch für die älteren A-Junioren (Jahrgang 1996) und die älteren B-Juniorinnen (Jahrgang 1998), da diese den Wechselbestimmungen der Senioren/innen unterliegen

Allgemeine Hinweise
• Unterlagen, die per E-Mail zugeschickt werden, haben keine Gültigkeit und werden bei der Bearbeitung nicht berücksichtigt.
• Die Spielberechtigung wird erst zum Zeitpunkt des Eingangs der vollständigen Unterlagen erteilt.

Spielberechtigungen Regionalliga West