Westdeutscher Fussballverband e.V.
Fußball-Allgemein 07.12.2015

Das Knie ist verletzt – was tun?

Experten-Tipps von fussball.de

Knieverletzungen im Fußball sind häufig – und oftmals schwerwiegend!  (Foto: fussball.de)

Schädigungen der Sprung- und Kniegelenke sind die häufigsten im Fußball auftretenden Verletzungen. In diesem Übersichtsbeitrag zum Thema stellen wir wissenswerte Informationen zum Knie zusammen. Wie entstehen solche Verletzungen? Wie können Sie als Trainer das Ausmaß einer Verletzung erkennen? Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen sind geeignet? Und – um solche Verletzungen möglichst vermeiden zu können: Welche Übungen sind vorbeugend sinnvoll?

Knieverletzungen führen meist zu langen Ausfallzeiten und bedeuten nicht selten das Ende der Karriere. Entsprechend berechtigt ist die Angst vor ihnen. Das Kniegelenk samt seiner umgebenden Muskulatur ist ein einerseits äußerst robustes, aber gleichzeitig auch kompliziertes und sensibles Konstrukt – eben noch hat es einen Pressschlag vollkommen unbeschadet überstanden, und wenige Minuten später reißt bei einer leichten Drehbewegung und ohne Einfluss eines Gegenspielers ein Kreuzband!

So mancher Trainer und Spieler reagiert da fast schon resignierend: „Das kann eben immer passieren!“ Stimmt, doch mit dem entsprechenden sportorthopädischen Wissen kann das Training optimiert und so das Verletzungsrisiko gesenkt werden!

Das Kniegelenk stellt das zentrale Bewegungszentrum der unteren Extremität dar und wird besonders stark belastet: häufige Antritte, Stopps und Richtungswechsel, aber auch unebener, harter oder weicher Untergrund sowie Gegnerkontakt. Viele schwere Knieverletzungen entstehen durch Drehtraumata bei am Boden fixiertem Fuß – oft ohne oder mit nur leichtem Gegnerkontakt. Seltener, aber zum Teil mit sehr schweren Kniebinnenschäden sind solche durch direkte Einwirkung eines Gegenspielers, z. B. wenn dieser von vorne oder seitlich auf das Kniegelenk prallt.

Das Kniegelenk ‘verstehen’!

Sehr häufig wird dabei der Meniskus geschädigt. Bedeutete diese Verletzung vor über 30 Jahren oft noch das Karriereende, geht sie heute meist mit relativ kurzen Ausfallzeiten einher – auch abhängig davon, wie regelmäßig und aufwändig die Reha-Maßnahmen durchgeführt werden. Klar, dass mancher Profi bereits nach einigen Tagen wieder trainiert, der Amateurspieler aber deutlich länger benötigt. Meniskusverletzungen führen jedoch langfristig zu schweren Gelenkschädigungen und sind deshalb sehr ernst zu nehmen.

Wird aber – wie häufig im Fußball – das vordere Kreuzband verletzt, sind lange Reha- und Ausfallzeiten die Folge. Neben diesen Akutverletzungen bedingt die dauerhafte Belastung aber auch chronische, irreparable Überlastungsschäden: Viele Spieler haben nach dem Karriereende mit Knieproblemen zu kämpfen!

Derartige Folgen erklären sich aus der komplizierten Struktur des Kniegelenks. Störungen im komplexen Zusammenspiel seiner einzelnen Anteile führen zur Überlastung der anderen Strukturen und erhöhen das Verletzungsrisiko.

Eine Übersicht über typische Knieverletzungen und weitere wichtige Hinweise finden Sie hier bei fussball.de!

 

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