Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 30.10.2015
Traditionsduell Aachen gegen Essen live im Fernsehen.

Aachen gegen Essen live im WDR Fernsehen

Vor dem Traditionsduell zwischen Alemannia Aachen und Rot-Weiss Essen im Rahmen des 15. Spieltages der Regionalliga West am Samstag (ab 14.05 Uhr, live im WDR Fernsehen) ist die sportliche Situation bei beiden Vereinen angespannt. Jeweils als Titelaspirant in die Saison gestartet, haben die Alemannia und RWE derzeit keinen Anschluss zur Tabellenspitze, dümpeln im Mittelmaß. Alemannia-Trainer Christian Benbennek spricht daher bereits von einem „Duell der Enttäuschten“.

Die achtplatzierten Aachener gewannen nur eines ihrer zurückliegenden sieben Spiele (3:1 gegen den FC Wegberg-Beeck), Tabellenführer Sportfreunde Lotte ist bereits zehn Zähler entfernt. Essen ist Tabellenzehnter, weist schon zwölf Zähler Rückstand auf die Spitze auf. Auswärts warten die Rot-Weissen seit vier Spielen auf einen Sieg. Zuletzt gelang RWE vor 11.164 Zuschauern aber ein 2:0-Heimerfolg gegen Rot Weiss Ahlen.

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Aachen und Essen war ein Rekordspiel. Im Februar sahen 30.313 Besucher auf dem Aachener Tivoli das damalige Spitzenspiel zwischen den zweitplatzierten Rheinländern und dem Tabellenführer aus dem Revier (1:0). Bis heute kamen zu keiner viertklassigen Partie mehr Zuschauer. Dieses Mal dürfte die Kulisse aber deutlich geringer ausfallen. „Nur“ etwa 1000 bis 1500 Essener Anhänger werden ihre Mannschaft nach Aachen begleiten.

Für RWE-Stürmer Kevin Behrens, der noch in der abgelaufenen Saison für die Alemannia am Ball war und sogar per Kopfball den Siegtreffer gegen die Essener erzielt hatte, wird es kein Wiedersehen mit seinem früheren Verein geben. Der 24-Jährige, der für das Ahlen-Spiel aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichen worden war, ist seitdem krankgeschrieben. Außerdem stehen Mittelfeldspieler Vojno Jesic (Schambeinentzündung), Offensivmann Marwin Studtrucker (Muskelbündelriss) und Torhüter Niclas Heimann (Schulterverletzung) RWE-Trainer Jan Siewert nicht zur Verfügung.

Der FC Viktoria Köln, der im DFB-Pokal gegen den Champions League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen (0:6) chancenlos blieb, steht am Samstag (ab 14 Uhr) im Spitzenspiel bei der zweitplatzierten U 23 von Borussia Mönchengladbach unter Zugzwang. Bei einer Niederlage würde der Rückstand auf die Tabellenspitze mindestens auf neun Zähler anwachsen. Bei einem gleichzeitigen Sieg von Ligaprimus Sportfreunde Lotte (gleichzeitig gegen den SC Verl) wären es sogar schon zehn Punkte, die Viktoria vom Relegationsplatz trennen.

Positives Omen für die Kölner: Auswärts ist die Mannschaft von Trainer Tomasz Kaczmarek seit fünf Begegnungen unbesiegt, zuletzt gab es ein 1:0 beim SC Verl. Gladbach ist allerdings seit acht Spielen ungeschlagen, gewann vor dem jüngsten 1:1 im „kleinen“ Rheinderby bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln fünf Spiele in Serie. In der abgelaufenen Saison gab es im direkten Vergleich für beide Mannschaften je einen Sieg. In Köln setzte sich die Viktoria 3:1 durch. Die „Fohlen“ siegten vor heimischer Kulisse 2:1.

Vor dem Heimspiel gegen den SC Verl läuft es für die Sportfreunde Lotte blendend. Vier der jüngsten fünf Spiele gewannen die Tecklenburger, in der vergangenen Woche setzte sich das Team von Trainer Ismail Atalan gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf 3:1 durch. „Für uns war es gegen einen starken Gegner lange Zeit schwer, Zugriff auf die Partie zu bekommen. Gerade in der ersten Halbzeit ist uns das nicht immer gelungen. Später waren wir dann aktiver und hätten den Sack früher zumachen können“, sah Atalan beim Sieg in Düsseldorf noch Luft nach oben.

Verl verlor zwar zuletzt zweimal in Folge (0:1 bei der U 23 von Borussia Mönchengladbach und 0:1 gegen den FC Viktoria Köln), rangiert aber weiterhin auf dem siebten Tabellenplatz und ist damit im Soll. Das sieht auch SCV-Trainer Andreas Golombek so: „Ich kann nicht immer nur die Ergebnisse bewerten. Wir haben gegen zwei Spitzenmannschaften ansprechende Leistungen gezeigt, sind auf einem sehr guten Weg“, betont der 47-jährige frühere Zweitligaprofi (unter anderem Arminia Bielefeld, VfL Osnabrück und SG Wattenscheid 09).fussball.de/mspw

 

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