Westdeutscher Fussballverband e.V.
Fußball-Allgemein 18.02.2016

Regeneration ist mehr als Beine hochlegen

Trainingstipps für Fußballer

Stretching ist eine von vielen Möglichkeiten, nach Belastungen und leichten Verletzungen zu regenerieren. (Foto: Getty Images)

Regeneration spielt auch im Fußball eine immer entscheidendere Rolle. Nach hoher Belastung und bei leichten Verletzungen ist es wichtig, dem Körper dabei zu helfen, die Anstrengung zu verarbeiten und das Leistungsniveau dadurch zu steigern.

Doch welche Maßnahmen sollte der Trainer anwenden und welche Vor- und Nachteile haben sie?

Training und Service, das Service-Portal von FUSSBALL.DE gibt Antworten.

Auslaufen, Radfahren, Schwimmen, Koordination, kleine Spiele und Stretching sind übliche aktive Regenerationsmaßnahmen . Manche sind fußballfremd, einige trainieren fußballrelevante Muskelgruppen und wiederum andere lenken geschickt von der eigentlichen Belastung ab.

Zudem sind eine gesunde Ernährung, Entspannung und Schlaf sinnvoll, um die Leistungsfähigkeit schnell wiederherzustellen und das Leistungsvermögen zu steigern.

Belastung und Erholung im Fußball

Einfach kann man es sich als Trainer machen, indem man den Spielern den Folgetag nach einer intensiven Belastung freigibt. Doch leider nehmen viele Akteure ihn dann auch direkt beim Wort und tun nichts, aber auch gar nichts, was ihre Erholung beschleunigen könnte.

Dabei können regenerative Prozesse durch leichte körperliche Aktivität optimal unterstützt werden. Fehl am Platz sind dabei allerdings als psychologische Erziehungsmaßnahmen getarnte Aktionen, wenn beispielsweise nach einem verlorenen Spiel ein normalerweise angesetztes Auslaufen ausfällt und stattdessen am nächsten Tag ein intensiveres Lauftraining angesetzt wird.

Unbestritten ist, dass in der komplexen Sportart Fußball das Training und die Wettspiele zu mehr oder weniger stark ausgeprägten Ermüdungserscheinungen führen, welche sich in vielen Anzeichen widerspiegeln können:

  • Mangelhafte Technik oder Koordination (neuronale Ermüdung);
  • sinkende Motivation (hohe Trainingsbelastungen);
  • leere Energiespeicher (falsche Ernährung);
  • erhöhtes Verletzungsrisiko (intensives Training, mangelhafte Regeneration).

Bei aktiven Regenerationsmaßnahmen belastet der Spieler seinen Körper bewusst. Leichte, nicht zu anstrengende Maßnahmen können die für die Regeneration so wichtige Durchblutung um das bis zu Vierzehnfache steigern. Ausschlaggebend für den Trainer ist dabei natürlich, welchen Effekt diese Maßnahmen jeweils haben und wie gut bzw. einfach sie anzuwenden sind. Wenn z. B. keine Fahrräder oder Fahrradergometer zur Verfügung stehen, fällt diese Variante schonmal aus. Zudem ist das Radfahren unmittelbar nach einem Auswärtsspiel quasi unmöglich. Auch das Ausschwimmen ist ohne ein relativ schnell und unkompliziert erreichbares Schwimmbad nicht praktikabel. So haben sämtliche Maßnahmen sowohl Vor- als auch Nachteile.

Ausführliche Tipps zur aktiven Regeneration finden Sie hier!

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