Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 04.07.2013

TV Wattenscheid strebt in Ulm zehn Medaillen an

Wattenscheider DM-Team (Foto: Peter Middel)

„Was Bayern München im Fußball ist, ist der TV Wattenscheid in der Leichtathletik.“ Diesen Vergleich zog der Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum, Bernd Wilmert, bei der Pressekonferenz des TV Wattenscheid im Hause des Energieversorgers.

Die „Blauweißen“ starten mit 40  Athletinnen und Athleten einschließlich der Jugendstaffeln am kommenden Wochenende bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Ulmer Donaustadion.  TV01- Manager Michael Huke unterstrich Bernd Wilmerts einleitenden Worte: „Wir haben den Anspruch, in Ulm erfolgreichster Verein zu sein. Unser Ziel sind acht bis zehn Medaillen. Darunter sollen drei Goldene sein.“

Die Erwartungen sind realistisch, denn allein Julian Reus hat die Möglichkeit, drei Titel zu gewinnen.  Der 25- jährige Wattenscheider führt nämlich die aktuelle DLV-Bestenliste über 100m mit 10,20 Sekunden und über 200n mit 20,69 Sekunden an. Eine dritte Goldmedaille winkt Deutschlands derzeit bestem Sprinter in der 4x100m-Staffel, wo der TV Wattenscheid eine erfolgreiche Titelverteidigung anstrebt. Allerdings fehlen aus dem letzt jährigen Sieger-Quartett Sebastian Ernst und Robin Erewa, die zum TSV Bayer Leverkusen gewechselt sind.

Sousthene Moguenera hat im Weitsprung gute Karten

Titelaussichten hat auch Weitspringerin Sousthene Moguenara, die mit der Weite von 6,78m augenblicklich die Nummer eins im DLV ist. Die 24-jährige Wattenscheiderin hat in den letzten Tagen gut trainiert, so dass sie ihrem Auftritt im Donaustadion optimistisch entgegenblickt: „Mein Ziel ist auf jeden Fall, um den Titel mitzukämpfen. Meine Hauptkonkurrentinnen sind Lisa Steinkamp und Melanie Bauschke.“

Eine gute Ausgangsposition hat auch Esther Cremer, die über 400m mit 52,82 Sekunden die aktuelle DLV-Bestenliste anführt. „Ich möchte nicht nur gewinnen, sondern auch eine gute Zeit abliefern. Alles andere wäre für mich nicht befriedigend,“ betonte die 25-jährige Wattenscheiderin.

Maike Dix gewann bei den diesjährigen deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund „Silber“ über 200m. Daher kann sie in Ulm auf der langen Sprintdistanz auf einen Medaillen-Rang kommen.  Über 100m strebt sie einen Finalplatz an.

Im Stabhochsprung der Männer ist im das Niveau im Top-Bereich momentan recht ausgeglichen, so dass jeder jeden schlagen kann. Malte Mohr, der in dieser Saison schon 5,86m, zählt neben Björn Otto (ASV Köln) und Raphael Holzdeppe (LAC Zweibrücken) zu den Titelanwärtern.

Daniel Jasinki strebt neue Bestweite an

Im Diskuswerfen der Männer scheint der erste Rang für Robert Harting (SCC Berlin) reserviert zu sein. Hinter ihm wird ein heißer Kampf um die Plätze entbrennen. Zu den Werfern, die ganz weit vorne mitmischen können, zählt  Daniel Jasinski, der eine Saisonbestleistung von 64,69m hat. „Ich hoffe auf eine Medaille und eine neue persönliche Bestweite,“ erklärte  der 2,07m-große Wurfspezialist, der weiter auch die WM-Norm von 66,00m im Hinterkopf hat.

Der ganz große Durchbruch ist Denise Krebs in dieser Saison noch nicht gelungen. In Ulm möchte die letzt jährige DM-Zweite über 1500m nun Versäumtes nachholen.

Altmeister Alexander Kosenkow wurde in letzter Zeit immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Seit letzten Freitag kann er jedoch wieder schmerzfrei trainieren, so dass er über 100m einen vorderen Rang anstrebt, um sich einen Staffelplatz in der 4x100m-Staffel des DLV bei den Weltmeisterschaften in Moskau zu sichern. Wenn alles gut läuft, startet er eventuell noch über 200m.

Jugend-Trainer Markus Kubillus schickt in Ulm zwei Jugendstaffeln ins Rennen. Dabei haben vor allem die Jungen über 3x1000m eine Medaillenchance. Für die Mädchen geht es in erster Linie darum, ins Finale zu kommen.

Hans Schulz drückt fest die Daumen

FLVW-Vize-Präsident „Leichtathletik“ Hans Schulz wünschte den Athletinnen und Athleten des TV Wattenscheid in Ulm viel Erfolg und gab ihnen mit auf den Weg: „Ihr seid ein hervorragendes Team. Ich bin fest davon überzeugt, dass Ihr die erhofften Erfolge mit nach Hause bringen werdet.“

Hans Schulz kündigte zudem an, dass sich der FLVW mit Bochum-Wattenscheid für die Deutschen Freiluftmeisterschaften 2016 bewerben möchte. Gleichzeitig bemüht sich Hans Schulz um die deutschen Hallenmeisterschaften 2016 in Dortmund. Das würde den Etat der westfälischen Vereine erheblich schonen.

Dortmund wird voraussichtlich auch Schauplatz der deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften 2014 sein. Darüber wird auf der DLV- Verbandsratssitzung anlässlich der deutschen Meisterschaften in Ulm entschieden.

 

Quelle: FLVW/Peter Middel

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