Westdeutscher Fussballverband e.V.
Fußball-Allgemein 09.05.2016

Übungen für gezieltes Mentaltraining: Psyche stark, Spieler stark

Training und Service von FUSSBALL.DE

Beim mentalen Training läuft die komplette Simulation einer Handlung oder Bewegung in Eurer Vorstellung ab. (Foto: philippka)
Beim mentalen Training läuft die komplette Simulation einer Handlung oder Bewegung in Eurer Vorstellung ab. (Foto: philippka)

Technik, Taktik, Kondition. Wer an Fußballtraining denkt, arbeitet meist in einem dieser drei Bereiche. Dabei gibt es noch einen vierten, über den sich große Wirkungen erzielen lassen: Die Psyche. Wir haben im großen Bereich Training und Service von FUSSBALL.DE ein paar Möglichkeiten des Mentaltrainings zusammengestellt.

Technik, Taktik, Kondition, Psyche. Diese vier Leistungsfaktoren des Fußballs werden meist in einem Atemzug genannt. Dennoch wird der Psyche meist der geringste Raum im Training zugewiesen. Dabei lassen sich hier große Wirkungen erzielen. Ein Teilbereich der Sportpsychologie ist das Mentale Training!

Was ist überhaupt 'Mentales Training'?

Das Mentale Training wird als das planmäßig wiederholte und bewusste Sich-Vorstellen einer Bewegung ohne deren gleichzeitige praktische Ausführung definiert. Mentales Training ist also eine sich komplett in der Vorstellung abspielende Simulation einer Handlung oder Bewegung. Ziel ist es, durch das intensive Sich-Vorstellen eines Bewegungs- oder Handlungsablaufs die praktische Bewegungsausführung positiv zu beeinflussen. Daher ist es beim Mentalen Trainieren wichtig, eine optimale, differenzierte und intensive Bewegungs- bzw. Handlungsvorstellung aufzubauen.

Ein weiteres Feld des Mentalen Trainings ist der Transfer ein und derselben Bewegungs- und Handlungsvorstellung in unterschiedliche Situationen. Sportler werden dazu angeleitet, sich ein ganz bestimmtes Verhalten z. B. in einem bestimmten Stadion und in einer ganz spezifischen Wettkampfsituation vorzustellen. Dadurch sollen sie sich auch auf kritische Situationen vorbereitet fühlen und in der Lage sein, ihre optimale Leistung unter verschiedensten Bedingungen und Konstellationen abzurufen.

Durch moderne Bildgebungsmethoden (z. B. Magnetresonanztomografie) konnte nachgewiesen werden, dass es für das Gehirn fast gleichbedeutend ist, ob man eine bestimmte Handlung tat- sächlich durchführt oder sich diese nur vorstellt. Die Hirnregionen, die bei der tatsächlichen Handlung und die, die bei der Vorstellung aktiviert werden, sind nahezu identisch.

Mit Mentalem Training kann man somit auch das Verhalten in Wettkampfsituationen trainieren, die im praktischen Training nicht oder nur schwer zu simulieren sind. Es kann zum Aufbau der Konzentration eingesetzt werden, ist aber auch im Umgang mit Emotionen relevant. Zudem kann mit seiner Hilfe der Aufbau der Kompetenzerwartung unterstützt werden, und auch bei Techniken der Aktivierungsregulierung (z. B. Entspannungstraining) bedient man sich gern entsprechender Vorstellungen.

Altersgerechte Übungen

Den B- und A-Junioren werden z. B. positionsspezifisch relevante Aspekte diverser taktischer Kleingruppenkonstellationen mit entsprechendem Gegnerverhalten vorgestellt. Sie sollen nun aus der Ich-Perspektive eine Vorstellung von der optimalen Bewältigung dieser taktischen Konstellation entwickeln.

In einem zweiten Schritt lassen sich anschließend Eventualitäten und Unwägbarkeiten in die Vorstellung integrieren (z. B. fehlerhaftes Verhalten der Mitspieler) sowie die passenden Handlungsalternativen.

Mögliche Übungen für das Mentale Training gibt es hier!

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