Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 05.08.2012

Startschuss für die Regionalliga West:
WFLV-Präsident Hermann Korfmacher im Interview

Das Video zur Eröffnungsfeier der Regionalliga-West: WFLV-Präsident Hermann Korfmacher freut sich im Interview mit Ulli Potofski auf eine attraktive Premieren-Saison.

20 Klubs und ganz viele Reize:
Regionalliga West vor Superkulisse eröffnet

Video und Bilder zum Startschuss in Oberhausen

Einen besseren Rahmen hätte die offizielle Eröffnungsfeier für die neue Regionalliga West nicht haben können. Unmittelbar vor dem Anpfiff des Klassikers RW Oberhausen vs. RW Essen jubelten über 13.000 Zuschauer nicht nur ihren Teams, sondern auch allen Gründungsmitgliedern der Regionalliga zu. Der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband (WFLV) hatte alle Klubs ins Boot geholt – und unter dem Applaus der Superkulisse liefen 20 Jugendliche in den Trikots der 20 Regionalliga-Gründungsmitglieder ein. Somit wurde die neue beste Spielklasse unterhalb der 3. Liga und ihre Mannschaften bestens präsentiert.

Das Video zur Regionalliga-Eröffnung mit Hermann Korfmacher im Interview sehen Sie hier!

In unserer Bilderstrecke sehen Sie Impressionen von der Eröffnungsfeier. Klicken sie sich einfach unten rechts durch die Fotos (Fotos: Revierfoto/WFLV).

Für WFLV-Präsident Hermann Korfmacher war es eine ganz besondere Freude, gemeinsam mit den Vereinspräsidenten Hajo Sommers (RWO) und Dr. Michael Welling (RWE) die Regionalliga damit offiziell eröffnet. „In Nordrhein-Westfalen schlug schon immer das Herz des Fußballs, künftig wird eine Fülle von Traditionsvereinen in der Regionalliga West antreten. Mit dem Auftakt beginnt eine neue Ära – und ich bin davon überzeugt, dass wir hiermit eine Erfolgsgeschichte einläuten“, sagte Hermann Korfmacher, der die gute Stimmung auf den Rängen genoss: „Natürlich teile ich die Begeisterung. Diese Liga garantiert Derbys am Fließband mit prominenten Klubs, die nun gute Möglichkeiten haben, wieder verstärkt in den öffentlichen Fokus zu rücken. Das ist für den WFLV als Träger der Regionalliga West wichtig.“

Hajo Sommers und Dr. Michael Welling hoffen gleichwohl auf bessere Zeiten – sowohl in sportlicher, als auch in finanzieller Sicht. „Ich freue mich, dass uns der WFLV mit dem Eröffnungsspiel bedacht hat. Die gute Einnahme zum Auftakt ist für uns nicht unwichtig“, meinte RWO-Boss Sommers, der mit seinem Verein ein perfekter Gastgeber für die Eröffnungsfeier war. Welling freute sich am Ende über den Sieg – und auf das nächste Heimspiel, das RWE noch im August im bald fertiggestellten neuen Stadion an der Hafenstraße bestreiten wird. Der deutsche Meister von 1955 macht sich fit für die Zukunft.

Nachdem alle 20 Jugendlichen in den Trikots der 20 Vereine eingelaufen waren und die Klubs von Bergisch Gladbach bis Wuppertal vorgestellt wurden, übergab Hermann Korfmacher den Spielball an Schiedsrichter Florian Steuer zur damit besiegelten Eröffnung. Die weitere Spielzeit gehört den Fußballern.

Die Frage nach dem Meistertipp

Bleibt noch die Frage nach einem Meistertipp die Hermann Korfmacher geschickt umging: „Die neue Regionalliga West verspricht brandheiße Duelle und packende Derbys am Fließband. Alleine in Köln spielen drei Klubs um die Vorherrschaft. Jeder der 20 Vereine, die sich qualifizieren konnten, hat seine Geschichte und seine ganz besonderen Reize. Als WFLV-Präsident bin ich der Neutralität verpflichtet und bin froh, dass ich mich nicht festlegen muss. Es ist eine derartige Fülle von attraktiven Vereinen, dass es schwerfällt, Favoritenrollen zu verteilen. Auf- und Abstieg werden mit Sicherheit hart umkämpft sein.“ So spektakulär wie die Saison begann, wird sie wohl auch enden.

Regionalliga-Match RW Oberhausen - RW Essen 2:4

Am 1. Spieltag der Regionalliga 2012/13 setzte sich Rot-Weiss Essen im Klassiker bei Rot-Weiß Oberhausen mit 4:2 durch. Sehen Sie die besten Szenen im Video.

4:2! – Koep entscheidet spektakulären Klassiker

Essen gewinnt Regionalliga-Auftakt in Oberhausen

Viel spektakulärer hätte der Auftakt der neuen Regionalliga West kaum ausfallen können. Am 1. Spieltag setzte sich Rot-Weiss Essen im Klassiker bei Rot-Weiß Oberhausen mit 4:2 durch. RWO hatte vor der grandiosen Kulisse von 13.145 Zuschauern bereits 2:1 geführt, doch dann drehte der Essener Benedikt Koep das Match mit einem Doppelpack. Das 3:2 gelang Koep erst in der 86. Minute, ehe der eingewechselte frühere Oberhausener Ellmann den Endstand markierte (89.).

Spektakuläre Bilder vom Eröffnungsspiel haben wir in unserer Bilderstrecke gesammelt. Klicken Sie einfach rechts auf die Fotos zur Vergrößerung (Fotos: Revierfoto/wflv).

Vor dem Match hatte WFLV-Präsident Hermann Korfmacher an der Seite der Vereinspräsidenten Hajo Sommers (RWO) und Dr. Michael Welling (RWE) den Spielball an Schiedsrichter Florian Steuer übergeben und die Regionalliga damit offiziell eröffnet. Das war gelungen: Um die Liga zu präsentieren, liefen 20 Jugendliche in den Trikots der 20 Regionalliga-Gründungsmitglieder ein. Die Zuschauer klatschen ob der ideenreichen Zeremonie anerkennend Beifall. Den richtig dramatischen Teil des Abends hatten sie erst nach vor sich.

 

„Im Stadion herrschte eine phantastische Atmosphäre. Unser Sieg war allerdings ein wenig glücklich“, räumte Essens Trainer Waldemar Wrobel ehrlich ein. RWO-Trainer Mario Basler meinte: „Wir waren lange Zeit die bessere Mannschaft, in den entscheidenden Szenen aber nicht clever genug.“

 

Welch ein Saisonstart in der neuen Regionalliga West: Vor der Superkulisse von 13.145 Zuschauern lieferten sich die beiden ehemaligen Bundesligisten Rot-Weiß Oberhausen und Rot-Weiss Essen zum Auftakt des 1. Spieltages eine hart umkämpfte Partie, am Ende setzten sich die Gäste von der Hafenstraße 4:2 (1:0) durch und feierten damit einen optimalen Saisonstart. Wegen des großen Zuschauerandrangs begann die Partie mit 15 Minuten Verspätung.

 

In der ersten Halbzeit war lange Zeit Drittliga-Absteiger RWO am Drücker, den einzigen Treffer vor der Pause erzielten jedoch die Essener. Kevin Grund (35.) überwand Oberhausens Schlussmann Niklas Hartmann.

 

Dank der Tore von Ralf Schneider (55.) und Jörn Nowak (66.) gelang den „Kleeblättern“ die zwischenzeitliche Wende, die Freude währte jedoch nicht lange. Benedikt Koep (68.) traf zum 2:2-Ausgleich. In der turbulenten Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Erneut Koep (87.) und ausgerechnet der eingewechselte Ex-Oberhausener Marvin Ellmann (90.) ließen die zahlreichen mitgereisten RWE-Fans jubeln.

RWO: Hartmann, Caspari (87. Eleftheriadis), Weigelt, Hötte, Sindi, Terranova, Eckstein, Nowak, Watahiki (81. Sturm), Schneider, Bauder (61. Talarski)

RWE: Lamczyk, Lemke, Laletin, Avci (75. Ellmann), Grummel (56. Sawin), Grund, Rodenberg, Guirino, Heppke, Dombrowka, Koep

Tore: 0:1 Grund (35.), 1:1 Schneider (55.), 2:1 Nowak (66.), 2:2 Koep (68.), 2:3 Koep (86.), 2:4 Ellmann (89.)

Gelbe Karten: Caspari, Hartmann, Terranova - Laletin, Grummel, Koep, Sawin, Dombrowka

Schiedsrichter: Florian Steuer

Zuschauer: 13145

Stimmen zum Spiel:

 

Mario Basler (Cheftrainer RWO):

„Wir waren heute die bessere Mannschaft und sind sehr unglücklich in Rückstand geraten. Nach der Pause hatten wir dann das Glück, was uns in der ersten Halbzeit verwehrt blieb und sind verdient in Führung gegangen. Leider hat diese nicht lange genug gehalten. Karoj Sindi hätte das Spiel mit den zwei Chancen entscheiden können, aber es hat nicht sollen sein. Das Verhalten von Marvin Ellmann kann man nur als absolut charakterlos bezeichnen.“

 

Waldemar Wrobel (Cheftrainer RWE):

 „Wir sind nicht gut ins Spiel und die Zweikämpfe gekommen und RWO hat die Partie zunächst dominiert. Insgesamt ist das Ergebnis vor so einer tollen Kulisse für uns natürlich super, vom Verlauf her aber etwas glücklich. Die Provokation von Marvin Ellmann war nicht ok, so etwas gehört sich im Fußball einfach nicht.“

 

Benjamin Weigelt (Kapitän RWO):

 „Eigentlich sind wir richtig gut ins Spiel gekommen und waren klar überlegen. Dann kommt das 0:1 völlig aus dem Nichts, wir kommen gut zurück und dann fällt das 2:3. Ich glaube jeder im Stadion hat gesehen, dass der Stürmer mindestens zwei Meter im Abseits steht. Im Endeffekt wurden wir für unsere gute Arbeit nicht belohnt. Aber am Dienstag haben wir die nächste Chance und wollen gegen Schalke unbedingt punkten.“

 

Spielberechtigungen Regionalliga West