Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 03.03.2013

Viktoria Köln strauchelt in Duisburg:
Lotte und Fortuna ziehen davon

26. Spieltag in der Regionalliga West

Aufstiegsfavorit Viktoria Köln ist in der Regionalliga West ins Straucheln geraten. Am 26. Spieltag unterlag die Mannschaft von Trainer Ralf Außem überraschend deutlich bei der U 23 des MSV Duisburg mit 0:3. Durch die zweite Niederlage hintereinander rutschte die Viktoria auf den dritten Tabellenplatz. Spitzenreiter Sportfreunde Lotte zieht hingegen davon. Das 3:2 gegen den Nachwuchs von Bayer Leverkusen war bereits der siebte Sieg in Serie.

Die besten Bilder vom Spiel SF Lotte - Bayer Leverkusen sehen Sie rechts. Zum Vergrößern bitte in die Bildershow klicken.

Aussichtsreichster Verfolger von Lotte ist Viktorias Lokalrivale Fortuna Köln nach einem 2:0-Erfolg gegen den SC Verl. Die U 23 von Schalke 04 musste beim 1:1 gegen die Reserve des VfL Bochum indes einen Dämpfer hinnehmen. Rot-Weiss Essen hielt durch einen 4:1-Triumph gegen den SV Bergisch Gladbach den Kontakt zur Spitzegruppe.

RWO siegt nach 0:2-Rückstand

UPDATE: Zum Abschluss des Spieltags holte RW Oberhausen am Sonntag nach 0:2-Rückstand noch ein 3:2 gegen die U 23 des 1. FC Köln. Fortuna Düsseldorfs U 23 hat den letzten Tabellenplatz nach einem 1:0 gegen SSVg Velbert an den FC Kray (1:2 beim Wuppertaler SV) abgeben können. Im Abstiegskampf musste auch der VfB Hüls per 1:2 gegen SF Siegen eine Niederlage hinnehmen.

Trainer Dirk Wißel verlässt Kray!

Die Statistik zum Spieltag finden Sie hier!

Jubel beim MSV Duisburg.

MSV Duisburg mit "Todesverachtung"

Der MSV Duisburg bejubelte den Favoritensturz ausgelassen. Stephan Hennen, Eren Taskin und Marcel Kalski trafen in Meiderich beim 3:0 (1:0) über den bisherigen Tabellen-Zweiten Viktoria Köln. 350 Zuschauer, zumindest soweit sie Zebra-Fans waren, gerieten völlig aus dem Häuschen.

Klar: Es war gegen den Aufstiegsaspiranten aus Köln – immerhin mit Namen wie Albert Streit, Alexander Voigt, Mike Wunderlich oder Aziz Bouhaddouz angetreten -  ein glücklicher Erfolg. „Das Tor war wie verrammelt“, stöhnte Viktoria-Trainer Ralf Außem nach dem Abpfiff - und gratulierte seinem Gegenüber Manni Wölpper natürlich herzlich.

Coach Manni hatte nach der frühen Führung – Hennen schoss das Leder nach zehn Minuten eiskalt in die Maschen – und zu harmlos ausgespielten Konterchancen in den ersten 45 Minuten angesichts der Qualität der Viktoria in der Kabine zur Pause eine wenn auch ungewöhnliche, so doch klare Strategie ausgegeben: „7,32 Meter mal 2,44 Meter – und davor schmeißt ihr euch jetzt mit Todesverachtung in jeden Ball!“

Gesagt, getan. Die Gäste aus Köln bekamen den Ball beim Einbahnstraßenfußball in Hälfte zwei nicht im Zebra-Gehäuse unter, Keeper Marcel Lenz fischte dreimal den Ball mit irren Reaktionen von der Linie – und während die Viktoria verzweifelte, schlugen unsere Zebras noch zweimal eiskalt zu.

Erst traf Eren Taskin im Nachschuss, nachdem Hennens Kracher von Keeper Poremba noch abgewehrt worden war (73.), dann machte Marcel Kalski in Unterzahl – Klaus Gjasula hatte nach 81 Minuten Gelb-Rot gesehen – den Sack zu (89.).

Der FC Kray verlor unglücklich. (Foto: Revierfoto)

FC Kray verliert in letzter Sekunde

Fußball-Regionalligist FC Kray hat sich zumindest in kämpferischer Hinsicht für die 0:5-Heimpleite gegen die U 23 des VfL Bochum rehabilitieren können. Allerdings sprang auch im Auswärtsspiel beim Wuppertaler SV Borussia trotz deutlicher Leistungssteigerung nichts Zählbares heraus. In der Nachspielzeit gelang Florian Abel der 2:1-Siegtreffer für die Gastgeber.

Vom Einsatz und von der Bereitschaft war das heute in Ordnung“, meinte FCK-Trainer Dirk Wißel, der die Anfangsformation gegenüber der Vorwoche auf vier Positionen verändert hatte. Dennoch gerieten die Krayer auch diesmal durch einen individuellen Fehler in Rückstand. Eine verunglückte Kopfball-Rückgabe von Hussein Allouche bestrafte Florian Abel eiskalt mit dem Führungstreffer.

In der Folgezeit konnten die Krayer die Partie zumindest offen gestalten. Was allerdings auch daran lag, dass der WSV nicht viel Produktives zustande brachte. Der nächste Aufreger ereignete sich erst nach einer Stunde Spielzeit, als Wuppertals Abwehrspieler Schumacher Ilias Elouriachi im Strafraum zu Fall brachte. Mittelstürmer Philipp Schmidt schnappte sich die Kugel und verwandelte zum 1:1-Ausgleich.

Als sich dann auch noch der kurz zuvor eingewechselte Pasiov innerhalb von wenigen Sekunden Gelb-Roit einhandelte, witterte der Aufsteiger Morgenluft. Allerdings ging der Schuss nach hinten los. In der zweiten Minute gelang Florian Abel mit seinem zweiten Tor der Siegtreffer für die dezimierten Wuppertaler und schickte die Gäste noch tiefer in den Abstiegsstrudel.

Irres Ding von RWO! Auswärtssieg nach Zwei-Tore-Rückstand!

Was für ein Spiel! Nach einem 0:2-Rückstand zur Pause konnte der SC Rot-Weiß Oberhausen die Partie gegen die Zweitvertretung des 1. FC Köln im zweiten Durchgang drehen und feierte am Ende einen verdienten 3:2-Erfolg.

Ungläubig blickten RWO-Verantwortliche und etwa 350 mitgereisten -Fans nach einer halben Stunde auf den Spielstand, denn trotz einer überlegenen Vorstellung der Rot-Weißen führten die "Geißböcke" durch Treffer von Musculus (17.) und Przybylko (28.) mit 2:0.

Von Beginn an setzten die "Kleeblätter" die Gastgeber unter Druck und erarbeiteten sich die ersten Chancen des Spiels, doch entweder konnten die Kölner im letzten Moment klären oder die Rot-Weißen tappten in die Abseitsfalle der Gastgeber.          

Mit dem ersten nennenswerten Angriff der Hausherren erzielte Lucas Musculus nach einer Ecke die überraschende Führung für den FC (17.). Auf der anderen Seite blieb das Abschlusspech den Oberhausenern weiter treu, Mike Terranova scheiterte kurz nach der Führung frei vor FC-Keeper Vogel (23.).      

Nach einer knappen halben Stunde nutzte die Mannschaft von FC-Trainer Lottner dann eine Unsicherheit auf der linken Oberhausener Abwehrseite zum zweiten Treffer. Przybylko musste ein maßgenaue Flanke nur über die Linie drücken (28.).

RWO brauchte eine Zeit um sich zu fangen und hatte kurz vor der Pause viel Glück das Musculus aus kurzer Distanz nur die Latte des RWO-Tores traf (43.). Ein dritter Treffer wäre wohl die Entscheidung gewesen.       

So schöpfte RWO in der Pause neuen Mut, doch echte Vorteile konnte sich direkt nach Wiederanpfiff keine Mannschaft erarbeiten. Thorben Krol konnte zunächst einen 25-Meter-Schuss von Kölns Aosmann sehenswert parieren (53.), auf der anderen Seite zielte Sebastian Mützel seinen Kopfball knapp über das FC-Tor (54.) und traf frei vor dem Kölner Torwart nur das Außennetz (58.). Die Entscheidung zu Gunsten des FC verhinderte Thorben Krol nach einer guten Stunde, als er erst den Lupfer von Musculus und dann den Nachschuss von Przybylko parieren konnte (62.).

Trotz des Rückstandes gaben sich die "Kleeblätter" nie auf und wurden schlussendlich belohnt. Pascale Talarski ließ zwei Gegenspieler sehenswert aussteigen und traf zum 1:2 (68.). Das gab der Kunkel-Elf neuen Schwung, während sich der FC kaum noch aus der eigenen Defensive befreien konnte. Nur fünf Minuten später legte der eingewechselte Michael Smykacz den zweiten Treffer nach und erzielte den hochverdienten Ausgleich für RWO mit einer tollen Direktabnahme nach einer Landers-Ecke (73.).    

Köln versuchte nun wenigstens einen Punkt über die Zeit zu retten und zog sich weit in die eigene Hälfte zurück. RWO rannte an, man merkte den Rot-Weißen nun in jeder Situation an, dass sie hier drei Punkte mitnehmen wollten. Vier Minuten vor dem Ende kam der Ball zu Marcel Landers auf die rechte Seite und der Rückkehrer aus Wuppertal erzielte mit voller Wucht aus spitzem Winkel den umjubelten Siegtreffer für RWO (86.).

 
Stimmen zum Spiel Köln - RWO

Peter Kunkel (Trainer RWO): „Wir haben hier drei ganz wichtige Punkte eingefahren. Meiner Meinung nach war der Sieg nach dem Spielverlauf hochverdient. In der ersten Hälfte haben die Kölner aus drei Chancen zwei Tore gemacht und wir haben unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Trotzdem haben die Jungs und das Trainerteam weiter an den Erfolg geglaubt. In der 60. Minute bewahrt uns Thorben mit seiner Glanzparade vor dem 0:3, das war irgendwie der Knackpunkt. Danach kamen wir zurück und sind jetzt überglücklich über die Punkte.“   

Dirk Lottner (Trainer 1. FC Köln II):   "Der Sieg für RWO war nicht unverdient, trotz unserer 2:0-Führung. Wir waren zunächst überhaupt nicht im Spiel und sowohl das 1:0. Als auch das 2:0 fielen jeweils aus dem Nichts. Ehrlich gesagt wussten wir zur Halbzeit selbst nicht genau, warum wir führen. Hätten wir die Doppelchance in der zweiten Hälfte genutzt, wäre das wahrscheinlich die Entscheidung gewesen. Stattdessen fehlte uns im Anschluss die Dominanz und so waren Ausgleich und der Siegtreffer die logische Konsequenz. Wir müssen das jetzt abhaken und nach vorne schauen.“

Quelle: WFLV/Leroi/Vereine

Spielberechtigungen Regionalliga West