Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 02.02.2016

Westdeutsche Hallenmeisterschaft: Starke Leistungen in Leverkusen

In der 4x200m-Staffel der Damen siegte der SC Preußen Münster in 1:38,87 Minuten.

Der LV Nordrhein war bei den Westdeutschen Hallen-Meisterschaften in Leverkusen ein guter Gastgeber. Zahlreiche Athleten zeigten sich ebenfalls von ihrer besten Seite. Darunter David Klöckner (LAZ Rhede), der über 60 Meter Hürden mit der Verbesserung auf 8,03 Sekunden eine Klasse für sich war.

Eng zu ging es auf der Flachdistanz. Hier setzte sich der Peter Emelieze (ASV Köln; 6,72 sec) mit zwei Hundertsteln Vorsprung durch.Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen) versuchte sich nach locker übersprungenen 2,25 Metern an 2,30 Meter, ließ aber dann die nötige Portion Glück vermissen. Alexandra Wester (ASV Köln) gewann den Weitsprung mit 6,35 Metern.

Alyn Camara (TSV Bayer 04 Leverkusen) kam bei seinem Saisondebüt auf 7,54 Meter - und nur einen gültigen Sprung. Dreispringerin Klaudia Kaczmarek (LAZ Rhede) wertete ihren Saisonrekord auf 13,04 Meter auf. Inna Weit (ART Düsseldorf) steigerte auf der Hallenrunde ihre Jahresbestmarke um sechs Hundertstel auf 23,79 Sekunden.

Auf der doppelten Hallenrunde lagen Tobias Mausbach (TV Herkenrath; 48,31 sec) und Frederike Hogrebe (TSV Bayer 04 Leverkusen; 55,13 sec) vorn. Über 1.500 Meter war Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen; 4:30,29 min) ungefährdet. Linkshänder Kristoffer Kleist (ART Düsseldorf), erst im Dezember 18 geworden, steigerte sich im Einlagewettbewerb der U20 mit der Sechs-Kilo-Kugel auf 18,40 Meter.

Im 60-Meter-Finale der U18 glänzte Joshua Hartmann (ASV Köln; 7,08 sec/ VL 7,03). Marius Lewald (LC Adler Bottrop) schnellte über 60 Meter Hürden mit 8,07 Sekunden an die Spitze der nationalen U18-Bestenliste. "Bei der Deutschen in Dortmund starte ich in der U20 und habe den Endlauf als Ziel", meinte der 16-Jährige.

Gute Bilanz aus FLVW-Sicht

Auch aus Sicht des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) konnte eine gute Bilanz gezogen werden. Mit Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid), die wegen eines Bänderrisses an beiden Füßen ein Jahr lang pausierte, muss in diesem Jahr wieder gerechnet werden. Bei den westdeutschen Hallenmeisterschaften in Leverkusen erreichte die 24-jährige Wattenscheiderin bereits im 60m-Hürden-Vorlauf ausgezeichnete 8,09 Sekunden und blieb damit nur zwei Hundertstelsekunden über ihrer persönlichen Bestzeit.

Im Finale bestätigte Pamela Dutkiewicz ihre vielversprechende Form mit einem sicheren Erfolg in 8,10 Sekunden vor ihren beiden Teamkolleginnen Monika Zapalska, die mit 8,23 Sekunden persönliche Bestzeit lief, und Eva Strogies (8,14 Sek.). „Ich bin im Vorlauf locker und entspannt gelaufen. Im Finale war ich dagegen ziemlich fest und verkrampft. Für solch einen frühen Zeitpunkt in der Hallensaison ist meine Zeit jedoch super,“ freute sich die angehende Lehrerin, die am kommenden Mittwoch beim PSD-Meeting in Düsseldorf wieder eine schnelle Zeit über 60m-Hürden abliefern möchte.

Im 60m-Flachsprint der Frauen gab es einen Doppelerfolg für den LC Paderborn durch Chantal Butzek (7,40 Sek.) und Janina Kölsch (7,43 Sek.).

Chantal Butzek, die noch der Klasse U 20 angehört, hatte erfreulicherweise im Vor- und Endlauf keine Oberschenkelbeschwerden mehr. „Nun konzentriere ich mich ganz auf die deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften am 20./21. Februar in Dortmund und mein bevorstehendes Abitur,“ betonte die 18-jährige Paderbornerin.

Bei den Männern ging der 60m-Titel dagegen nicht an den FLVW. Der Nigerianer Peter Emelieze (ASV Köln) lag im Ziel in 6,72 Sekunden knapp vor dem zurzeit recht konstant laufenden Wattenscheider Maximilian Ruth (6,74 Sek.).

Im 200m-Lauf der Männer sicherte sich Robin Erewa (TV Wattenscheid) den Titel in 21,35 Sekunden, doch große Freude kam bei ihm nicht auf. „Die Zeit ist nicht gut, denn ich wollte unter 21 Sekunden bleiben. Ich bin aber in der Kurve gestolpert und kam überhaupt nicht richtig in den Lauf,“ ärgerte sich der Wattenscheider, der am Mittwoch beim PSD-Meeting in Düsseldorf seine Chance über 60m sucht.

Recht spannend gestaltete sich die Endphase im 800m-Lauf der Männer, den der von Leo Monz-Dietz betreute Marvin Hebenbrock (LG Dorsten) in 1:54,16 Minuten vor Fabian Spinrath (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen, 1:54,46 Min.) und Florian Herr (SG Wenden, 1:54,73 Min.) gewann.

Amnal Petros über 1500m ungefährdet

Über 1500m ließ es Amanal Petros (SV Brackwede) nicht auf einen Spurt ankommen. Der Schützling von Thomas Heidbreder überzeugte mit seinem sicheren Erfolg in 3:51,91 Minuten vor Leif Gunkel (LG Olympia Dortmund, 3:56,18 Min.).

Im Kugelstoßen der Männer machte Johann Gerok (LC Paderborn) bereits im ersten Versuch mit respektablen 17,51m alles klar. Der bereits 47-jährige Tilmann Northoff (TUS Jöllenbeck) beeindruckte als Dritter mit 15,62m.

Die noch zur Klasse U 20 zählende Christina Honsel (LG Dorsten) dominierte im Hochsprung der Frauen mit 1,79m vor der höhengleichen Jana Kulessa TV Germania Obermaubach).

Keshia Beverly Kwado überragende U18-Athletin

Bei den westdeutschen U18-Meisterschaften, die mit den Titelkämpfen der Männer und Frauen ausgetragen wurden, gefiel aus westfälischer Sicht vor allem Keshia Beverly Kwadwo (TV Wattenscheid), die über 60m trotz eines mäßigen Starts in 7,46 Sekunden der keineswegs schwachen Konkurrenz das Nachsehen gab. Im Finale stellte die 17-jährige Wattenscheiderin mit 7,43 Sekunden sogar eine neue persönliche Bestzeit auf. „Am Start habe ich noch Verbesserungspotential, aber meine Beuger-Probleme sind inzwischen verschwunden,“ freute sich die hoffnungsvolle Wattenscheider Nachwuchssprinterin.

Gleich zweimal war der TV Gladbeck in den Sprung-Wettbewerben der Klasse U18 erfolgreich. So dominierte Anne Berger im Stabhochsprung mit 3,65m und Lena Böhmer im Weitsprung mit 5,67m.

Im Dreisprung hüpfte Marie Berghoff (LAC Veltins Hochsauerland) gleich im ersten Versuch auf 11,24m und sicherte sich damit den Titel vor Lena Plötzke (TUS Wesseling, 11,00m).

Text: Harald Koken/LVN und Peter Middel/FLVW - Foto: Peter Middel/FLVW

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