Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 20.01.2015

Sprinttitel: Alexander Kosenkow
und Inna Weit jubeln in Dortmund

Westfälische Hallenmeisterschaften

Alexander Kosenkow (TV Wattenscheid) konnte bei den westfälischen Hallenmeisterschaften in Dortmund seinen 60m-Titel in 6,77 Sekunden vor seinem Teamkollegen Maximilian Ruth (6,80 Sek.) und dem Gladbecker Simon Schlebach (6,88 Sek.) erfolgreich verteidigen. Der inzwischen 37-jährige Sprint-Oldie war bei seinem Erfolg fünf Hundertstelsekunden langsamer als bei den letzt jährigen Titelkämpfen an gleicher Stelle in Dortmund.

Das Siegerpärchen: Inna Weit und Alexander Kosenkow.

Alexander Kosenkow war erst am 14. Januar von einem elftägigen Trainingslager auf Teneriffa zurückgekehrt. „Ich hatte mir für Dortmund keine bestimmte Zeit vorgenommen. Nach dem Trainingslager wollte ich nur einmal meine Form antesten. Mit meinem Auftakt bin ich allerdings nicht zufrieden, denn mir fehlte heute nach den letzten harten Einheiten die Frische,“ befand der letzt jährige Staffel-Vize-Europameister. Nun geht es für ihn bei den internationalen Leichtathletik-Meetings in Düsseldorf, Erfurt und Chemnitz weiter. Bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe wird er den Fokus auf die 200m-Distanz richten, auf der er eine persönliche Bestzeit von 20,65 Sekunden hat.

Auf der langen Sprintstrecke wird er in der Messehalle sicherlich auch auf seinen Teamkollegen Sebastian Ernst treffen, der in Dortmund das Hallenoval in 21,60 Sekunden durcheilte. Der deutsche 200m- Hallenrekordler (2011: 20,42 Sek.), der ohne bestimmte Zeitvorstellungen ins Rennen gegangen war, haderte nicht lange mit seiner für ihn mäßigen Leistung. „Ich habe heute nicht meinen richtigen Schritt gefunden. Zudem befinde ich mich bei der Bundespolizei am Düsseldorfer Flughafen voll im Schichtdienst. Da kommt dann solch eine bescheidene Zeit heraus, aber es geht für mich auf jeden weiter,“ versicherte der 30-jährige Wattenscheider.

Inna Weit gewinnt 60m-Titel

Bei den Damen fehlte über 60m -Vorjahressiegerin Tatjana Pinto (Brillux Münster). So war der Weg frei für Inna Weit (LC Paderborn) die sich drei Tage nach ihrer Rückkehr aus ihrem Tainingslager auf Lanzarote kurzfristig für den 60m-Start entschied und als Siegerin vor Anne Christina Haack (TV Wattenscheid, 7,44 Sek.) und Janina Kölsch (LC Paderborn, 7,48 Sek.) in 7,37 Sekunden nur eine Hundertstelsekunde über ihrer persönlichen blieb. „Schade, dass ich im Finale auf Bahn acht eingeteilt wurde. Sonst wäre ich eventuell noch etwas schneller gewesen,“ vermutete sie.

Nach ihrer zweijährigen verletzungsbedingten Unterbrechung startet Denise Krebs (TV Wattenscheid) am 24. Januar beim Hallen-Länderkampf gegen Schottland, Großbritannien (ohne Schottland) und Frankreich in Glasgow erstmalig wieder im Nationaltrikot. Daher wollte Denise Krebs in Dortmund zwei „verschärfte“ Tempoläufe absolvieren. Dabei erzielte sie 2:13,68 Minuten über 800m und 4:32,92 Minuten über 1500m. „Die Zeiten muss man unter dem Aspekt sehen, dass es für mich nur Tempoläufe waren,“ betonte Denise Krebs

Erstmalig im blauweißen Dress präsentierte sich Wartenscheids Neuzugang Monika Zapalka. Die frühere Düsseldorferin, die sich bei den „Blauweißen“ der Trainingsgruppe von Slawomir Filipowski angeschlossen hat, blieb bei ihrem Einstand mit ausgezeichneten 8,37 Sekunden nur zwei Hundertstelsekunden über ihrer persönlichen Bestzeit.

Hoch hinaus ging es für Desiree Singh (LG Lippe- Süd) im Stabhochsprung. Die 20-jährige Athletin von Olaf Hilker hatte in diesem Winter beim Hallen-Meeting Ende Dezember in Paderborn bereits 4,30m überquert, die sie in Dortmund mit derselben Höhe bestätigte. Für die Hallensaison hat sie sich noch die Höhe von 4,40m vorgenommen, denn ihre Trainingsergebnisse stimmen momentan. „Bei meinen heutigen Versuchen über 4,40m war bei mir die Luft ein wenig raus, weil sich der Wettkampf ganz schön in die Länge zog,“ sagte Desiree Singh. Im Weitsprung hatte Lisa Kurschilgen als Siegerin 6,12m einen vielversprechenden Saisonauftakt.Auch die 7,52m von Stephan Zenker (TV Gladbeck), der nur seine persönliche Bestweite um zwei Zentimeter verfehlte, können sich sehen lassen.

Christoph Garritsen im Dreisprung nicht zu schlagen

Im Dreisprung der Männer stellte sich der letzt jährige deutsche U18-Meister, Christoph Garritsen (SC Preußen Münster), der Männer- Konkurrenz und gab mit ansprechenden 14,40m allen das Nachsehen. „Technisch geht sicherlich noch einiges besser, aber das ist zu solch einem frühen Zeitpunkt ganz normal,“ befand der 17-jährige Münsteraner, der sich gegenüber seinem Hallentakt vor einer Woche in Paderborn (14,06m.) deutlich verbesserte.

Die westfälischen U18-Meisterschaften wurden zusammen mit den Titelkämpfen der Männer und Frauen in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle ausgetragen. Herausragender Teilnehmer war Torben Timmerhans (SV Brackwede), der wie vor einer Wochen bei den westfälischen U20-Titelkämpfen in Paderborn wieder das Double schaffte. Dabei war 15-jährige Brackweder in der Helmut-Körnig-Halle über 60m in 7,10 Sekunden und über 200m in 22,65 Sekunden allerdings nicht ganz so schnell wie in der Dormstadt (7,17 bzw. 22,16 Sek.). „Über 60m bin ich als Letzter aus dem Startblock gekommen, und auch über 200m hatte ich Probleme in der Anfangsphase. Daran muss ich in nächster Zeit noch arbeiten,“ kündigte Torben Timmerhans an.

Keshia Kwadwo mit persönlicher Bestweite

Gespannt war man auf den ersten Hallenauftritt von Keshia Beverly Kwado (TV Wattenscheid) in diesem Winter. Die 15-jährige Wattenscheiderin, die im Vorjahr mit 11,80 über 100m eine neue deutsche U16-Bestmarke aufstellte, verbesserte als souveräne 60m-Siegerin ihre persönliche Bestzeit von 7,69 auf 7,50 Sekunden und unterstrich damit, dass ihr bisheriges Wintertraining gut angeschlagen hat. „Das war ein Super- Hallenauftakt für mich. Zurzeit trainiere ich vier- bzw. fünfmal in der Woche, so dass ich noch Luft nach oben habe,“ strahlte die ehrgeizige Wattenscheider Nachwuchssprinterin.

Text und Foto: Peter Middel/FLVW

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