Westdeutscher Fussballverband e.V.
Futsal 23.11.2015

Herbstmeisterschaft für die Panthers Köln

WFLV-Futsal-Liga

Die Kölner Panthers feiern die Herbstmeisterschaft (Foto: Kölner Panthers).

Durch ein knappes 2:1 gegen den SC Aachen konnten die Futsal Panthers Köln die Hinrunde in der WFLV Futsal Liga mit einem weiteren Sieg beenden. Und am Ende des Spieltags sollte klar werden, dass dies auch die Herbstmeisterschaft bedeuten sollte, da MCH Sennestadt beim UFC Paderborn patzte und die Tabellenspitze nicht erobern konnte.

Köln startete strukturiert ins Spiel und erarbeitete sich die ersten Chancen. In der zehnten Minute bediente Wenker dann mustergültig Timo Heinze, der eiskalt einnetzte. Aachen antwortete mit einem Pfostenknaller, so dass allen Beteiligten klar war, dass hier für beide Mannschaften was drin ist. Ein abgefälschter Distanzschuss von Sokolowski stellte aber dann den 2:0 Halbzeitstand her.

Nach dem Pausentee versuchte Köln das Spiel zu machen, doch Aachen stand weiter dicht gestaffelt und clever. Das Tempo der ersten Halbzeit fehlte nun in den Aktionen der Raubkatzen, so dass die Karlstädter nach einem einstudierten Einkick zum Anschlusstreffer kamen. Die Kölner bemühten sich, doch irgendwie neutralisierten sich beide Teams erfolgreich. Der Sportclub setzte auf Konter, aber der gewünschte Erfolg blieb aus. Somit ging die zweite Halbzeit relativ unspektakulär zu Ende und die Gäste konnten die wichtigen Punkte zum Hinrunden Abschluss nach Köln entführen.

„Wir freuen uns natürlich über diese schöne Bestätigung unserer Arbeit der vergangenen Monate. Allerdings ist es auch nicht mehr, denn nun folgen erneut neun Spiele, die mindestens genauso schwer werden wie die ersten neun Partien“, so Panthers Vereinsvorsitzender Felix Jansen.

Unterm Strich drei schwer erkämpfte Punkte für die Kölner gegen beherzt aufspielende Aachener, die bei ansteigender Form endgültig in der WFLV-Liga angekommen zu sein scheinen.

Bonn und Siegen tauschen die Plätze – Sportfreunde nun auf dem ersten Abstiegsrang

Coach Philip Verminnen hat seine Bonner Lions optimal eingestellt. (Foto: Boris Hempel – rheinzoom.photo)

Zum ersten Mal in dieser Saison stehen die Futsal Sportfreunde Uni Siegen auf einem Abstiegsplatz. Während sie in vorangegangenen Spielen immer noch für eine Überraschung in allerletzter Minute gut waren, war ihre Aufholjagd diesmal nicht von Erfolg gekrönt.

Mit 5:8 (1:5) mussten sie sich den Bonner Lions geschlagen geben und damit ihre sechste Saisonniederlage hinnehmen. Für die BSC Futsal Lions war es ein enorm wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt in der höchsten deutschen Spielklasse. Goalgetter Niclas Hoffmans war mit drei Treffern erfolgreichster Torschütze der Bonner vor Siko Azad mit zwei Toren. Azad musste in der 38. Minute wegen wiederholten Foulspiels das Spielfeld mit Gelb/Rot verlassen.

Bereits am kommenden Spieltag könnten die Rollen schon wieder getauscht werden, wenn Bonn den deutschen Vizemeister aus Schwerte empfängt und Siegen zum Tabellennachbarn SC Aachen anreisen muss.

MCH Sennestadt verpasst durch erste Saisonniederlage den Sprung an die Spitze

Am Samstagabend kam es zum Abschluss der Hinrunde in der Universitätssporthalle Paderborn zum Aufeinandertreffen der Ostwestfalen, Aufsteiger UFC Paderborn empfing den bis dahin ungeschlagenen MCH Sennestadt. In einem temporeichen Spiel hatte das Heimteam aus Paderborn gegen den Tabellenführer am Ende mit 7:5 die Nase vorn.

Für die Bielefelder waren die Vorzeichen aber vor dem Spiel schon ungünstig, denn Trainer Yasin Kacar musste wegen parallel laufender Fußball-Pokalspiele auf einige Stammspieler verzichten. Und die, die es dennoch in die Uni-Sporthalle geschafft haben, hatten dann schon 90 Minuten auf dem Großfeld in den Knochen.

Nicht einmal zehn Sekunden waren also gespielt, als Dennis Hansmeier ein Solo zum 1:0 für den Gastgeber abschloss. Der UFC brannte nun ein Feuerwerk ab und die rund 100 Fans sollten die vielleicht beste Halbzeit der noch jungen UFC-Geschichte miterleben. Immer wieder sorgte die Mannschaft von Trainer Wegs für spielerische Highlights. So auch beim 2:0: Werner erkämpft sich den Ball und legt per Zidane-Rolle auf Wilschrey auf. Der 20-Jährige behält die Nerven und schiebt lässig aus acht Metern zum 2:0 ein. Wilschrey, Schulte und Werner haben anschließend hochkarätige Chancen um die Führung auszubauen, doch aus dem Nichts erzielt Sennestadt das 2:1. Aber die Paderborner stecken den Anschlusstreffer locker weg und nur wenige Zeigerumdrehungen später spielt Werner Wilschrey erneut frei, der mit seinem zweiten Tor auf 3:1 erhöht.
Und der UFC erhöht den Druck: Keeper Heisener bedient den komplett frei vor dem gegnerischen Tor stehenden Schulte, der sich solch eine Chance nicht entgehen lässt und mit einem Schuss in den rechten Winkel zum 4:1 trifft.
Kurz vor Ende des ersten Durchgangs war es wieder Wilschrey, der dem Sennestädter Torwart keine Chance ließ und mit dem 5:1 und damit einem lupenreinen Hattrick zum Pausentee bat.

5:1 zur Halbzeit gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer, ein solch deutliches Zwischenergebnis hatte sich UFC-Coach René Wegs vor dem Spiel nicht vorstellen können. Obwohl „Uns war vorher klar, dass wir gewinnen müssen, wenn wir noch einmal ganz oben angreifen wollen“, war seine optimistische Einschätzung.

In der zweiten Halbzeit gelang Sennestadt schnell der Treffer zum 5:2. Doch der UFC gab in Person von Mader die passende Antwort, 6:2. Im Anschluss war es Wilschrey, der mit seinem vierten Treffer zum 7:2 die Torliste der Paderborner abschloss.

Der UFC nahm nun ein wenig Tempo aus den Aktionen und schon war Sennestadt da. Immer wieder musste Heisener mit spektakulären Paraden Gegentore verhindern. Bei den Treffern zum 7:3, 7:4 und 7:5 war jedoch auch er chancenlos. Die ganze Klasse der Paderborner zeigte sich, als sie es verstanden, das 7:5 bei fünf Teamfouls noch 2:30 Minuten über die Zeit zu retten.

Bayer Uerdingen punktet deutlich im Niederrhein Duell – 15:7 gegen PSV Wesel

In der torreichsten Begegnung des 9. Spieltags konnte der SC Bayer Uerdingen endlich wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen. Nach zwei Niederlagen der Werksfünf in Folge musste der PSV Wesel dafür herhalten und 15 Treffer – bei immerhin 7 eigenen Zählern – kassieren.

Bereits in der 1. Minute konnte Sven Heese auf Vorlage von Robert Nospak die Führung erzielen, die aber direkt in der 2. Minute durch Harutuyn Kodak auf Weseler Seite egalisiert werden konnte. Doch dann ging es Schlag auf Schlag: Wiederum Sven Heese (4.), weiterhin Peer Petry (6.), Bünyamin Türkhan (9.), Robert Nospak (17.) und Kapitän Benjamin Sahel (17.) stellten das Halbzeitergebnis von 6:2 bei einem weiteren Gegentreffer von Julian Rathofer (20.) her.

Die nächsten drei Treffer in der 2. Hälfte fielen dann im Minutentakt: Nospak (21.), Petry (22.) und wieder Nospak (23.) erhöhten auf 9:2, bevor Anton Kötter den dritten Treffer für den PSV erzielen konnte. Seinen Hattrick machte Nospak dann in der 28. Minute perfekt, Türkhan und Heese erhöhten mit einem Doppelschlag in der 30. Minute auf 12:3.

Am Ende hieß es dann mehr als deutlich 15:7 für Bayer Uerdingen, was aber beiden Kontrahenten keine Veränderung ihrer Tabellensituation einbrachte. Uerdingen bleibt auf dem 6. Platz und Wesel trägt weiterhin die Rote Laterne mit 4 Punkten und 39:90 Toren.

Holzpfosten Schwerte entscheidet Traditionsduell für sich – Pleitensaison für den UFC Münster geht weiter

Das ewig spannende Duell der Holzpfosten gegen den UFC entschieden die Schwerter in diesem letzten Spiel der Hinrunde mehr als deutlich für sich: Mit einem 7:3 Sieg im Gepäck traten sie die Heimreise am frühen Samstagabend wieder an. Zwar ist der UFC amtierender Westdeutscher Meister, doch in dieser Saison scheint der Zug zur Titelverteidigung schon zur Halbzeit abgefahren. Immerhin neun Punkte trennen Münster vom Spitzenreiter Panthers Köln und sieben vom Zweitplatzierten Sennestadt. Der zweite Platz würde schon ausreichen, um sich direkt fürs Viertelfinale der Deutschen Futsalmeisterschaft im März 2016 zu qualifizieren, doch dafür müssen dem UFC schon viele Faktoren in die Karten spielen. „Das ist frustrierend, wir haben uns so viel vorgenommen“, kommentierte Spielertrainer Wendelin Kemper die Misere.

Dabei hatten die Münsteraner gute Chancen auf die Führung, scheiterten aber mehrfach. Zudem musste Henrique Mota verletzungsbedingt ausscheiden, Wendelin Kemper trat an seine Stelle. „Man hatte das Gefühl, dass gleich ein Tor für uns fallen würde. Dann aber fällt es auf der anderen Seite“, zeigt sich der spielende Coach frustriert. Und es waren sogar zwei, Alexander Bahr glückte in Minute 16 und 17 ein Doppelschlag für die Holzpfosten, Joscha Vaas verkürzte vor der Pause (19.) durch den Anschlusstreffer auf 1:2, gleichzeitig der Halbzeitstand. Münster kam hellwach aus der Kabine, aber erneut waren es die „Pfosten“, die binnen fünf Minuten auf 5:1 (Kleine 27., Bahr 30., Nebgen 35.) erhöhten. Die Tore von Kemper (36.) und Nickel (37.) gaben kurz Hoffnung, aber Nebgen und Kleine setzten mit zwei Kontern in der 39. Minute dann den Schlusspunkt zum 7:3. Text: WFLV

 

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