Westdeutscher Fussballverband e.V.
Futsal 01.03.2016

Holzpfosten Schwerte macht den Meistertitel perfekt

17. Spieltag in der WFLV-Futsal-Liga

Spieler und Fans feiern die erste Westdeutsche Meisterschaft der Holzpfosten. (Foto: Boris Hempel / rheinzoom.photo)
Spieler und Fans feiern die erste Westdeutsche Meisterschaft der Holzpfosten. (Foto: Boris Hempel / rheinzoom.photo) - Klicken Sie auf das Bild für eine Slideshow

Einen Spieltag vor dem Ende der Saison 2015/16 machen die Holzpfosten aus Schwerte ihren ersten westdeutschen Meistertitel klar. Mit einem 7:6 gegen den UFC Paderborn – und damit dem zwölften Sieg in Folge (!) - haben sich die Holzpfosten-Futsaler erstmals in ihrer Vereinsgeschichte die West-Meisterschaft gesichert. Bereits zum dritten Mal nacheinander ziehen sie damit ins bundesdeutsche Viertelfinale ein.

Die Zuschauer in der gut gefüllten Alfred-Berg-Sporthalle sahen allerdings kein gutes Spiel ihrer Mannschaft. Die Paderborner kamen bereits in der 1. Minute zu ihrem Führungstreffer, während das Schwerter Spiel nicht so richtig in Fahrt kam. So war es den starken Paraden von Torhüter David Graudejus zu verdanken, dass Schwerte nicht höher in Rückstand geriet. Gleich dreimal parierte er frei vor sich stehende Paderborner Angreifer. Doch die Holzpfosten blieben - wie so oft in dieser Saison - cool und spielten ihren Stiefel souverän runter. Die Folge war der Ausgleichstreffer durch Alex Bahr in der 4. Minute. Matthias Bongartz erzielte sieben Minuten später die Führung und Nils Klems legte nach schöner Kombination nach (13.). Und Sekunden vor der Halbzeit war es wiederum Klems, der für die Schwerter einnetzte, 4:2 Halbzeitstand.

Nach der Halbzeit machten die Ruhrstädter in dieser Manier weiter und Stephan Kleine staubte innerhalb von 20 Sekunden zweimal in fast identischer Weise ab (25.). Fünf Minuten später erhöhte Bongartz dann sogar auf 7:2 und Paderborn setzte als letztes Mittel den Flying Goalkeeper ein. Vor zwei Wochen reagierten die Holzpfosten in Köln noch souverän auf das Überzahlspiel ihres Gegners, aber die Paderstädter machten ihre Sache sehr gut und kamen durch zweimal Arne-Christian Schulte, Felix Assemian und 20 Sekunden vor Schluss durch Oliver Werner noch einmal auf 6:7 heran.

Stephan Kleine warf sich dann beherzt in den letzten Paderborner Angriffschuss und hielt die knappe Führung. Nach dem Abpfiff gab es dann kein Halten mehr, Spieler und Fans lagen sich in den Armen und feierten ausgelassen ihre erste westdeutsche Meisterschaft. Kapitän Nils Klems resümierte nach dem Spiel: „Wir sind schon wirklich sehr stolz darauf, in dieser starken Liga Meister geworden zu sein. Aber jetzt liegt der Fokus natürlich direkt auf den folgenden großen Wochen!“

Aachen nach 9:2 Erfolg erstmals auf einem Nichtabstiegsplatz

Mit einem mehr als deutlichen 9:2 Heimsieg über Mitaufsteiger PSV Wesel klettert der Sport Club Aachen erstmalig in dieser Saison auf einen Nichtabstiegsplatz. Die Aachener, die sich im Laufe der Saison deutlich zu steigern wussten, legen somit einen fulminanten Endspurt hin. Dabei war der Sieg in dieser vorletzten Partie der Saison 15/16 zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Die Weseler agierten zu harmlos, während der SC ein wahres Angriffsfeuerwerk abbrannte. Mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen die Panthers aus Köln wäre der Klassenerhalt gesichert, aber die Kölner machen sich immer noch berechtigte Hoffnung auf den zweiten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Deutschen Futsalmeisterschaft einlädt.

MCH Sennestadt wahrt seine Chance zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft

Mit 7:2 gewann das Matthias-Claudius-Haus Sennestadt seine Auswärtspartie bei der Werksfünf von Bayer 05 Uerdingen. Trotz eines 1:2-Rückstands zur Halbzeit gewinnen die Ostwestfalen dank einer überzeugenden Leistung im zweiten Durchgang die Partie. „Damit haben wir es nächste Woche zu Hause selber in der Hand, den Einzug in die Endrunde der Deutschen Meisterschaft klar zu machen“, freute sich ein sichtlich erleichterter Trainer Yasin Kacar. Der überragende Muhammet Sözer steuerte drei Treffer bei - und nicht zuletzt aufgrund dieser Torgefährlichkeit hat ihn DFB Nationalcoach Paul Schomann in den vorläufigen Kader der Deutschen Futsal Nationalmannschaft berufen. Bayer kann den Klassenerhalt immer noch aus eigener Kraft schaffen, dafür müssen sie am letzten Spieltag beim Schlusslicht Wesel gewinnen.

UFC Münster gewinnt am Grünen Tisch

Aufgrund ihres stark dezimierten Kaders sahen sich die Futsal Sportfreunde Uni Siegen nicht in der Lage, am vergangenen Spieltag beim UFC Münster anzutreten. Staffelleiter Wolfgang Jades wertete das Spiel daher mit 5:0 für die Münsteraner. Siegen übernahm dadurch den ersten Abstiegsplatz (Platz 8.) vom SC Aachen, der drei Punkte aus der Begegnung gegen den PSV Wesel mitnahm. Somit haben beide Teams am letzten Spieltag ein echtes Endspiel um den Klassenerhalt.

Futsal Panthers Köln entscheiden rheinisches Derby für sich

Mit 6:4 Toren gewannen die Futsal Panthers aus Köln gegen ihren rheinischen Kontrahenten Bonner Futsal Lions. Damit wahrten sie ihre Chance auf den zweiten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Deutschen Futsalmeisterschaft berechtigt, während der Abstieg für die Bonner durch diese Niederlage besiegelt ist.

Die Begegnung begann ohne großes Abtasten, und Mario Dos Santos nutzte nach vier Minuten einen Abpraller zum Führungstreffer. Der Ausgleich ließ aber nicht lange auf sich warten, da die Bonner einen Aufbaufehler der Domstädter eiskalt ausnutzten. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen, in dem beide Offensivreihen mehrmals zur Geltung kamen. Folglich wurde die zweite Kölner Führung durch Hirosawa sofort wieder egalisiert. Die Panthers legten eine Schüppe drauf und konnten sich mit einem zwei Tore Vorsprung durch Hirosawa und Dos Santos in die Pause verabschieden (4:2).

Die Bonner Löwen kamen motiviert aus der Kabine, ging es doch für sie um nicht weniger als den Klassenerhalt. Einen Angriff der Gäste konnte ein Bonner Spieler nur mit der Hand auf der Linie klären, Timo Heinze übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Strafstoß zur komfortablen 5:2 Führung. Doch Bonn schien wenig beeindruckt und erzielte postwendend den Anschlusstreffer. Köln wackelte und die Lions nutzten eiskalt die Lücke aus der Distanz zum 5:4, als noch elf Minuten zu spielen waren. Der Spielaufbau der Kölner war in dieser Phase von Unkonzentriertheiten geprägt, sodass die Bonner pfeilschnell ihr Umschaltspiel forcierten und zu weiteren Chancen kamen. Ein Timeout der Domstädter brachte wieder die nötige Sicherheit im Pass- und Laufspiel der Panthers. Bonn drückte auf den Ausgleich, doch eine vielbeinige Kölner Abwehr hatte etwas dagegen. Im Anschluss wurden weitere gute Konterchancen vergeben, sodass erst eine Minute vor Schluss Philipp Abdullahi für die Kölner den Deckel zum 6:4 Endstand auf die Partie machte.

Text: WFLV

Spielberechtigungen Regionalliga West