Westdeutscher Fussballverband e.V.
Futsal 16.11.2015

MCH Sennestadt stürmt an die Tabellenspitze

WFLV-Futsal-Liga

Rasant geht es in der WFLV-Futsal-Liga zur Sache (Foto: WFLV/Sura).

Eine 7:0 Klatsche verpasste die Sennestädter Überraschungsmannschaft der stark ersatzgeschwächten Vertretung von Bayer 05 Uerdingen am vergangenen Samstag und avanciert damit immer mehr zum Meisterschaftsfavoriten der laufenden Saison. Auf Krefelder Seite musste Figone aufgrund einer Rotsperre das Spiel von der Tribüne aus betrachten, weiterhin fehlten Kapitän Benjamin Sahel, Torjäger Dennis Prause und Allrounder Robert Nospak bei der Mission Ostwestfalen. So blieben die Seidenstädter auch ohne Torerfolg, während der MCH ein wahres Torfeuerwerk abbrannte. Nach Vorlage von Serdar Öksüz markierte Muhammet Sözer schon früh den Treffer zur 1:0 Führung. Kurz darauf konnte Bayer Keeper Marlon Walta den Ball nur abprallen lassen und Tahsin Tok brauchte die Kugel nach Zuspiel von Dawid Stroisz nur noch einzuschieben. Mahmoud Gharsallah sorgte dann – wiederum auf Vorlage von Dawid Stroisz - für den 3:0 Halbzeitstand.

Die Uerdinger suchten dann im zweiten Durchgang ihr Heil früh im Flying Goalkeeper, was aber mehr als einmal schief ging: So erzielte Serdar Öksüz das 4:0 durch Schuss aufs verwaiste Tor, Bünjamin Koc war nach Vorlage von Ersin Kozak erfolgreich und Mahmoud Gharsallah setzte - nach dem zwischenzeitlichen 6:0 durch Tahsin Tok - den Schlusspunkt zum 7:0. Die Ostwestfalen bleiben damit auch am 8. Spieltag ohne Niederlage, während Uerdingen sich unerwartet abgeschlagen in der unteren Tabellenhälfte wiederfindet.

Aachen entscheidet Kellerduell für sich

Seinen ersten Saisonsieg kann der SC Aachen vermelden: Mit 9:2 behielten sie gegen Mitaufsteiger PSV Wesel die Oberhand und konnten damit, aufgrund des direkten Vergleichs und des besseren Torverhältnisses erstmals in dieser Saison den letzten Tabellenplatz verlassen.

In den ersten 10 Minuten war von Wesel nicht viel zu sehen, und so stand es schnell 5:0 für den Mittelrheinmeister. Gegen Ende der ersten Halbzeit gab es noch ein kurzes Aufbäumen und Tim Pöpperling und Hamudi Baydoun verkürzten auf 2:5 aus Sicht der Weseler.

Im zweiten Durchgang versuchte Wesel dann auf Powerplay umzuschalten, machte hinten auf - was folgerichtig stark nach hinten losging. Ein 9:2 für Aachen stand als Konsequenz bei Abpfiff auf der Anzeigetafel. Die Torschützen für Aachen: Tabatabaei Sajjad (2), Sina Tabatabaei, (1), Yannic Wortelkamp (2), Jan Becker (2), Carlos Blasco (2).

„Das heute war eine auch in der Höhe verdiente Niederlage,“ befand PSV Futsal-Abteilungsleiter Naim Sassi nach dem Spiel, "die Luft scheint bei uns raus zu sein und man kann die Winterpause eigentlich kaum noch abwarten.“

Am kommenden Samstag kommt es zum Niederrhein-Derby, wenn Wesel zum Sechstplatzierten Bayer Uerdingen anreisen muss.

UFC Münster behält die Oberhand im westfälischen Duell

Wunden lecken war angesagt bei den Kickern des UFC Münster, nachdem sie am letzten Spieltag ohne eigenen Torerfolg drei Punkte an die Panthers aus Köln abgeben mussten (0:3 Tore). Und da kamen die Sportfreunde aus Siegen gerade recht: Tapfer, aber harmlos agierten die Siegener und hatten demzufolge in dieser Begegnung zu keinem Zeitpunkt eine echte Chance. Mit 5:1 (2:1) Toren und drei Punkten im Gepäck startete der UFC am späten Samstagabend den Heimweg zurück ins Münsterland. Den Münsteranern, die den Beinamen „Rekordmeister“ mehr als verdient führen, fehlt in dieser Saison die Dominanz der vergangenen Jahre. Immerhin gewannen sie acht von zehn möglichen Titeln seit Einführung der WFLV-Futsal-Liga – zuletzt viermal in Serie.

Nach bislang drei Niederlagen im Verlauf dieser Saison müssen sie nun sogar um den Einzug ins Viertelfinale der deutschen Futsal Meisterschaft bangen – bisher waren sie hierfür immer so gut wie gesetzt! Sechs Punkte hat Münster Rückstand auf Platz zwei, der zur Teilnahme an der deutschen Meisterschaft berechtigt. Das Ziel, sich erneut für das Feld der besten acht deutschen Teams zu qualifizieren, hat Spielertrainer Wendelin Kemper aber noch nicht aufgegeben: „Es ist utopisch zu denken, dass wir jetzt einen Durchmarsch hinlegen. Aber es sind noch 30 Punkte zu vergeben, da ist noch was möglich. Wir denken jetzt von Spiel zu Spiel“, sagt Kemper.

Am letzten Spieltag der Hinrunde, dem kommenden Samstag, könnten wichtige Weichen gestellt werden, wenn der ewige Mitkonkurrent Holzpfosten Schwerte zu Besuch in der Ballsport-Halle ist. Mit einem Sieg könnte der deutsche Vizemeister zwar kurzzeitig überholt werden, allerdings hat der auch noch ein Spiel weniger.

Text: WFLV

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