Westdeutscher Fussballverband e.V.
Futsal 16.03.2015

WFLV Futsal-Liga:
Rückblick auf eine tolle Saison 2014/15

Rekordmeister UFC Münster holt sich den achten Titel. (Foto: Georg von Coelln)

Die zehnte Saison der WFLV Futsal-Liga ist gespielt - und es kann festgestellt werden, dass die Liga immer stärker wird. Zwar führte mal wieder kein Weg am UFC Münster vorbei, doch so knapp wie in dieser Saison war es bisher noch nie: Lediglich der direkt gewonnene Vergleich mit den Schwerter Holzpfosten verhilft den Münsteranern zur Meisterschaft. Schwerte landet punktgleich auf dem zweiten Platz und wird somit auch in diesem Jahr wieder an der Deutschen Futsal-Meisterschaft teilnehmen, bei der sie sich im letzten Jahr erst im Finale NAFI Stuttgart geschlagen geben mussten. Bayer Uerdingen spielte lange Zeit mit um den Titel, konnte aber in diesem Jahr keinen Sieg gegen eines der beiden Spitzenteams einfahren. Hinter diesen dreien, die sich einen kleinen Vorsprung erarbeitet haben, kämpften sechs Teams lange Zeit um den Klassenerhalt, der erst auf der Zielgeraden entschieden wurde. Zudem konnten drei der vier Aufsteiger erfreulicherweise die Klasse halten, sie belegen die Plätze vier bis sechs.

 

UFC Münster: 44 Punkte, 14 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen, 113:44 Tore

Der UFC Münster belegt nach 18 Spieltagen den ersten Tabellenplatz, dabei hat er insgesamt 44 Punkte gesammelt. Die Münsteraner mussten sich im Saisonverlauf lediglich Holzpfosten Schwerte mit 3:5 und MCH Futsal Club Sennestadt mit 3:9 geschlagen geben. Mit 44 Gegentoren stellen sie gemeinsam mit Holzpfosten Schwerte die beste Defensive der Liga. In der Offensive brannte Münster dieses Jahr einige Feuerwerke ab. Mit 113 Toren stellen sie hinter Schwerte die zweitbeste Offensivabteilung und konnten das Ergebnis dreimal zweistellig gestalten. Mit 18:0 gegen Essen fuhren sie zudem den höchsten Saisonsieg ein. Die Münsteraner haben sich den Meistertitel mehr als verdient, da sie an insgesamt 14 Spieltagen die Tabelle anführten. Lediglich an den ersten drei Spieltagen, sowie am siebten Spieltag nach der 3:5 Niederlage gegen Schwerte, stand Münster nicht auf dem ersten Platz. Münsters Stärke spiegelt auch der erste Futsal-Lehrgang des DFB wider, an dem insgesamt fünf Spieler des UFC teilgenommen haben. Die erfolgreiche Saison wird von zwei Unentschieden eingerahmt. Am ersten Spieltag kam Münster nicht über ein 4:4 gegen Siegen hinaus und am letzten Spieltag gab es ein 5:5 gegen Bayer Uerdingen. Ihr Ziel in der Liga hat Münster somit allemal erreicht, nun geht es im nationalen Vergleich im Viertelfinale der Deutschen Futsal Meisterschaft am 21. März gegen die Panthers aus Hamburg.

Holzpfosten Schwerte feiert mit seinen Fans die Vize-Meisterschaft. (Foto: Boris Hempel)

Holzpfosten Schwerte: 44 Punkte, 14 Siege,
2 Unentschieden, 2 Niederlagen, 114:44 Tore

Holzpfosten Schwerte konnte die guten Eindrücke der letzten Saison bestätigen und steht nach dem Deutschen Vizemeistertitel im letzten Jahr wieder unter den acht besten Futsal-Teams Deutschlands. Am Ende schrammten sie knapp an der Westdeutschen Meisterschaft vorbei und mussten Münster nur auf Grund des direkten verlorenen Vergleichs den Vortritt lassen. Dabei verlief vor allem der Start in die Saison mehr als holprig. Dem klaren Auftaktsieg gegen Düsseldorf folgten zwei Unentschieden gegen die Aufsteiger aus Bonn und Sennestadt, sowie zwei Spieltage später die erste Niederlage gegen Siegen. Nach der Niederlage fingen sie sich aber und legten die längste Siegesserie der Saison hin. In drei Monaten fuhren sie zehn Siege in Folge ein und mussten sich erst im elften Spiel UFC Münster geschlagen geben. Mit 114 erzielten Toren stellen die Schwerter die beste Offensive, sowie mit 44 Gegentreffern – gemeinsam mit Münster - die beste Defensive der Liga. Ganze vier Mal gelang ihnen das Kunststück, mindestens zehn Treffer zu erzielen. Mit dem 16:0 gegen Essen erzielten sie den zweithöchsten Sieg der Saison. Erfolgreichster Torschütze war Kapitän Nils Klems, der zusammen mit Marc Nebgen zum DFB Sichtungslehrgang eingeladen wurde. Das Saisonziel haben die Schwerter mit der Teilnahme an der Deutschen Futsal-Meisterschaft erreicht. Hier treffen sie im Viertelfinale am 21. März zu Hause auf den Bezirksligisten TuS Kirchberg (Regionalverband Südwest).

Hatten sich mehr erhofft: Bayer 05 Uerdingen. (Foto: Marcel Sura)

Bayer 05 Uerdingen Futsal: 37 Punkte, 12 Siege,
1 Unentschieden, 5 Niederlagen, 88:52 Tore

Bayer 05 Uerdingen hatte sich für diese Saison das Ziel gesetzt, einen der ersten beiden Plätze zu belegen, um - nach 2006 und 2007 (noch als Strandkaiser Krefeld) - dieses Mal wieder bei der Deutschen Futsal-Meisterschaft dabei zu sein. Die Saison begann dabei gut für die Uerdinger, die an den ersten sieben Spieltagen sechs Siege einfahren konnten und nur gegen Holzpfosten Schwerte knapp mit 4:5 verloren. Durch den guten Start standen sie bis zum neunten Spieltag immer auf einem der ersten beiden Plätze. Doch durch die beiden Niederlagen gegen Wuppertal und Münster rutschten sie auf den unliebsamen dritten Platz ab, den sie schließlich den Rest der Saison belegen sollten. Zwar konnten sie zu Beginn der Rückrunde drei Siege in Folge einfahren, doch nach erneut zwei Niederlagen gegen Schwerte und Sennestadt konnten die Uerdinger ihr Saisonziel abhaken. Münster und Schwerte waren den Krefeldern in der Tabelle enteilt und weisen am Schluss ganze sieben Zähler Vorsprung auf. Den höchsten Saisonsieg feierte Bayer bereits am zweiten Spieltag gegen Essen, denen sie neun Tore einschenkten. Uerdingen konnte in dieser Saison keine Partie gegen einen der ersten beiden gewinnen und lediglich einen Punkt am Saisonende gegen Münster einfahren. Das verhinderte eine bessere Platzierung der Krefelder. Nun konzentrieren sie sich auf die beiden Pokalwettbewerbe, in die sie als Titelverteidiger gehen. Mit Timo Heinze und Benjamin Sahel nahmen auch zwei Krefelder am DFB Sichtungslehrgang in Kaiserau teil. In der neuen Saison wird es am Seitenrand eine Veränderung geben, da Jos van Gerven seinen Trainerjob aus privaten Gründen zur Verfügung stellt.

Aufsteiger MCH Sennestadt lieferte eine starke Saison ab. (Foto: Verein

MCH Futsal Club Sennestadt: 30 Punkte, 9 Siege,
3 Unentschieden, 6 Niederlagen, 80:75 Tore

Der MCH Futsal Club Sennestadt beendet die Saison als stärkster Aufsteiger und echte Bereicherung der Liga. Die Mannschaft ist mit vielen guten Einzelspielern gespickt, die ihre Klasse mehrfach aufblitzen ließen. Vor allem gegen die etablierten Teams zeigten sie gute Leistungen und konnten so gegen Münster und Uerdingen gewinnen sowie Schwerte ein Unentschieden abluchsen. Am Ende der Saison ließen sie den Abstiegskampf, in dem sie lange Zeit steckten, hinter sich und holten aus den letzten fünf Spielen vier Siege und ein Unentschieden. Die gute Hinrunde, die sie auf dem fünften Platz beendeten, bildete die Grundlage für den Klassenerhalt. Erstaunliche Leistung einer Mannschaft, die erst das zweite Jahr Futsal spielt – aber offensichtlich vom Futsal-Virus infiziert ist. In ihrer ersten Saison gelang direkt der Aufstieg aus der Westfalenliga und auch das erste Jahr in der WFLV Futsal-Liga kann sich sehen lassen. Schwächen zeigten die Bielefelder immer, wenn es gegen direkte Konkurrenten ging. In diesen Spielen verpasste es Sennestadt immer wieder, sich entscheidend abzusetzen, um dem Abstiegskampf zu entgehen. In ihrer ersten Saison scheint ihnen nur eine Mannschaft nicht zu liegen: Gegen Mitaufsteiger Bonner Futsal Lions mussten sie zwei Niederlagen einstecken und dabei jeweils sechs Gegentreffer kassieren. Gegen jede andere Mannschaft der Liga konnten sie mindestens einen Punkt einfahren. Die Zuschauer der Partien mit Bielefelder Beteiligung können sich auch im nächsten Jahr auf viele Tore freuen, da immer mindestens vier Tore fielen und im Durchschnitt ganze 8,6 Treffer pro Spiel zustande kamen.

Wieder zurück in alter Spur: Aufsteiger Futsal Panthers Köln auf Rang 5. (Foto: Benjamin Horn)

Futsal Panthers Köln: 26 Punkte, 8 Siege,
2 Unentschieden, 2 Niederlagen, 63:84 Tore

Auf dem fünften Platz steht mit den Futsal Panthers Köln ein weiterer Aufsteiger. Die Kölner waren vor zwei Jahren aus der WFLV-Futsal-Liga abgestiegen, schafften aber den direkten Wiederaufstieg und werden auch in der nächsten Saison in der höchsten Liga vertreten sein. Die Kölner schickten ebenso wie Münster fünf Spieler zum Sichtungslehrgang des DFB, zudem konnten sie sich in der Rückrunde mit Robert Nospak, einem ehemaligen kroatischen U21 Futsal-Nationalspieler, noch einmal enorm verstärken. Den Klassenerhalt sicherten sich die Kölner durch gute Ergebnisse gegen die direkte Konkurrenz. Gegen alle Mannschaften, die in der Tabelle hinter ihnen stehen, konnten sie mindestens vier Punkte einfahren und verloren keine einzige Partie. Ausbaufähig bleiben dagegen die Duelle gegen die Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel. Gegen Münster, Schwerte, Uerdingen und Sennestadt konnten sie keinen einzigen Punkt einfahren, sie kassierten – im Gegenteil - teils deutliche Niederlagen. Offensive und Defensive der Kölner sind dabei ausbaufähig. 84 Gegentoren stehen 63 eigene Tore entgegen. Insgesamt kann Spielertrainer Tomasz Luzar aber mit seiner Mannschaft zufrieden sein, da das Saisonziel, der Klassenerhalt, erreicht werden konnte. In der neuen Saison wird er weiter Wert auf die Weiterentwicklung seiner Mannschaft legen. Unterstützung erhält er dabei von Daniel Gerlach, der sich das Traineramt mit Luzar teilen wird. Daniel Gerlach ist momentan als Co-Trainer bei den DFB Sichtungslehrgängen dabei und kennt einige Spieler bereits aus der Mittelrheinauswahl. Von 2007 bis 2012 spielte er zudem für die Kölner und kennt sich im Verein also bestens aus.

Die Bonner Futsal Lions freuen sich als Aufsteiger zu Recht über den Klassenerhalt. (Foto: Boris Hempel)

Bonner Futsal Lions: 26 Punkte, 8 Siege,
2 Unentschieden, 8 Niederlagen, 71:74 Tore

Die Bonner Futsal Lions haben als dritter Aufsteiger in ihrer ersten Saison ebenfalls den Klassenerhalt geschafft und spielen - genauso wie Sennestadt - erst ihr zweites Jahr Futsal. Den Klassenerhalt sicherten sie sich ähnlich wie Köln durch viele Punkte, die sie gegen die Absteiger sammelten. Gegen Wuppertal holten sie vier Zähler und gegen Düsseldorf und Essen gewannen sie alle Partien. Außerdem scheint Sennstadt den Bonnern zu liegen, da sie gegen diese ebenfalls beide Begegnungen für sich entscheiden konnten. Den Klassenerhalt perfekt machte der Siegtreffer von Torhüter Julian Kottenhoff, der am vorletzten Spieltag gegen Siegen in der letzten Minute traf. Schlüsselfaktoren für den Klassenerhalt waren die mannschaftliche Geschlossenheit, sowie der überragende Torjäger der Saison: Dennis Prause steuerte einen großen Anteil zum Klassenerhalt bei, indem er in 16 Partien ganze 34-mal ins gegnerische Tor traf und dabei außerdem gegen jede Mannschaft mindestens einen Treffer erzielen konnte. Besonders lagen ihm dabei die zweitplatzierten Uerdinger, gegen die er sieben Tore erzielte. Mit Niclas Hoffmans nahm auch ein Bonner am Sichtungslehrgang des DFB teil. In der neuen Saison geht es für die Mittelrheiner erneut um den Klassenerhalt, da einige Spieler den Verein verlassen werden und eine zweite Mannschaft aufgebaut werden soll.

Die Futsal Sportfreunde Uni Siegen schafften den Klassenerhalt auf den letzten Metern. (Foto: Marcel Sura)

Sportfreunde Uni Siegen: 21 Punkte, 6 Siege,
3 Unentschieden, 9 Niederlagen, 58:62 Tore

Die Sportfreunde Uni Siegen konnten sich in allerletzter Sekunde vor dem Abstieg retten und sicherten sich erst am letzten Spieltag mit einem 8:5 Sieg den Klassenerhalt. Die Siegener starteten gut in die Saison und holten aus den ersten fünf Partien zehn Punkte. Doch im weiteren Saisonverlauf sollten die Siegener keine zwei Spiele mehr in Folge gewinnen. Fünf Spiele verloren sie dabei nur knapp, und ihre schlechte Chancenverwertung, sowie teilweise fehlendes Glück, machten bessere Ergebnisse zunichte. Lediglich Tabellenschlusslicht Essen konnten sie zweimal schlagen. Probleme hatten die Siegener immer gegen die direkte Konkurrenz. Gegen Schwerte konnten sie einmal gewinnen, gegen Uerdingen verloren sie knapp und Münster trotzten sie am ersten Spieltag ein Unentschieden ab. An fünf Spieltagen belegten die Siegener einen Abstiegsplatz. Die Siegener profitierten letzten Endes von ihrer Erfahrung: Die nächste Saison wird die vierte in Folge in der höchsten Spielkasse sein, in der die Siegener den Klassenerhalt möglichst früh einfahren und nicht noch einmal solch eine Zitterpartie erleben wollen. Aufbauen können die Siegener auf ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit und dem Einsatz der Spieler, die sich nie aufgegeben haben und bis zum Schluss um den Klassenerhalt gekämpft haben.

Die Selecao Wuppertal verliert das Schicksalsspiel am letzten Spieltag und muss absteigen. (Foto: Verein)

Futsal Selecao Wuppertal: 20 Punkte,
6 Siege, 2 Unentschieden, 10 Niederlagen, 74:84 Tore

Die Futsal Selecao Wuppertal verabschiedet sich nach drei Jahre Ligazugehörigkeit in die Niederrheinliga. Die Wuppertaler starteten mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen denkbar schlecht und fanden sich bereits früh im Abstiegskampf wieder. Neben den vier gewonnenen Partien gegen Essen und Düsseldorf konnten die Wuppertaler nur noch gegen Siegen und etwas überraschend gegen Uerdingen einen Sieg einfahren. Ansonsten reichte es in dieser Saison nur noch zu einem Unentschieden gegen Bonn und Sennestadt. Zwischendurch lagen die Wuppertaler sogar auf dem vierten Platz, konnten aber nie einen größeren Abstand zwischen sich und der Abstiegszone herstellen. Und so steckten sie die gesamte Saison über im Abstiegskampf fest. Besonders bitter war natürlich der letzte Spieltag gegen Siegen, wo sie in einem spannenden Spiel die Möglichkeit hatten, durch ein Unentschieden die Klasse zu halten. Doch Siegen zeigte die besseren Nerven und konnte die Selecao in letzter Sekunde noch überholen. In der neuen Saison werden die Wuppertaler in der Niederrheinliga den erneuten Aufstieg anpeilen, im WFLV-Pokal treffen sie in der Qualifikationsrunde auf Mitabsteiger Futsalicious Essen.

Verabschieden sich nach fünf Jahren aus dem Futsal-Oberhaus: Die Futsal Lions aus Düsseldorf. (Foto: Verein)

Futsal Lions Düsseldorf: 13 Punkte,
4 Siege, 1 Unentschieden, 13 Niederlagen, 59:71 Tore

Die Düsseldorfer Futsal Lions bekamen in ihrer fünften aufeinanderfolgenden Saison in der Regionalliga kein Bein an den Boden. Zu Beginn hagelte es sechs Niederlagen hintereinander, bevor am siebten Spieltag endlich ein Unentschieden gegen die Kölner Panthers eingefahren werden konnte. Der Sieg gegen Essen brachte sie aber auch nicht weiter nach vorne, da die nächsten beiden Partien wieder verloren wurden. So standen sie bereits nach der Hinrunde auf dem vorletzten Tabellenplatz - mit neun Punkten Rückstand auf das rettende Ufer. In der Rückrunde lief es zunächst ganz gut für die Düsseldorfer, und sie konnten den Abstand auf sieben Punkte verkürzen. Doch die direkten Duelle gegen die anderen Mannschaften im Abstiegskampf gingen alle verloren. Bereits nach dem 16. Spieltag konnte der Abstieg nicht mehr verhindert werden. Seit dem zweiten Spieltag standen die Düsseldorfer auf dem vorletzten Platz und behielten diesen für den Rest der Saison. Ein Problem der Düsseldorfer war jeweils die erste Spielhälfte. Sie verschliefen den Anfang und lagen bereits zur Halbzeit im Hintertreffen. In Hälfte zwei drehten sie dann auf und konnten verkürzen, zu einem Sieg reichte es aber nie. Nun nehmen die Düsseldorfer in der Niederrheinliga einen neuen Anlauf. In der Qualifikationsrunde im WFLV-Pokal treffen sie als Absteiger auf den Mittelrheinvertreter Alemannia Aachen Futsal.

Für Futsalicious Essen geht es ohne einen Punktgewinn zurück in die Niederrheinliga. (Foto: Boris Hempel)

Futsalicious Essen: 0 Punkte, 0 Siege,
0 Unentschieden, 18 Niederlagen, 29:159 Tore

Futsalicious Essen hatte sich seine zweite Saison in der WFLV Futsal-Liga sicherlich anders vorgestellt. In der letzten Saison schafften sie es auf der Zielgeraden noch, den PSV Wesel abzufangen und aus der Niederrheinliga aufzusteigen. Doch die Aufstiegseuphorie war schnell verflogen, und die Essener kassierten eine Niederlage nach der anderen. Am fünften Spieltag wurde es dann das erste Mal zweistellig. Gegen Münster kassierten sie eine derbe 1:10 Klatsche. Im weiteren Verlauf der Saison sollten noch fünf weitere zweistellige Niederlagen folgen. Die deutlichste Abfuhr mussten sie in Münster mit 0:18 hinnehmen. Die Defensive der Essener war die mit Abstand schlechteste der Liga, und so musste der bemitleidenswerte Essener Torhüter im Schnitt 8,8-mal pro Spiel hinter sich greifen und den Ball aus dem Netz holen. 159 Gegentoren stehen magere 29 selbst erzielte Treffer gegenüber. Besonders im Abschluss hatten die Essener ihre Schwächen, sie konnten selbst beste Chancen nicht verwerten. So blieb ihnen ein Punktgewinn verwehrt, den sie sicher verdient gehabt hätten. Einen weiteren herben Dämpfer bekamen die Essener im neuen Jahr verpasst, als der langjährige Spielertrainer und Mitbegründer von Futsalicious, Steffen Bonnekamp, sein Traineramt schweren Herzens aus privaten Gründen zur Verfügung stellen musste. Aber die Essener können auch Positives aus ihrer ersten Regionalliga Saison mitnehmen. Sie kämpften in jedem Spiel bis zum Ende und gaben sich nie auf, wobei sie immer nach den Regeln des Fair-Play spielten. Vielleicht kam der erneute Aufstieg in der vergangenen Saison zu früh für die Essener, die sich nun in der Niederrheinliga neu aufstellen werden.

 

Die Zuschauer konnten sich auch in dieser Saison an vielen Tricks, schönen Toren, guten Spielzügen und klasse Paraden erfreuen. Die meisten Zuschauer strömten zu den Heimspielen von Holzpfosten Schwerte, die mit den „Hoolzpfosten“ (mit zwei „o“!) den bisher einzigen Futsal-Fanclub in Deutschland hinter sich haben. Die Mannschaften erzielten an den 18 Spieltagen in 90 Begegnungen insgesamt satte 749 Tore, was einem Schnitt von 8,3 Toren pro Spiel entspricht. Treffsicherster Schütze der Liga war Dennis Prause, der in seinem ersten Jahr 34 Treffer in 16 Spielen erzielte, was einen Schnitt von 2,1 Toren pro Spiel bedeutet. Die torärmste Partie sahen die Zuschauer am 13. Spieltag zwischen Holzpfosten Schwerte und Bayer Uerdingen, in der nur ein Tor für Schwerte fiel. Ansonsten sahen die Zuschauer immer mindestens drei Treffer pro Begegnung. Die torreichste Partie fand am 14. Spieltag zwischen UFC Münster und Futsalicious Essen statt, wobei die Münsteraner die Essener mit 18:0 nach Hause schickten. Das torreichste Unentschieden lieferten sich MCH Sennestadt und Futsal Selecao Wuppertal, die sich am 7. Spieltag mit 6:6 trennten.

Die Stärke der Liga spiegelt sich auch im ersten DFB-Futsal-Sichtungslehrgang wieder, der vom 1. bis zum 3. März in Kaiserau stattgefunden hat. Von insgesamt 28 nominierten Spielern der Regionalverbände West und Nord treten 15 in der WFLV Futsal-Liga an. Weitere spannende Partien gibt es nun bei der Deutschen Futsal-Meisterschaft zu sehen, bei der UFC Münster und Holzpfosten Schwerte unter den acht besten Mannschaften in Deutschland stehen und um den Titel mitspielen wollen. Außerdem wird zum zweiten Mal der WFLV-Pokal ausgespielt, bei dem Bayer Uerdingen seinen Titel erfolgreich verteidigen will.

 

Text: WFLV

Spielberechtigungen Regionalliga West