Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 29.10.2012

WFLV macht`s möglich: Gelungene
Regionalliga-Premiere in der KrayArena

Torjubel beim FC Kray (Foto: Revierfoto)

Lange musste der FC Kray auf dieses Erlebnis warten: Gegen den 1. FC Köln konnte der Überraschungs-Aufsteiger endlich sein erstes Regionalliga-Heimspiel in der eigenen KrayArena austragen. „Wir sind überglücklich, endlich in unserer sportlichen Heimat spielen zu dürfen“, sagte der FCK- Präsident Günther Oberholz, der sich ausdrücklich beim WFLV-Präsidenten Hermann Korfmacher für die große und entscheidende Unterstützung in dieser Angelegenheit bedankte. Für Kray war es eine überaus gelungene Regionalliga-Premiere: Beim 3:3 gegen die U 23 des 1. FC Köln gab es wieder etwas Zählbares, nach sieben Niederlagen hintereinander wurde die belastende Negativserie gestoppt. 680 Zuschauer stellten eine prima Kulisse.

Mit zwei Siegen in der Relegation über den KFC Uerdingen war der FC Kray vergangenen Juni für viele Experten überraschend in der Regionalliga aufgestiegen. Wie bei so vielen Vereinen, die einen plötzlichen sportlichen Durchbruch erzielen, hielt die Entwicklung in der Infrastruktur nicht Schritt. Weil in der heimischen KrayArena die von der Polizei gestellten Sicherheitsbedingungen nicht sofort erfüllt werden konnten, musste der Essener Klub seine Heimspiele zunächst im Uhlenkrug-Stadion im Süden der Stadt austragen.

Glücklich: FCK-Präsident Günther Oberholz.

Vielfach hatte sich in den zurückliegenden Monaten der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband (WFLV) als Träger der Regionalliga hinter den Kulissen eingeschaltet, um gemeinsam mit dem Verein, der Stadt Essen und der Polizei eine Lösung zu finden, die allen Seiten entgegen kommen würde. Natürlich wollte der FC Kray auf seinen Heimvorteil nicht verzichten. Hinzu kamen die finanziellen Aufwendungen für den jeweiligen Umzug zum Uhlenkrug, die den FC Kray belasteten. Gerne kam der WFLV in diesem Zusammenhang seinem Anliegen nach, die Vereine nach besten Kräften zu unterstützen. Insbesondere Hermann Korfmacher war in dieser Angelegenheit aktiv und führte viele Gespräche mit den Beteiligten, um zu einer Lösung zu gelangen.

 "Sind überglücklich"

Ende Oktober gab es endlich die für Kray frohe Botschaft: Mit einer Sondergenehmigung des WFLV durfte der Aufsteiger sein Regionalliga-Spiel gegen die U 23 des 1. FC Köln erstmals in der heimischen KrayArena austragen. WFLV-Präsident Hermann Korfmacher gab die endgültige Zusage persönlich ab. „Wir sind überglücklich, endlich in unserer sportlichen Heimat spielen zu dürfen. Herr Korfmacher hat im Namen des Verbandes ausdrücklich unsere Bemühungen und unseren Einsatz für die Sache gelobt und nach den neuen Erkenntnissen der Polizei die Freigabe für die drei Spiele in Kray erteilt“, freute sich FCK-Präsident Günther Oberholz. Es muss nicht betont werden, dass der WFLV bei aller Unterstützung für seine Vereine, die Sicherheitsaspekte weiter in den Vordergrund stellt. Alle erteilten Auflagen konnte der der FC Kray allerdings in Absprache mit dem Sicherheitsbeauftragen Björn Masuhr und mit dem Fanbeauftragten Michael Mette problemlos umsetzen.

Sportlich hat den FC Kray die Rückkehr in die heimische KrayArena zudem enorm beflügelt. Nach sieben Niederlagen in Folge holte der Aufsteiger mal wieder einen Punkt, und trotzdem gab’s nach dem 3:3 gegen die U 21 des 1. FC Köln lange Gesichter. Innerhalb von 60 Sekunden hatten die Gastgeber einen scheinbar beruhigenden 3:1-Vorsprung verspielt.

Die Freude der 680 Zuschauer über das erste richtige Regionalliga-Heimspiel währte nicht einmal 180 Sekunden. Nach einem katastrophalen Ballverlust im Mittelfeld fasste sich Kölns Vaaßen ein Herz und überraschte Krays Torwart Omar Allouche mit einer Bogenlampe. Die Gastgeber zeigten sich allerdings nur kurz geschockt. Nach einer Viertelstunde übernahmen sie das Kommando und erspielten sich auch gute Möglichkeiten. So scheiterte Kevin Kehrmann (18.) aus kürzester Entfernung an Kölns Torwart Schuhen. Vier Minuten vor der Pause fiel dann aber doch der verdiente Ausgleich: Ein Eckball von Kevin Barra fand den Kopf von Georgios Ketsatis, der aus kürzester Entfernung zum 1:1 einnickte.

Der Treffer beflügelte die Krayer sichtlich, und die Kölner gerieten mehr und mehr ins Schwimmen. Verdienter Lohn war das 2:1 (58.) durch einen Kopfball von Timur Karagülmez. Und dann überschlugen sich plötzlich die Ereignisse: Als Philipp Schmidt im Strafraum von den Beinen geholt wurde, und der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte, kannte der Jubel keine Grenzen. Die Ernüchterung folgte allerdings auf dem Fuß: Ilias Elouriachi jagte den Ball weit über das Tor. Wiederum zwei Minuten später war es dann aber doch soweit: Nach einem Konter überlupfte Philipp Schmidt Kölns Torwart Schuhen, und es stand 3:1. Die „Geißböcke“ waren nun angeschlagen, doch die Krayer verpassten die endgültige Entscheidung, als Karagülmez freistehend über das Tor köpfte (70.).

Und so kam es, wie es im Fußball so häufig kommt: Nach einer Standardsituation gelang Spinrath (81.) per Kopf der Anschlusstreffer, und nur 60 Sekunden später nutze Aosman einen kollektiven Aussetzer zum Ausgleich. „Am Ende guckt man sich an und wundert sich: Wir haben nur 3:3 gespielt. Aber so ist Fußball“, meinte Trainer Dirk Wißel, der im nächsten Auswärtsspiel bei Fortuna Köln erneut zwei Leistungsträger ersetzen muss: Kapitän Dominik Immanuel sah in der Schlussminute nach einer Unbeherrschtheit Rot, Linksverteidiger Georgios Ketsatis muss nach der fünften Gelben Karte ein Spiel pausieren.

Quelle: WFLV/Leroi

Auch in der Regionalliga-Saison 2014/15 soll es jede Menge Tore geben (Foto: Mrugalla).

Die Torjägerliste der Regionalliga West für die Saison 2014/2015.
(Stand nach Saisonabschluss am 23. Mai 2015)

20 Tore:

Jesse Weissenfels (SF Lotte)

18 Tore:

Mike Wunderlich (Viktoria Köln)

16 Tore:

Simon Engelmann (SC Verl)

Giuseppe Pisano (Bor. Mönchengladbach U23)

14 Tore:

Fabian Friedemann Graudenz (Alemannia Aachen)

13 Tore:

David Jansen (RW Oberhausen)

Marlon Ritter (Bor. Mönchengladbach U23)

12 Tore:

Hamadi Al Ghaddioui (SC Verl)

11 Tore:

Aliosman Aydin (KFC Uerdingen)

Fatih Candan (Viktoria Köln)

10 Tore:

Kamil Bednarski (SC Wiedenbrück)

Vojno Jesic (1. FC Köln U23)

Marcel Platzek (RW Essen)

Raphael Steinmetz (Rot-Weiß Oberhausen)

Marwin Studtrucker (RW Essen)

9 Tore:

Matthias Haeder (SC Verl)

Sinan Kurt (VfL Bochum U23)

Bernd Rosinger (VfL Sportfreunde Lotte)

Sinisa Veselinovic (SV Rödinghausen)

8 Tore:

Kevin Behrens (Alemannia Aachen)

Marius Bülter (SV Rödinghausen)

Kevin Holzweiler (Bor. Mönchengladbach U23)

Burak Kaplan (SG Wattenscheid)

Sven Kreyer (RW Essen)

Kemal Rüzgar (F. Düsseldorf U23)

Bilal Sezer (Bor. Mönchengladbach U23)

Zur Torjägerliste der Regionalliga West, Saison 2013/2014, gelangen Sie hier!

 

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FC Kray

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Spielberechtigungen Regionalliga West