Westdeutscher Fussballverband e.V.
Verbandsnews 06.01.2016

Workshop: "Prävention von Sportunfällen"
im Leistungsprofil der Fachverbände

WFLV engagiert sich im
LSB-Programm „Bewegt GESUND bleiben!“

Reger Austausch beim Thema Prävention von Sportverletzungen. (Foto: Rainer Engler/WFLV)

In Kooperation mit der Stiftung „Sicherheit im Sport“ führte der WFLV zwei Workshops zum Thema „Prävention von Sportunfällen“ durch. Differenziert wurde nach den Leistungsprofilen von Fußball und Leichtathletik, entsprechend wurden die Inhalte der jeweiligen Fachsportart angepasst.

In beiden Workshops stellte David Schulz (Stiftung) auf Grundlage einer Analyse der Unfalldatenbank der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit der ARAG Ergebnisse sowie weitere Forschungsergebnisse aus dem In- und Ausland vor. Auch die Ursachen und Folgen von Sportunfällen wurden hierbei beleuchtet, um diese Erkenntnisse wiederum in präventive Maßnahmen umsetzen zu können. Die Stiftung arbeitet nach international anerkannten und bewährten Projektmanagementstandards, und die Nachhaltigkeit der Umsetzung in der Sportpraxis ist fester Bestandteil der Projekte.

Inhaltlich gliedern sich die Projekte in die vier übergreifenden Felder der Sportunfallprävention:

• Sportpraktische Maßnahmen

• Technische und politische Maßnahmen

• Ausrüstung und Einrichtungen

• Medizinische und nicht-medizinische Betreuung

Entwicklung von Maßnahmenpaketen zur Vermeidung von Sportunfällen

Die Stiftung lieferte Recherchearbeiten zu Unfalltypologien der jeweiligen Sportart, deren Häufigkeiten und begleitende Aspekte sowie mögliche Ansätze für Präventionsmaßnahmen. Hierbei wurden ergänzend Daten aus bereits existierenden Präventionsansätzen (z.B. der ASIS, der Unfallkasse, der bfu) aufbereitet und durch Fakten aus der Vereinspraxis untermauert.

Ziel der Workshops ist es, auf den Fachverband zugeschnittene Maßnahmenpakete zu konzipieren, die dazu beitragen, Sportunfälle zu vermeiden und sportartspezifische Risiken zu vermindern. Die Maßnahmenpakete sollen wissenschaftliche Daten und Erkenntnisse zu Art, Häufigkeit und Folgen von sportartspezifischen Unfällen und Erkrankungen und praktische Erfahrung aus der Vereinsarbeit zusammenführen. Außerdem sollen sie Verhaltens- und Verhältnisprävention verbinden und das sportartspezifische Regelwerk berücksichtigen. Die Workshops, die mit Mitteln des Landes NRW und des LSB gefördert werden, sollen im nächsten Jahr fortgesetzt werden und kompakte, sportartspezifische Kurzinformationen zur Prävention von Sportunfällen in der konkreten alltäglichen Vereinsarbeit liefern.

Text: WFLV

 

Spielberechtigungen Regionalliga West