Westdeutscher Fussballverband e.V.
Bildungswerk/Ratgeber 13.11.2014

„Bewegt GESUND bleiben in NRW!“:
Stressreduziert zum "Wir-Gefühl"

Workshop

Der Workshop mit dem Titel „Entwicklung gesundheitsorientierter Maßnahmen im Fachverband“ wurde von LSB-Referent Klaus-Peter Uhlmann moderiert. (Foto: WFLV)

Die Freizeit- und Breitensport-Vertreter der Leichtathleten aus den Landesverbänden des WFLV trafen sich in der Geschäftsstelle des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband e.V. in Duisburg zu einem Workshop, der dem LSB Programm „Bewegt GESUND bleiben in NRW!“ zugeordnet und von LSB und Land NRW gefördert wird.

Der Workshop mit dem Titel „Entwicklung gesundheitsorientierter Maßnahmen im Fachverband“ wurde von LSB-Referent Klaus-Peter Uhlmann moderiert. Dabei ging es um verschiedene Aktionen und Maßnahmen, um Gesundheitsaspekte im Fachverband zu beleuchten. Es wurden dabei zwei Ebenen herausgestellt, an denen Veränderungen vorgenommen werden können. Auf der einen Seite steht die Verhaltensprävention, bei der es um die Angebote für die Mitglieder geht, also um die gesamte Organisation.

Es ging um verschiedene Aktionen und Maßnahmen, um Gesundheitsaspekte im Fachverband zu beleuchten.

Die Netzwerkgestaltung bildet dabei einen Punkt der Gesundheitsförderung. Der Verband sollte Kontakte zu Partnern aus der Wissenschaft, Politik und Wirtschaft aufbauen und mit dem Aufmerksamkeitsprinzip nachhaltig sensibilisieren. So kann zum Beispiel durch eine Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln das Thema Leistungssport in Hinsicht auf die Gesundheit der Sportler untersucht werden.

Auf der anderen Seite geht es um die Verhältnisprävention zur Schaffung gesunder Rahmenbedingungen. Dazu gehört unter anderem, den Stress für Mitarbeiter, egal ob Hauptamtliche, Ehrenamtliche oder Honorarkräfte, zu reduzieren. Hierfür ist es nötig, die notwendigen Informationen vorab bereitzustellen, damit die für den Verband aktiven Mitarbeiter so wenig Stress wie möglich haben. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wertschätzung der Mitarbeiter. Hier ist es notwendig, sich von der Inhaltsebene zu lösen und die Beziehungsebene zu stärken, vor allem Arbeitsgruppen übergreifend. So werden positive Erlebnisse und Rückmeldungen gestärkt und die Kommunikation untereinander verbessert. Durch informelle Veranstaltungen kann ein „Wir-Gefühl“ geschaffen werden, das gerade neuen Mitarbeitern zeigt, dass er Teil einer Gemeinschaft ist und nicht alleine dasteht. Das führt zu einer höheren Zufriedenheit und langfristig zu einer stärkeren Identifikation mit dem Verband.

Auf der Struktur-Ebene innerhalb des Verbandes müssen Prozesse und Abläufe optimiert werden. Zudem kann es sinnvoll sein, einmal im Monat einen Newsletter zu versenden, in dem abteilungsübergreifende Inhalte in kurzen Sätzen beschrieben und mit einem Link oder Anhang verknüpft werden. So wird eine Informationsflut vermieden, und es kann das ausgesucht werden, was für den Einzelnen interessant und sinnvoll ist.

So endete ein interessanter und produktiver Workshop, bei dem ein reger Austausch zwischen den Teilnehmern stattfand. Es gab reichlich neue Ideen und Impulse, die in naher Zukunft umgesetzt werden könnten. Abschließend stellte Michael Blomeier, Leiter der AG Leichtathletik im F+B, heraus, dass seine persönlichen Erwartungen an den Workshop mehr als übertroffen worden seien. Der Workshop an sich sei schon eine gesundheitsfördernde Maßnahme für ihn gewesen, da er sich sichtlich wohlgefühlt hätte und den Heimweg vollkommen entspannt antreten werde. Dem gab es nichts mehr hinzuzufügen. Denn was kann sich noch besser auf die Gesundheit auswirken, als das Gefühl, von einem Termin entspannter nach Hause zu fahren, als man zu ihm angereist ist – und bei dem man zudem noch neue Impulse erhalten hat und Ideen mitnehmen konnte.

Text und Fotos: Marcel Sura/WFLV

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