Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 16.11.2012

Sportfreunde Lotte auf dem Vormarsch

Jubel bei SF Lotte

Die Sportfreunde Lotte sind in der Regionalliga West auf dem Vormarsch. Nach zehn Punkten aus den vergangenen vier Partien (bei 4:0 Toren) will die Mannschaft von Trainer Maik Walpurgis ihren Aufwärtstrend zum Auftakt des 16. Spieltages vor eigenem Publikum gegen den Drittliga-Absteiger Rot-Weiß Oberhausen fortsetzen. Mit einem weiteren Dreier würden sich die Sportfreunde zumindest vorerst auf Rang vier verbessern und den Rückstand auf Spitzenreiter FC Viktoria Köln auf vier Zähler verringern.

Nicht weniger als vier Akteure der Sportfreunde spielten bereits für RWO und treffen damit auf ihren früheren Verein. Die Zwillinge Danijel und Dalibor Gataric stammen sogar aus der Oberhausener Jugend, Tobias Willers und Timo Kunert waren ebenso wie Danijel Gataric noch bis zum Ende der vergangenen Saison für die „Kleeblätter“ am Ball. Verzichten muss Lottes Trainer Walpurgis auf Offensivspieler Julian Loose, der sich zum zweiten Mal innerhalb von nur sechs Monaten einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen hat.

Die Gäste aus Oberhausen, die seit drei Spieltagen auf einen dreifachen Punktgewinn warten, weisen nur noch vier Punkte Vorsprung vor der Abstiegszone auf. „Wir haben in den vergangenen Spielen immer wieder beste Tormöglichkeiten ausgelassen. Im Abschluss müssen wir wesentlich konsequenter werden“, sagt RWO-Trainer Peter Kunkel.

 

Fortuna Köln ohne Ndjeng und Zinke gegen Wiedenbrück

Einen Befreiungsschlag ihrer Mannschaft erwarten die Fans des SC Fortuna Köln am Samstag (ab 14 Uhr) im Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück 2000. Die Fortunen holten nur einen Punkt aus den vergangenen beiden Spielen, zogen dabei auch im direkten Duell um Rang zwei mit der U 23 des FC Schalke 04 (0:2) den Kürzeren. Deshalb ist der Rückstand auf Spitzenreiter FC Viktoria Köln wieder auf drei Punkte angewachsen.

„Es ist wichtig, dass wir gegen Wiedenbrück einen Teil der verlorenen Punkte zurückholen und den Anschluss nach oben halten“, formuliert Fortuna-Mittelfeldspieler Christian Pospischil die Ziele für die Partie. Dominique Ndjeng und Sebastian Zinke werden dabei definitiv fehlen. Die beiden Defensiv-Spezialisten hatten gegen Schalke jeweils ihre fünfte Gelbe Karte der laufenden Saison gesehen und sind gegen Wiedenbrück gesperrt. Die Gäste sind seit sechs Partien ohne Sieg und kämpfen um den Anschluss an die Nicht-Abstiegsränge.

Zwei Überraschungs-Aufsteiger treffen im Spiel des SV Bergisch Gladbach 09 gegen den FC Kray aufeinander. Besonders die Gäste aus Essen benötigen nach zehn Spielen ohne Sieg dringend ein Erfolgserlebnis, um den Abstand auf die Nicht-Abstiegsplätze nicht vollständig aus den Augen zu verlieren. Der letzte Krayer Sieg (3:1 gegen Mönchengladbach II) liegt bereits fast drei Monate zurück. Die Bergischen wollen nach drei Heimniederlagen in Folge erstmals wieder vor eigenem Publikum siegen. Trainer Dietmar Schacht kann wieder auf Rachid Eckert und Ajet Shabani zurückgreifen, deren Sperren abgelaufen sind.

 

Leverkusens Minge erwartet „Duell auf Augenhöhe“

Ein „Duell auf Augenhöhe“ erwartet Ralf Minge, U 23-Trainer bei Bayer 04 Leverkusen, ebenfalls am Samstag (ab 14 Uhr) in der Partie beim VfB Hüls. „Hüls hat gestandene Männer auf dem Platz, während wir mit einer extrem jungen Mannschaft auflaufen. Aber wenn wir es schaffen, unsere spielerische Klasse auf dem Rasen zu zeigen, dann können wir es mit jeder Mannschaft in dieser Liga aufnehmen“, so der 52-Jährige. Allerdings plagen Minge große Personalsorgen. Bayer-Kapitän Mirko Casper, Sebastian Hirsch, André Mandt und Tobias Haitz fallen verletzungsbedingt aus, Denny Herzig (Rote Karte) und Kolja Pusch (Gelb-Rot) sind gesperrt.

Der VfB Hüls holte sieben Punkte aus den vergangenen drei Partien und verließ damit die Abstiegsplätze. Gegen Leverkusen soll der Aufwärtstrend fortgesetzt werden. Der Hülser Angreifer Volkan Okumak trifft auf seinen Ex-Klub.

Das Reserve-Duell zwischen die U 23-Mannschaften von Fortuna Düsseldorf und Schalke 04 am Samstag (ab 16 Uhr) ist auch die Partie des Tabellenvorletzten gegen den Zweiten. Beide Mannschaften gewannen ihr jüngstes Spiel 2:0 gegen einen direkten Konkurrenten. Schalke war im Rennen um den Aufstieg gegen Fortuna Köln erfolgreich, Düsseldorfs Reserve hielt Schlusslicht FC Kray auf Abstand. In der abgelaufenen Spielzeit waren in dieser Begegnung zweimal die Gelsenkirchener erfolgreich, ohne einen Gegentreffer zu kassieren (1:0/2:0).

„Die Fortuna ist schwer zu knacken. Düsseldorf spielt aus einer guten taktischen Ordnung und steht defensiv sicher“, sagt Schalkes U 23-Trainer Bernhard Trares. „Für uns geht es darum, die Leistung gegen Fortuna Köln zu bestätigen.“

 

Viktoria-Trainer Wolfgang Jerat gibt Debüt im Derby

Ausgerechnet im Derby bei der Reserve seines früheren Vereins 1. FC Köln gibt Wolfgang Jerat am Samstag (ab 17 Uhr) sein Debüt als neuer Trainer von Spitzenreiter FC Viktoria Köln. Nur zwei Tage nach dem Rücktritt von Heiko Scholz hatte die Viktoria den 57-jährigen Fußball-Lehrer als Nachfolger des Ex-Nationalspielers vorgestellt.

Seine Trainerlaufbahn hatte Wolfgang Jerat 1992 beim Wuppertaler SV begonnen, den er zum Aufstieg in die 2. Bundesliga führte. Beim 1. FC Köln fungierte er zwischen 1992 und 1996 einige Spieltage als Cheftrainer und saß bei mehr als 80 Bundesliga-Spielen als Co-Trainer unter Morten Olsen auf der Bank. Nach weiteren Stationen in Wuppertal, beim Bonner SC und beim FC Junkersdorf trainierte Jerat zuletzt den KF Pristina (Kosovo).

Auch eine ganze Reihe Viktoria-Akteure werden zur Partie im Franz-Kremer-Stadion an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren. Besonders Giovanni Federico wird sich noch gut an seine Zeit bei der „Effzeh“-Reserve erinnern, denn für die „Geißböcke“ absolvierte er 133 Spiele und traf 80 Mal. Aber auch Mike Wunderlich (94 Partien/26 Tore), Christian Schlösser (81/11), Manuel Glowacz (27/1), Dominik Poremba (19/0), Andrew Sinkala (13/2) und Michael Gardawski (6/0) waren bereits für die U 21 des Zweitligisten aktiv. Im Kölner Derby treffen zwei Erfolgsserien aufeinander. Die Gastgeber sind seit vier Spieltagen ohne Niederlage, die Viktoria hat auswärts noch kein Spiel verloren und auf fremden Plätzen 19 von 21 möglichen Punkten eingefahren.

 

Rot-Weiss Essen: Wiedersehen mit Grammozis

Die U 23 des VfL Bochum plagen auch vor dem Derby bei Rot-Weiss Essen am Sonntag (ab 13.30 Uhr) Verletzungssorgen. Mit Ridvan Avci, Philip Semlits, Enes Uzun, Jannis Schliesing, Lukas Opiola und Sven Kreyer fallen gleich sechs Offensivkräfte für das Spiel an der Hafenstraße aus. Nicht nur deshalb erwartet VfL-Trainer Iraklis Metaxas eine schwere Aufgabe. „RWE kämpft in jedem Spiel bis zum Umfallen. Das sind die Essener schon ihren Zuschauern schuldig. Diesen Kampf müssen wir annehmen und mit der nötigen Leidenschaft in die Partie gehen. Sonst wird es schwer“, so Metaxas. Sein Kapitän Dimitrios Grammozis war in der Zweitliga-Saison 2006/2007 für RWE am Ball.

Aber auch Essens Trainer Waldemar Wrobel zeigt Respekt vor dem Gegner. „Die Bochumer haben - genau wie wir - bei Viktoria Köln gewonnen. Am letzten Spieltag hat der VfL den Sportfreunden Siegen die erste Auswärtsniederlage in dieser Saison beigebracht. Die Mannschaft besitzt viel Qualität“, sagt der 42-Jährige.

Sven Demandt, Trainer von Borussia Mönchengladbach II, geht nicht von einem attraktiven Spiel aus, wenn seine Mannschaft am Sonntag (ab 14 Uhr) in einer wichtigen Partie im Rennen um den Klassenverbleib bei der SSVg. Velbert antreten muss. „Ich hoffe, keiner erwartet ein hochklassiges und sehenswertes Duell, denn beide Mannschaften werden garantiert versuchen, über den Kampf ins Spiel zu kommen. Für uns wie für die SSVg. Velbert hat die Partie eine große Bedeutung.“

Demandt kann in Velbert wieder auf Maik Odenthal (nach Rotsperre) zurückgreifen. Christopher Lenz kehrt nach überstandener Verletzung in den Kader zurück. Leonel Kadiata fällt mit seinem Haarriss im Wadenbein ebenso aus wie Sascha Tobor (Kreuzbandriss). Velberts Benjamin Schüßler trifft auf seinen ehemaligen Arbeitgeber. Zwischen 2000 und 2003 war er 57 Mal für die Gladbacher U 23 im Einsatz.

 

Neuer WSV-Trainer Jung zurück an alter Wirkungsstätte

In Spiel eins seit der Trennung von Trainer Hans-Günter Bruns gastiert der Sportfreunde Wuppertaler SV Borussia am Sonntag (ab 14.30 Uhr) bei den Sportfreunden Siegen. Unter der Leitung des bisherigen Co-Trainers Jörg Jung, der noch zu Beginn der Saison 2009/2010 selbst die Sportfreunde Siegen trainiert hatte, wollen die Wuppertaler jetzt ausgerechnet im Leimbachstadion einen neuen Angriff auf die Tabellenspitze starten.

Während die Bergischen nur eine ihrer vergangenen sieben Partien für sich entscheiden konnten, mussten die Siegener zuletzt mit dem 1:2 bei der U 23 des VfL Bochum ebenfalls einen Rückschlag hinnehmen, haben aber immer noch fünf Zähler mehr auf dem Konto als der WSV. In den vier bisherigen Regionalliga-Duellen mit den Wuppertalern blieben die Sportfreunde bei drei Siegen und einem Unentschieden ungeschlagen.

Mit einem Sieg beim SC Verl will die Reserve des MSV Duisburg gleichzeitig die vier Punkte aus den letzten Partien in Essen (1:1) und gegen Velbert (4:0) vergolden und sich weiter von der Abstiegszone absetzen. MSV-Trainer Manfred Wölpper weiß aber um die Stärken der Ostwestfalen. „Verl ist eine eingespielte Mannschaft, die mit Guerino Capretti über einen echten Leader verfügt. Die Marschroute ist klar: Verl steht im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Da wollen und müssen wir auch hin“, so der 54-Jährige.

Neben Sergej Karimow muss Wölpper auch auf Henning Schöne verzichten, der wegen eines Kreuzbandrisses noch für längere Zeit ausfällt.

 

Quelle: DFB/WFLV

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