Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 17.06.2013

Zahlreiche Klasseleistungen bei U16-Meisterschaften

Eine Klasse für sich: der Sprint-Nachwuchs des TV Wattenscheid. (Foto: Peter Middel)

Viel versprechende Leistungen, eine familiäre Atmosphäre und hervorragende Leichtathletik-Bedingungen- die westfälischen U16-Meisterschaften im Stadion Stählerwiese in Kreuztal konnten in allen Belangen zufrieden stellen. Eine Klasse für sich war vor allem der Sprint-Nachwuchs des TV Wattenscheid.

Im 100m-Sprint der Alterskategorie  W 15 verbesserte sich Synthia Oguama (Foto) um 35 Hundertstelsekunden auf ausgezeichnete 12,08 Sekunden und hatte dabei einen komfortablen Vorsprung vor Laura Olbrich (TV Deilinghofen, 12,55 Sek.). „Ich wollte schon ein wenig unter meiner bisherigen Bestzeit bleiben, aber mit den 12,08 Sekunden habe ich nicht gerechnet,“ staunte die Schülerin von Ex- Siebenkampf- Weltmeisterin Sabine Braun. Die frühere Ballet-Tänzerin kam vor zweieinhalb Jahren zur Leichtathletik, weil ihre Eltern ihr den Rat gaben, Sport zutreiben.

Keshia Beverly Kwadwo Doppelsiegerin über 100m und im Weitsprung

Ihren Alterskolleginnen um Längen voraus war auch Keshia Beverly Kwadwo (TV Wattenscheid), die im 100m-Sprint der Klasse U 14 Estelle Potthast (DJK Adler Brakel, 12,76 Sek.) und Kathrin Grenda (PSV Bielefeld, 12,90 Sek.) nicht die Spur einer Chance  ließ. Die glänzend aufgelegte Wattenscheiderin ist die  neun Jahre jüngere Schwester von Olympia-Teilnehmerin Yasmin Kwadwo.   Keshia kam darüber hinaus noch im Weitsprung mit  ihrer neuen persönlichen Bestweite von 5,40m (bisher 5,36m) zu Titelehren. „Ich sprinte natürlich lieber. Der Weitsprung ist für mich lediglich ein Nebenprodukt meines Sprinttrainings, das noch recht vielseitig aufgebaut ist,“ erläuterte die hoffnungsvolle Wattenscheiderin. Ihre große Veranlagung hat Keshia genauso wie ihre Schwester Yasmin von ihrem Vater Osam (Foto) geerbt, der beim VFL Reken Fußball spielte und dabei vor allem immer durch seine Schnelligkeit auffiel.

Dass die beiden Wattenscheiderinnen ein „Pfund“ drauf haben, unterstrichen sie auch in der 4x100m-Staffel, in der sie zusammen mit Janina Kurek und Theresa Oxfort in ausgezeichneten 47,92 Sekunden zu Titelehren kamen. Mit dieser hervorragenden Zeit würde das blauweiße Quartett auch in höheren  Altersgruppen in Deutschland ganz weit vorne mitmischen.

Erst im letzten Durchgang wurde der Weitsprung der Klasse W 15 entschieden. Finja Wüller (LG Ems Warendorf), die auch im 300m-Hürdenlauf in viel versprechenden 47,33 Sekunden vorn lag, war mit ihrer neuen persönlichen Bestweite von 5,54m die Glücklichere vor Kirsten Venker Metarp (ebenfalls  5,54m) und Marsah Furche (beide LG Kreis Gütersloh, 5,53m).

Julia Ritter dominiert in den Wurfdisziplinen

Julia Ritter (SUS Oberaden, Foto), die von dem früheren Langstreckler Peter Mäder betreut wird, verließ sowohl im Kugelstoßen mit 14,94m als auch im Diskuswerfen mit 38,86m als überlegene Siegerin den Ring. Ihrer gleichaltrigen Konkurrenz deutlich voraus waren auch Hochspringerin Ann-Kathrin Witt (TV Mettingen) mit 1,65m und Stabartistin Lea Wendlandt (LG Kreis Güterloh) mit respektablen 3,30m.

Glänzend aufgelegt zeigte sich auch Pauline Meyer (TV Westfalia Epe), die im 800m-Lauf der Klasse W 14 in ausgezeichneten 2:17,85 Minuten der Wattenscheiderin Theresa Oxfort (2:22,71 Min.) klar die Fersen zeigte.

Nach ihrem Hallen-Titel siegte Annika Marlies Niedermayer (TV Wattenscheid) auch im Freien über 80m-Hürden in 12,08 Sekunden. Dabei hatte sich die 14-jährige Wattenscheiderin im Vorlauf eine Knie-Prellung zugezogen, so dass sie im Finale nicht  an ihre persönliche Bestzeit von 11,83 Sekunden herankam. Im Stabhochsprung der Klasse W 14 erfreute Erin-Sophie Sand (LG Lippe- Süd) mit starken 3,30m.

Ole Blech kommt aus einer recht sportlichen Familie

In der Klasse M 14 konnte sich Ole Blech (LG Kindelsberg Kreuztal, Foto) über seinen sicheren Doppelerfolg mit 1,69m im Hochsprung und 11,79 Sekunden über 80m-Hürden freuen. Der Schützling von Günter Fick ist der Bruder von Torben Blech (18), der 2012 bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Hannover Goldmedaillen-Gewinner mit der Mannschaft der LG Kindelsberg Kreuztal wurde. Auch sein Vater Thomas Blech war einmal deutscher Mannschaftsmeister im Zehnkampf mit der LG Kindelsberg Kreuztal. Ole startete darüber hinaus noch über 100m, wo er allerdings in 12,29 Sekunden dem starken Torben Timmerhans (SV Brackwede, 11,90 Sek.) den Vortritt lassen musste. Einen weiteren Titel gab es für den Brackweder noch im Weitsprung mit 6,06m.

Doppelsieger in der Klasse M 14 wurde auch Martin Kornobis (LG Menden) mit Leistungen von 12,79 Sekunden im Kugelstoßen und  45,61m im Diskuswerfen.

Im 800m-Lauf der Klasse M 14 gefiel Finn Merten (VFL Kamen) als Sieger in respektablen 2:07,52 Minuten.

In der Kategorie M 15 steigerte sich Leander Czech (TV Wattenscheid), der vor zwei Jahren beim Bochumer Westparklauf „entdeckt“ wurde, auf der Zwei-Runden-Distanz gleich um vier Sekunden auf erfreuliche 2:06,15 Minuten. Sein Teamkollege Florian Colon Marti (TV Wattenscheid), der sich über 300m auf starke 37,40 Sekunden verbesserte, kam aufgrund eines Tipps seines Sportlehrers zur Leichtathletik.

Leander Czech und Florian Colon Martin kamen zusammen mit ihren Teamkollegen Gabriele Cascia und Tim Niklas Suchowski auch noch in der 4x100m-Staffel in starken 46,00 Sekunden zu Titelehren (Foto).

Michael Schulte im Vor- und Endlauf der Schnellste

Im 80m-Hürden- Sprint war Michael Schulte (LC Paderborn) im Vorlauf mit 11,59 Sekunden bereits der Schnellste. Im Finale konnte der 15-Jährige exakt die Zeit wiederholen und sicherte sich damit den verdienten Titel. Souverän war auch die Vorstellung von Jim Chan (DJK Blau-Weiß Annen), der über 100m in 11,87 Sekunden 800m-Sieger Leander Czech (11,91 Sek.) knapp, aber sicher abhängen konnte.

Im Weitsprung konnten sich die beiden Erstplatzierten, Yannik Kolbe (LG Olympia Dortmund, 6,17m) und Niklas Markmann (LAC Veltins Hochsauerland, 6,11m) jeweils über deutliche Verbesserungen freuen.

Helge Meinikmann (Laufgemeinschaft Rheine-Elte), der auch schon sportliche Erfahrungen als Handball-Spieler gesammelt hatte, setzte sich im Kugelstoßen klar mit starken 14,71m durch.

 

Quelle: FLVW/Peter Middel

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