Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 06.03.2015

Zusätzliches Geld für "Sport für Flüchtlinge"

Sportausschuss des NRW-Landtages

Im Sportausschuss des NRW-Landtages in Düsseldorf standen wichtige Themen auf der Tagesordnung. (Foto: LSB/Andrea Bowinkelmann)

Die ursprünglich geplante LSB-Fördersumme wurde auf 211.000 Euro mehr als verdoppelt, um 471 Vereine bei ihren bestehenden und geplanten Angeboten zu unterstützen.

Ein finanzieller Sonderzuschuss als deutliches Zeichen des Willkommens: Für bereits angelaufene oder in Kürze geplante Sportangebote für Flüchtlinge wird der Landessportbund NRW noch in diesem Monat insgesamt 211.000 Euro an 471 Sportvereine bereitstellen. Damit sollen die zusätzlich anfallenden Honorar- sowie Sachkosten beispielsweise für Übungsleiter/-innen oder Sportgeräte mit jeweils 500 Euro pro Verein flächendeckend in 52 Städten und Kreisen unterstützt werden.

Ursprünglich hatte der LSB NRW eine Fördermaßnahme von 100.000 Euro geplant, die aufgrund der äußerst erfreulichen Resonanz im organisierten Sport - nach Sichtung der Anträge - mehr als verdoppelt wurde. Die Aktivitäten reichen vom klassischen Kursangebot über die Sprachförderung für Flüchtlinge bis hin zur Sammlung von Sportkleidung.

Wichtige Gespräche im Sportausschuss (von links): LSB-Präsident Walter Schneeloch, LSB-Vorstandsvorsitzender Dr. Christoph Niessen und Werner Stürmann, Abteilungsleiter Sport im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW. (Foto: Andrea Bowinkelmann)

„Zur Integration gehört eben auch die soziale Integration. Hier können unsere Sportvereine einen wertvollen Beitrag liefern. Deshalb fordere ich die Politik dazu auf, dieses Vereinsengagement zu nutzen und zu würdigen, wobei es vor allem auf gut gestaltete Rahmenbedingungen ankommt“, betonte LSB-Präsident Walter Schneeloch vor den Mitgliedern im Sportausschuss des NRW-Landtages in Düsseldorf.

So ermahnte er die Kommunen: „Es kann doch nicht sein, dass man Sportvereine für ihren Einsatz für Flüchtlinge über die Maßen lobt - und ihnen dann die dafür notwendigen Sportstätten vor der Nase schließt.“ Kritik übte er außerdem daran, dass nicht vor Einführung des Mindestlohngesetzes - mit dem Sport - über mögliche negative Auswirkungen für Vereine nachgedacht worden sei.

Integrationsarbeit muss stärker eingebunden werden

Gleichzeitig setzte Schneeloch die Mithilfe professioneller Akteure aus anderen gesellschaftlichen Bereichen voraus: „Wenn sich die Flüchtlingsentwicklung so fortsetzt wie zuletzt, dann werden wir hierfür eine wenigstens auf fünf Jahre ausgerichtete Strategie entwickeln müssen.“

Dabei sei es notwendig, dass sich Sportvereine unter anderem verstärkt in die kommunalen Netzwerke der Integrationsarbeit einbinden und die interkulturelle Schulung für Vereinsmitarbeiter ausgebaut werden müsse. In diesem Zusammenhang verwies der LSB-Präsident auch auf die umfangreiche Arbeit, die der LSB NRW seit über 25 Jahren speziell im Rahmen des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ erfolgreich betreibt.

Quelle: Landessportbund NRW

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