Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 21.08.2019

"Mit Keller haben wir den idealen Kandidaten gefunden"

Konferenz der Regional- und Landesverbände

Kandidat für das Amt des DFB-Präsidenten: Fritz Keller (Foto: Getty Images).
Kandidat für das Amt des DFB-Präsidenten: Fritz Keller (Foto: Getty Images).

Fritz Keller wird sich als gemeinsamer Kandidat des Amateur- und Profifußballs für das Amt des DFB-Präsidenten zur Wahl stellen. In Berlin sprachen sich sowohl die Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten als auch die Generalversammlung der DFL Deutsche Fußball Liga für die Nominierung des Präsidenten von Bundesligist SC Freiburg aus, der zuvor in beiden Versammlungen die inhaltlichen Eckpunkte seiner Kandidatur vorgestellt hatte.

Mit dem Votum folgten die Vertreter der Verbände und Vereine einer Empfehlung der Findungskommission von DFB und DFL, die Keller unter Begleitung einer Personalberatungsagentur vorgeschlagen hatte. Der 62-Jährige wird sich am 27. September 2019 in Frankfurt am Main den Delegierten auf dem 43. Ordentlichen DFB-Bundestag zur Wahl stellen.

"Ich freue mich sehr über die große Unterstützung und bedanke mich für das Vertrauen, das mir aus dem Amateur- und dem Profifußball entgegengebracht wird", sagt Keller und ergänzt: "Ich habe in den bisherigen Gesprächen nicht nur Wertschätzung gespürt, sondern auch den gemeinsamen Willen, etwas zu verändern und den DFB für die Zukunft aufzustellen. Das klare Votum empfinde ich als wichtige und notwendige Basis, denn die anstehenden Herausforderungen können wir nur gemeinsam erfolgreich angehen. Wir brauchen die Einheit des Fußballs. Ich sehe mich dabei als Teamplayer. Eine One-Man-Show wird es nicht geben. Es geht für den Verband vor allem darum, Glaubwürdigkeit und Vertrauen zurückzugewinnen. Als eine der ersten Maßnahmen würde ich einen Vergütungsausschuss vorschlagen, der unter Einbeziehung von Externen die Zahlungen an das Präsidium festlegt und transparent macht."

Keller: "Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen"

Ein wesentlicher Aspekt ist für Keller die strukturelle Entwicklung des Verbandes: "Ich habe in meinem Leben immer gute Erfahrungen damit gemacht, wenn Zuständigkeiten und Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt werden. Ich halte das nicht für eine Schwäche, sondern ganz im Gegenteil für eine Stärke. Daneben sind eine effektive Organisationsleitung und strikte Trennung von wirtschaftlichem und ideellem Bereich im DFB für mich eine Grundvoraussetzung. Hier muss der eingeschlagene Weg fortgesetzt und eine Zukunft weisende, moderne Struktur geschaffen werden. Dabei gilt: Qualität vor Geschwindigkeit."

Keller hatte den Gremien ein Konzeptpapier vorgelegt, in dem er seine grundsätzlichen Ideen zusammengefasst und Fragestellungen aufgeworfen hat, die er gemeinsam mit den Regional- und Landesverbänden, der DFL und in einem Thinktank mit externer Expertise angehen will. Neben der zentralen sportlichen Arbeit für erfolgreiche Nationalmannschaften, bestmögliche Rahmenbedingungen für den Lizenzfußball und Amateurfußball sowie einer effektiven Nachwuchskonzeption sieht Keller die inhaltlichen Schwerpunkte vor allem in der konsequenten Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs, einer Stärkung des Ehrenamtes und dem Abbau von Verbandsbürokratie. Außerdem stehen die Themen Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung mit dem klaren Eintreten für Vielfalt, Integration, Inklusion und Menschenrechte auf seiner Agenda.

DFB.de hat die Stimmen zur Vorstellung gesammelt.

Bernd Neuendorf (WDFV-Vizepräsident und Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein): "Fritz Keller hat eine breite Unterstützung. Auch meine ganz persönlich. Ich habe ihn vorher nicht gekannt. Alles, was man über ihn gehört und gelesen hat, hat sich heute bestätigt. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass er jemand ist, der den Amateurfußball voranbringen will und gute Ideen hat. Ich glaube, er ist jemand, der eine hohe Integrationskraft hat."

Manfred Schnieders (WDFV-Präsidiumsmitglied und Vizepräsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen): "Insgesamt gesehen ist Fritz Keller sehr gut angekommen. Seine wesentliche Aufgabe wird es sein, den etwas ramponierten Ruf des DFB wieder hinzubekommen und Ruhe in den DFB zu bringen. Ich traue ihm das zu."

Dr. Rainer Koch (Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes und des Süddeutschen Fußball-Verbandes sowie 1. DFB-Vizepräsident): "Wir haben die Suche nach einem Kandidaten im engen, vertrauensvollen Schulterschluss zwischen DFB und DFL vollzogen. Es war gerade auch mit Blick auf die Entwicklung an der Basis wichtig, eine Persönlichkeit zu finden, die sowohl die Interessen des Amateurfußballs als auch des Profifußballs vertreten kann, denn es geht für den Fußball nur im Miteinander. Mit Fritz Keller haben wir den idealen Kandidaten gefunden und freuen uns sehr, dass er mit unser aller Unterstützung die Aufgabe annehmen will. Er verkörpert Bodenständigkeit, Integrität, Glaubwürdigkeit. Und er steht authentisch und mit großer Leidenschaft für all die vielen Facetten, die den Fußball, den DFB und die Arbeit in den vielen Amateurvereinen ausmachen."

Quelle: DFB.de

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