Westdeutscher Fussballverband e.V.
Frauen-Fußball 14.09.2021

Annalena Rieke: "Torjägerkanone? Echt coole Sache"

Angreiferin vom FSV Gütersloh im Interview

Annalena Rieke verfolgt mit dem FSV Gütersloh in der 2. Frauen-Bundesliga ein klares Ziel. Die Westfälin und frühere U 17-Europameisterin träumt vom Sprung in die FLYERALARM Frauen-Bundesliga. Im Interview mit DFB.de spricht Rieke auch über ihre Rückkehr in ihre westfälische Heimat.

Annalena Rieke: "In Gütersloh fühle ich mich wohl." (Archiv-Foto: Getty Images)
Annalena Rieke: "In Gütersloh fühle ich mich wohl." (Archiv-Foto: Getty Images)

DFB.de: Mit fünf Saisontreffern sind Sie nach vier Spieltagen in der Torjägerinnenliste in der 2. Frauen-Bundesliga vorne dabei. Beim 6:0 gegen den VfL Wolfsburg II gelang Ihnen sogar ein lupenreiner Hattrick zur 3:0-Führung. Warum läuft es für Sie momentan so gut, Frau Rieke?

Annalena Rieke: Unser Team hat sich mittlerweile gefunden und in der Vorbereitung, die ich aus gesundheitlichen Gründen nicht vollständig mitmachen konnte, sehr gut gearbeitet. Wir spielen ordentlich nach vorne und ich profitiere als Stürmerin momentan davon.

DFB.de: Die "Torjägerkanone für alle" wurde vom kicker und FUSSBALL.DE in Kooperation mit Volkswagen gerade wieder ins Leben gerufen. Bis in die unterste Spielklassenebene werden die besten Torjäger*innen ausgezeichnet. Wie finden Sie das?

Rieke: Das ist eine echt coole Sache, gerade für Spieler*innen in den unteren Ligen. Für die Außendarstellung des Amateurfußballs ist diese Auszeichnung ganz wichtig. Dadurch werden mit Sicherheit das Ansehen verbessert und auch der interne Wettbewerb gesteigert. Es ist auf jeden Fall eine Wertschätzung für alle, die sonst nicht so im Rampenlicht stehen.

DFB.de: Im Jahr 2016 hatten Sie den FSV Gütersloh im Alter von 17 Jahren verlassen, um beim damaligen FF USV Jena in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga den Durchbruch zu schaffen. Warum sind Sie nach einer Zwischenstation bei der SGS Essen 2019 zu Ihrem Jugendverein zurückgekehrt?

Rieke: Ich hatte mich in Gütersloh schon immer sehr wohl gefühlt, erfahre hier eine hohe Wertschätzung. Während meiner Zeit in Jena waren bei mir drei Bandscheibenvorfälle festgestellt worden. Ich habe mich nach der Reha wieder herangekämpft, kam aber nicht richtig zum Zug. Danach hat sich die SGS Essen bei mir gemeldet. Meinem Rücken ging es gut, aber leider wurde ich dort durch eine Meniskus-Operation erneut zurückgeworfen und kam lediglich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Mit der Rückkehr nach Gütersloh wollte ich wieder Spaß am Fußball bekommen und ohne Stress und Druck meinen Körper langsam aufbauen. Das funktioniert bisher gut. In Gütersloh fühle ich mich wohl, kenne das Umfeld. Jeder weiß, was er von dem anderen zu erwarten hat.

DFB.de: Sie galten als langjährige Junioren-Nationalspielerin als eines der hoffnungsvollsten Angriffstalente in Deutschland. Träumen Sie noch davon, eines Tages auch ein A-Länderspiel für die DFB-Frauen zu bestreiten?

Rieke: Dafür müsste ich mich erst einmal dauerhaft in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga durchsetzen. Von daher ist das noch ein sehr weiter Weg. Ich hatte in der Vergangenheit großes Verletzungspech, musste einen Schritt zurückgehen, um wieder Vertrauen in meinen Körper zu gewinnen und mich wieder aufzubauen. Jetzt schaue ich nach vorne. Aufgegeben habe ich den Traum von einer Länderspielkarriere definitiv noch nicht. Ich weiß aber, dass dafür über Jahre hinweg konstante Leistungen auf höchstem Niveau notwendig sind.

Hier geht es zum kompletten Interview mit Annalena Rieke auf der DFB-Homepage.

Interview: DFB.de/Peter Haidinger/mspw

 

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