Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 03.12.2018

Aufstieg zur 3. Liga: Ziel bleiben vier Regionalligen

Ad-hoc-AG veröffentlicht Abschlussbericht

Die Ad-hoc-AG zur Neuregelung des Aufstiegs in die 3. Liga, in der auch WDFV-Präsident Hermann Korfmacher und Prof. Dr. Dirk Mazurkiewicz vom Bonner SC als Vertreter für die Vereine in der Regionalliga West mitwirkten, hat ihren Abschlussbericht an das DFB-Präsidium vorlegt und vollständig offiziell veröffentlicht. Hierin wird dargelegt, welche Modelle im Detail diskutiert wurden und wie der nun erarbeitete Vorschlag, der zu Beginn der Woche öffentlich bekanntgegeben wurde und eine Aufteilung in zwei Flächengebiete mit jeweils zwei Aufsteigern vorsieht, zustande kam. Vorrangigstes Ziel bleibt die Reduzierung der Regionalliga von fünf auf vier Staffeln, aus denen alle vier Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen.

In der Regionalliga West spielen die Regionalligisten aus Nordrhein-Westfalen.
In der Regionalliga West spielen die Regionalligisten aus Nordrhein-Westfalen.

"Wir befinden uns mitten in einem demokratischen Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist", sagt der Leiter der Ad-Hoc-AG, Peter Frymuth, gleichzeitig als DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung zuständig für die 3. Liga. "Das aktuell vorliegende Modell hat im Gremium eine einstimmige Mehrheit unter den Vertretern der Regionalliga-Träger und Regionalliga-Vereine gefunden. Ich möchte dabei ausdrücklich betonen: Der Auftrag ist unverändert, einen Zuschnitt mit vier Regionalligen zu finden. Das Ergebnis der Ad-hoc-AG geht weiterhin von einer eingleisigen 3. Liga aus, somit steht die aktuelle Struktur der 3. Liga diesbezüglich nicht zur Diskussion. Vor diesem Hintergrund empfinde ich die geplante Protestaktion der Drittligisten an diesem Wochenende als nicht zielführend, da der Dialog im Vordergrund stehen sollte." Laut einer gemeinsamen Ankündigung der Vereine wollten alle Mannschaften der 3. Liga am 17. Spieltag nach dem Anpfiff ihrer Partien für eine Minute das Spielen einstellen.

Hier geht es direkt zum Abschlussbericht der Ad-hoc AG.

Wie der Auf- und Abstieg zwischen Regionalliga und 3. Liga ab der Saison 2020/2021 geregelt wird, soll beim DFB-Bundestag 2019 beschlossen werden. Der nun dem DFB-Präsidium vorliegende Vorschlag beinhaltet, in der Regionalliga im ersten Schritt den Flächenbereich des DFB in zwei Gebiete aufzuteilen, aus denen heraus jeweils zwei Ligen gebildet und jeweils zwei Aufsteiger ermittelt werden. Die Entscheidung über den genauen Zuschnitt der einzelnen Regionalligen soll auf die jeweiligen Regional- und Landesverbände für deren Flächengebiete übertragen werden - unter enger Einbeziehung der jeweiligen Vereine aus der 3. Liga und Regionalliga.

Das erste Gebiet, für das zwei Aufsteiger vorgesehen sind, umfasst die Ballungsräume der aktuellen Regionalliga West und Regionalliga Südwest. Das zweite Gebiet bilden die von Flächenländern geprägten Regionalligen Nord, Nordost und Bayern. Sie würden ebenfalls insgesamt zwei Aufstiegsplätze erhalten. Sollten die Regionalverbände Nord und Nordost sowie der Landesverband Bayern zu keiner Aufteilung in zwei Staffeln gelangen, hätten sie eine genaue Begründung darzulegen, wie stattdessen die beiden Aufsteiger in ihrem Gebiet zu ermitteln sind.

DFB-Präsidium berät am 7. Dezember

Der Vorschlag war gemeinsam vom Nordostdeutschen und Norddeutschen Fußballverband formuliert worden. Das DFB-Präsidium wird darüber auf seiner nächsten Sitzung am 7. Dezember beratschlagen.

Die Ad-hoc-AG hatte im Rahmen ihrer Sitzungen in den vergangenen Monaten zahlreiche weitere Modelle zur Bildung von vier Regionalligen und der Neuregelung des Aufstiegs diskutiert. Diese wurden allesamt als nicht mehrheitsfähig eingestuft. Hierzu zählte auch ein Modell zur freien Einteilung von vier Regionalligen nach Entfernungen – ohne Beachtung von Regional- und Landesverbandsgrenzen.

Den Abschlussbericht und die dazugehörigen Anlagen finden Sie hier auf der DFB-Homepage.

Text: DFB/Teaser-Foto: Getty Images

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