Westdeutscher Fussballverband e.V.
Fußball 14.04.2021

Bewegende Doku "Schwarze Adler" startet auf Amazon Prime

Große und persönliche Momente der Geschichte

(Foto: © Amazon Prime)
(Foto: © Amazon Prime)

Der deutsche Fußballheld wurde lange Zeit weiß gedacht, geträumt und verehrt. Auch noch, als längst unzählige schwarze Spielerinnen und Spieler in den Bundesligen brillierten und einige den Adler auf der Brust trugen. Der Dokumentarfilm "Schwarze Adler" startet an diesem Donnerstag (15. April 2021) exklusiv auf Amazon Prime Video. Produziert hat den Film Broadview Pictures, denen mit früheren Sportfilmen wie "Kroos" oder "Nowitzki: Der perfekte Wurf" der Spagat gelang, von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert zu werden.

Gerald Asamoah, der erste in Afrika geborene deutsche Nationalspieler; Steffi Jones, die das "Gesicht" der Frauen-WM 2011 war und später Bundestrainerin wurde; Jimmy Hartwig, in den Achtzigern einer der torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Bundesliga, der dennoch nur zweimal für Deutschland spielte; Cacau, Stürmer 2010 in Südafrika und von 2016 bis 2021 DFB-Integrationsbeauftragter sowie auch U-Nationalspieler Jean-Manuel Mbom - sie und viele andere erzählen ihre bewegende Geschichte in "Schwarze Adler".

Welchen Weg haben sie hinter sich gebracht, bevor sie dort angekommen waren, wo wir ihnen zujubelten? Welche Hürden mussten sie überwinden? Welchen Vorurteilen und Anfeindungen waren sie ausgesetzt - und wie war das früher, wie ist es heute? Um diese Fragen zu beantworten, braucht der Film keine Off-Stimme. Alle schwarzen Spielerinnen und Spieler der deutschen Nationalmannschaften berichten persönlich. Oft ist man überrascht, manchmal schockiert, fast immer bewegt. Gemeinsam erzählen sie damit, so sagt Regisseur Torsten Körner, "die Geschichte eines Landes, das noch lange nicht dort angekommen ist, wo es meinte, schon vor Jahren gewesen zu sein".

Von Asamoah bis Torunarigha

1997 liefen Asamoah und Otto Addo für Hannover 96 in Cottbus auf, der Aufstieg in die 2. Bundesliga stand auf dem Spiel. Bananen flogen, rassistische Sprechchöre begleiteten ihre Aktionen. Bis heute kann Gerald Asamoah nicht verstehen, dass anschließend niemand mit ihnen sprach. Im Mai 2001 nominierte ihn dann Teamchef Rudi Völler für die DFB-Auswahl - als ersten in Afrika geborenen deutschen Nationalspieler.

Der WM-Führer 2006 der NPD mit dem Schriftzug "Weiß - Nicht nur eine Trikot-Farbe", Cacaus Tor im WM-Auftaktspiel 2010 in Südafrika und der gemeinsame Jubel mit Mesut Özil, für ihn bis heute "ein Spiegelbild für das, was diese Nationalmannschaft 2010 bedeutet hat", die Diskussion über das Nicht-Singen der Hymne, die rassistische "Nicht als Nachbar"-Attacke gegen Jérôme Boateng vor der EURO 2016, der Platzverweis von Jordan Torunarigha im Frühjahr 2020, als der Herthaner nach etlichen rassistischen Anfeindungen einen Wasserkasten hinwarf - der Film erzählt gründlich und immer mit neuen Einblicken die Schlüsselmomente der Geschichte der "Schwarzen Adler".

Weitere Informationen und den Trailer zum Film sehen hier auf der DFB-Homepage.

Autor*in: DFB.de/th

 

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