Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 14.05.2018

Bewerbung für EURO 2024: Geballte Begeisterung in den NRW-Städten

Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Köln wollen gute Gastgeber sein

Lebensgefühl und Fußballkultur: Bewerbung für EURO 2024

Olympische Sommerspiele 2032 an Rhein und Ruhr und bereits 2024 die Austragung der UEFA EURO 2024 in Deutschland mit einem Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen: Beide Großergebnisse würden wohl die Bevölkerung in NRW elektrisieren und für gute Stimmung nicht nur unter den Fußballfans sorgen. Das geben, zumindest die Fußball-EM betreffend, auch jüngste Umfrageergebnisse wider. Während über eine Bewerbung für Olympia in der Rhein/Ruhr-Region noch lange nichts entschieden ist, rückt die Entscheidung über die mögliche Gastgeberrolle für die UEFA EURO 2024 immer näher. Und die Fußballfans in NRW sind längst im Vorfreude-Modus.

Hier finden Sie alle Informationen zur deutschen EM-Bewerbung!

Vier der zehn möglichen Spielorte, mit denen sich der Deutschen Fußball-Bund um die Austragung der EURO 2024 bewirbt, sind in Nordrhein-Westfalen. Längst ist in NRW das EM-Fieber entbrannt. Die Menschen in Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Köln blicken gespannt der endgültigen Entscheidung entgegen. Der WDFV hat bei der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und den Oberbürgermeistern Ullrich Sierau (Dortmund), Thomas Geisel (Düsseldorf) und Frank Baranowski (Gelsenkirchen) nachgefragt, warum die vier NRW-Städte perfekte Gastgeber sein würden.

Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund (Foto: Stadt Dortmund).
Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund (Foto: Stadt Dortmund).

Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund:

„Dortmund blickt gespannt auf den September dieses Jahres, wenn die endgültige Entscheidung über die Vergabe der Euro 2024 fallen wird. Bekommt Deutschland den Zuschlag, wird Dortmund mit seiner Erfahrung bei der Organisation und Durchführung sportlicher Großveranstaltungen gerüstet sein.

Der Rat der Stadt hatte im Juli 2017 beschlossen, dass Dortmund als Spielort beim DFB für das Nationale Bewerbungsverfahren zur EM 2024 den Hut in den Ring wirft. Diesem Votum ging eine engagiert geführte Debatte voraus, die Chancen und Risiken einer Teilnahme an der Europameisterschaft kritisch beleuchtet hat.

Die Vorfreude auf möglicherweise sechs Spiele und zehntausende Fans bei der EURO 2024 ist groß. Geht die EURO 2024 nach Deutschland, fängt die Arbeit mit den Partnern DFB und Borussia Dortmund als Eigentümerin des Stadions im Detail erst richtig an, denn die Stadt möchte wie schon zur WM 2006 wieder ein toller Gastgeber sein.

Mit den begeisterungsfähigen Fans und dem Stadion mit seiner stimmungsvollen Atmosphäre sind die Voraussetzungen dafür sehr gut. Im Stadion an der Strobelallee haben legendäre Spiele stattgefunden. Erinnert sei nur an die Gänsehautatmosphäre beim packenden 1:0 der DFB-Elf gegen Polen während des sogenannten „Sommermärchens“. In diesen WM-Wochen des Jahres 2006 präsentierte sich Dortmund international auch mit seinen Fanfesten in der City als Stadt, in der Fußball gelebt wird. Als neue Attraktion gibt es in der Innenstadt auch das Deutsche Fußballmuseum, das die Fußballfreunde bundesweit und international anzieht.

Dortmund ist eine Fußballhochburg mit einer langen Tradition; die Rolle des Gastgebers für die Fußballfreunde aus aller Welt nehmen wir gerne an. Die touristischen Effekte und wirtschaftlichen Impulse eines Turniers wie die EURO 2024 stimmen mit den Zielen Dortmunds als international ausgerichtete und weltoffene Stadt überein. Die Dortmunderinnen und Dortmunder freuen sich, wieder Fans aus aller Welt begrüßen zu können, um rauschende Fußballfeste zu feiern.“

Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf (Foto: Stadt Düsseldorf).
Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf (Foto: Stadt Düsseldorf).

Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf:

„Düsseldorf könnte erstmals seit 1988 Austragungsort eines internationalen Fußballturniers werden. Das ist ein Riesenerfolg für uns. Wir freuen uns sehr, dass der DFB Düsseldorf als Spielort für die Fußball-EM 2024 ausgewählt hat. Für die Ausrichtung der UEFA EURO 2024 bietet die Sportstadt Düsseldorf die besten Voraussetzungen: Vom topmodernen Stadion über die optimale Infrastruktur bis hin zur traditionsreichen Fankultur und großen Fußballbegeisterung.

Wir haben mit der Tischtennis-Weltmeisterschaft, der Triathlon-EM und dem Grand Départ der Tour de France im vergangenen Jahr gezeigt, dass wir sportliche Events auf internationalem Top-Niveau ausrichten können. Die Sportbegeisterung in der Stadt ist riesig. Das unterstreicht auch die Studie, die Nielsen Sports zur Unterstützung der Bewerbung erstellt hat. Die Bewerbung für die Europameisterschaft trifft hier auf eine sehr breite Unterstützung."

Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen (Foto: Stadt Gelsenkirchen).
Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen (Foto: Stadt Gelsenkirchen).

Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen:

„Gelsenkirchen ist Fußballstadt, das ist bekannt und erschöpft sich doch nicht nur in der Begeisterung für den einen Verein mit Ursprung vom Schalker Markt. Nein, die Menschen in unserer Stadt spielen auch viel und leidenschaftlich, darum ist es kein Wunder, dass einige unsere Talente ihren Weg machen – Spieler wie Manuel Neuer, Mesut Özil und Ilkay Gündogan sind ja gebürtige Gelsenkirchener. Nicht zuletzt hat unsere Stadt viel Erfahrung mit sportlichen Großereignissen gesammelt, bei der Fußball-WM 1974 etwa und dem Sommermärchen 2006, bei der Euro 88 und dem Champions-League-Finale 2003. Wir wissen also, wie schön das sein kann, mit zehntausenden englischen Fans oder mit tausenden Portugiesen zu feiern. So etwas wollen wir gerne wieder erleben. Darum freue ich mich sehr, dass der DFB unsere Stadt mit zu den Gastgebern für eine mögliche Fußball-EM 2024 in Deutschland ausgewählt hat!“

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln (Foto: Stadt Köln).
Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln (Foto: Stadt Köln).

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln:

„Köln ist nicht nur ein Gefühl, sondern auch Emotion pur. Das wissen auch die Gäste aus aller Welt, die gerne zu uns kommen. Der UEFA EURO-Funke ist bei uns längst übergesprungen, die Entscheidung lässt auch mein Herz als Oberbürgermeisterin höher schlagen. „Der Fußball gehört zum Lebensgefühl der Sportstadt Köln. Die Menschen hier leben diesen Sport mit ganzer Leidenschaft – ganz gleich, ob sie ihre Heimatclubs 1. FC Köln, Fortuna Köln oder Viktoria Köln anfeuern oder den internationalen Fußball zu Gast haben. Dieses besondere Lebensgefühl hat bereits die Fans aus aller Welt beim Sommermärchen im Rahmen der FIFA-WM 2006 begeistert. Die kölsche Gastfreundschaft ist legendär.“

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