Westdeutscher Fussballverband e.V.
Service 13.03.2020

Coronavirus: Informationen für den Fußball in Nordrhein-Westfalen

Die Herausforderungen, die durch die Ausbreitung des Coronavirus an den organisierten Fußball in Nordrhein-Westfalen gestellt werden, sind gewaltig.  Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) bittet die Fußballfamilie in Nordrhein-Westfalen in diesem Zusammenhang um einen umsichtigen und sensiblen Umgang mit der aktuellen Situation. Der WDFV und seine Landesverbände befinden in enger Abstimmung, um auf die Entwicklungen angemessen reagieren zu können.

 

Verhaltensregeln: Waschen Sie regelmäßig und ausreichend lange (mindestens 20 Sekunden) Ihre Hände mit Wasser und Seife. (Symbolfoto: WDFV)
Verhaltensregeln: Waschen Sie regelmäßig und ausreichend lange (mindestens 20 Sekunden) Ihre Hände mit Wasser und Seife. (Symbolfoto: WDFV)

In diesem Zusammenhang informieren die Verbände über die Auswirkungen und Maßnahmen in ihrem Gebiet:

Coronavirus: Informationen des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM)

Coronavirus: Informationen des Fußballverbandes Niederrhein (FVN)

Coronavirus: Informationen des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW)

Deutscher Fußball-Bund: Auswirkungen des Coronavirus auf den Spielbetrieb

Grundsätzlich ist für den Spielbetrieb zu beachten: Entscheidungen über tiefgreifende Maßnahmen wie einen Zuschauerausschluss oder Spielabsagen müssen im Zuge des Coronavirus von den zuständigen Gesundheitsbehörden getroffen werden. Neben der Infektionsvorbeugung sind Aspekte des gesamten öffentlichen Lebens zu berücksichtigen, von dem der Fußball lediglich einen Teilbereich darstellt. Liegen keine anderweitigen Anordnungen der Gesundheitsbehörden vor, soll der Spielbetrieb wie geplant durchgeführt werden. Die spielleitenden Stellen der Verbände, die Klubs sowie die Gesundheitsbehörden stehen hier in ständigem Austausch miteinander.

Der am Dienstag (10. März 2020) herausgegebene Erlass der Landesregierung ist bindend. „Unser Ziel muss sein, die Ausbreitung des Corona-Virus so weit wie möglich zu verlangsamen, um krankheitsanfällige Menschen zu schützen. Die Virologinnen und Virologen, mit denen ich gesprochen habe, empfehlen, dass wir große Menschenansammlungen, wo es geht, vermeiden sollten“, erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und präzisierte: „Große Messen, Kongresse, Konzerte oder Sportveranstaltungen sollten wir zunächst absagen.“ Bei Veranstaltungen mit weniger als 1.000 zu erwartenden Besucherinnen und Besuchern ist – wie bisher – eine individuelle Einschätzung der örtlichen Behörden der Veranstaltung erforderlich, ob und welche infektionshygienischen Schutzmaßnahmen zu ergreifen sind. Dabei sind die Vorgaben des Robert-Koch Instituts zu beachten.

Spielbetrieb in den West-Regionalligen: Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) hat am 13. März entschieden, den kompletten Spielbetrieb in Zuständigkeit des WDFV vorerst auszusetzen. Der Spielbetrieb in der Regionalliga West (Männer) wird ab sofort bis zum 22. März ruhen. Diese Absage betrifft den 29. und 30 Spieltag sowie die ursprünglich für den 18. März vorgesehenen Nachholspiele. Für die kommende Woche lädt der WDFV die Vereine der Regionalliga West ein, um gemeinsam das weitere Vorgehen zu besprechen. Zudem wurde festgelegt, dass bis zum Ende der Osterferien kein Spielbetrieb in der Frauen-Regionalliga West und in den Jugend-Regionalligen stattfindet. Der Futsal-Spielbetrieb wurde bis auf weiteres ausgesetzt.

Aktueller Stand beim Futsal: Die Deutschen Futsal-Meisterschaften der Juniorinnen und Junioren fallen in dieser Saison aus. Das hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach Absprache mit den zuständigen Gesundheitsbehörden entschieden. Beide Meisterschaften hätten in Nordrhein-Westfalen, und damit in einem Risikogebiet, in dem es bereits zu Übertragungen des Coronavirus kam, stattfinden sollen. Die Meisterschaft der Junioren war für den 28./29. März in Gevelsberg geplant. Das Pendant der Juniorinnen hätte bereits am kommenden Wochenende (14./15. März) in Wuppertal stattfinden sollen. Eine Verschiebung ist aufgrund des engen Rahmenterminkalenders bei beiden Endrunden nicht möglich.

Verhaltensregeln: Der WDFV bittet die Fußballvereine in NRW, diese allgemeinen Verhaltensregeln zu beachten und entsprechend zu kommunizieren:

  • Wir bitten alle Vereine zu prüfen, ob es Spielerinnen/Spieler, Trainer oder andere Funktionsträger in ihren Mannschaften gibt, die seit Mitte/Ende Februar aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Hier wird dringend empfohlen, diese Personen - unabhängig von etwaigen Symptomen – derzeit weder an Spielen noch am Trainingsbetrieb teilnehmen zu lassen.
  • Bei Fußballspielen ist der Handshake zwischen Mannschaften und Schiedsrichtern vor und nach den Spielen normalerweise obligatorisch. Den Mannschaften sowie Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern ist es vom FVN aktuell freigestellt, auf das Händeschütteln (Abklatschen) zu verzichten.
  • Halten Sie ausreichend Abstand zu Menschen, die Husten, Schnupfen oder Fieber haben - auch aufgrund der andauernden Grippe- und Erkältungswelle.
  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch - und entsorgen Sie das Taschentuch anschließend in einem Mülleimer mit Deckel.
  • Halten Sie die Hände vom Gesicht fern - vermeiden Sie es, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren.
  • Waschen Sie regelmäßig und ausreichend lange (mindestens 20 Sekunden) Ihre Hände mit Wasser und Seife - insbesondere nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten.

Friedrich Curtius, Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes, erklärte am Donnerstag (12. März): Klar ist: Die Gesundheit steht über allem. Klar ist auch: DFB, DFL sowie die Regional- und Landesverbände tragen große Verantwortung - für den Fußball, für die Vereine, die Aktiven, die Fans, die Ehrenamtler und auch deren Familien. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst, dieser Verantwortung stellen wir uns, dieser Verantwortung kommen wir nach – im Rahmen unserer Kompetenzen. Denn: Wir sind keine Mediziner, wir sind keine Gesundheitsexperten. Deutschland verfügt über ein hervorragendes Gesundheitssystem, wir haben großes Vertrauen in die Fachleute. Klare und verbindliche Entscheidungen der zuständigen Behörden sind daher wichtig und grundlegend für uns. Diesen Vorgaben folgen wir ohne Wenn und Aber, danach richten wir konsequent die Organisation des Spielbetriebs aus, die Kernaufgabe des DFB sowie seiner Regional- und Landesverbände ist. Das war eindeutiger Konsens bei der gemeinsamen Konferenz der Verbandspräsidenten und Geschäftsführer.

Amateurfußball: Die zu bewältigenden Fragen sind nicht zuletzt im Amateurfußball angesichts von bundesweit rund 140.000 gemeldeten Mannschaften im Spielbetrieb vielschichtig. Alle Vereine sind aufgefordert, aktiv zu prüfen, ob es Spielerinnen und Spieler in ihren Mannschaften gibt, die in den vergangenen zwei Wochen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Der DFB und seine Regional- und Landesverbände appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Vereine, diese Spielerinnen und Spieler - unabhängig von etwaigen Symptomen – derzeit weder an Spielen noch im Trainingsbetrieb teilnehmen zu lassen.

Links zum Thema:

Land NRW: Erlass regelt Umgang mit Großveranstaltungen

NRW-Gesundheitsministerium: NRW bleibt wachsam und besonnen

Robert Koch Institut (Risikobewertung, bundesweite Lageeinschätzung) 

Kampagne „Waschen wie Walter" des Bundesministeriums für Gesundheit

Weltgesundheitsorganisation (WHO, englisch) 

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (u.a. Hygiene-Tipps, mehrsprachig)

Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache (PDF-Datei)     

Zusammenstellung: WDFV.de

 

Spielberechtigungen Regionalliga West