Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 06.11.2018

Direkter Austausch mit Vereinen: DFB veranstaltet 3. Amateurfußballkongress

Vom 22. bis 24. Februar 2019 in Kassel

Auf dem 2. Amateurfußballkongress wurde 2012 der Masterplan Amateurfußball beschlossen (Archiv-Foto: © 2012 Getty Images).
Auf dem 2. Amateurfußballkongress wurde 2012 der Masterplan Amateurfußball beschlossen (Archiv-Foto: © 2012 Getty Images).

Der DFB richtet vom 22. bis 24. Februar 2019 in Kassel den 3. Amateurfußballkongress aus. Schwerpunkte der Veranstaltung sind die aktuellen und künftigen Herausforderungen des Vereinsfußballs im Amateurbereich. Im direkten Austausch zwischen Vertretern und Vertreterinnen des DFB, der Regional- und Landesverbände sowie von Kreisen und Vereinen aus ganz Deutschland sollen gemeinsam Lösungen und Handlungsempfehlungen zur Stabilisierung und Stärkung der Basis erarbeitet werden.

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt: "Die EURO 2024 in Deutschland bietet Chancen, die wir im und für den Amateurfußball nutzen wollen. Der Amateurfußballkongress soll Antworten geben, wie der DFB gemeinsam mit den Regional- und Landesverbänden den Vereinen noch besser helfen kann. Dabei muss es unter anderem um die Unterstützung bei der Gewinnung und Qualifizierung ehrenamtlichen Nachwuchses gehen. Außerdem brauchen wir eine bessere Infrastruktur für unsere Klubs. Dies sind für mich zentrale Aufgabestellungen, denen wir uns zu widmen haben."

Fünf Kernthemen

Im Fokus des Kongresses stehen die Perspektive der Amateurvereine sowie die Interessen der aktiven Fußballer und Fußballerinnen. Außerdem soll sich intensiv der Frage gewidmet werden, wie der Vereinsfußball in den kommenden Jahren im Amateurbereich aufgestellt sein muss, um die Effekte der EURO 2024 in Deutschland mit Unterstützung der Verbände bestmöglich zu nutzen. Gegliedert ist der Kongress in folgende Kernthemen:

-          Amateurfußball 2024

-          Externe Rahmenbedingungen für die Vereine

-          Verbandsentwicklung

-          Qualifizierungsangebote

-          Digitalisierung

Zu jedem Thema sollen konkrete und klar priorisierte Handlungsaufträge formuliert werden. Beteiligte aller Organisationsebenen werden sich in Kassel auf Augenhöhe begegnen und in wechselnden Konstellationen miteinander austauschen. 84 Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Kongresses rekrutieren sich aus Amateurvereinen, 42 aus den Fußballkreisen. Die Landesverbände entsenden 84 Vertreter, die weiteren Delegierten kommen aus den Regionalverbänden und vom DFB.

Alfred Vianden.
Alfred Vianden.

Alfred Vianden, Vizepräsident des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) und Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM), sagt: „Ein Ergebnis des letzten Amateurfußballkongresses 2012 war der Masterplan, mit dem wir auch im FVM unsere Angebotsstruktur gestärkt und den Dialog mit den Vereinen noch stärker in den Fokus gerückt haben. 

Die Erkenntnisse aus über unseren 100 Vereinsdialogen und mehreren Foren- und Dialogveranstaltungen sind äußerst wertvoll. Damit wir den wichtigen Input aus den Vereinen auch weitertragen können, wird die FVM-Delegation, die wir nach Kassel entsenden, zu einem großen Teil aus Vereinsvertretern bestehen, die schon bei den Vereinsdialogen kritisch wie konstruktiv Impulse gesetzt haben und das nun auch in Kassel tun sollen. Die Vereine sind der Kern des Fußballs, deswegen müssen wir die Basis stärken.“

Peter Frymuth.
Peter Frymuth.

Peter Frymuth, Vizepräsident des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV), Präsident des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) und DFB-Vizepräsident, sagt: „Der Amateurfußballkongress soll dazu beitragen, dass deutlich wird, welche Sorgen und Probleme unsere Vereine als wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft haben. Er wird sieben Jahre nach dem letzten Kongress hoffentlich die aktualisierten Herausforderungen als Ergebnis darstellen, denen wir uns als Landesverbände mit der sicherlich notwendigen Unterstützung des DFB gemeinsam stellen müssen. 

Dabei gilt es dann Wege und Lösungen zu suchen, um weiterhin sicherzustellen, dass fußballinteressierte Kinder und Jugendliche, aber natürlich auch Erwachsene, ausreichend Fußballangebote in unseren Vereinen vorfinden, um der Lieblingssportart nachgehen zu können.“

Gundolf Walaschewski.
Gundolf Walaschewski.

Gundolf Walaschewski, Vizepräsident des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) und Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), sagt: "Seit sechs Jahren führen wir Vereinsdialoge durch. Vereinsvorstände treffen sich dazu mit dem Präsidium des FLVW und diskutieren die Probleme und Fragen, die Vereine heute haben.

Dies jetzt deutschlandweit zu machen, auf Augenhöhe mit allen Beteiligten, wird zukunftsweisend für den Amateurfußball sein."

Dr. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident Amateure, sagt: "Die Herausforderungen, denen sich der Amateurfußball ohne Wenn und Aber stellen muss, sind vielschichtig und eng verknüpft mit dem gesellschaftlichen Wandel in einer von der Digitalisierung angetriebenen Welt. Deshalb ist es von enormer Bedeutung, zusammen mit der Basis in die Tiefe zu gehen, Problemstellungen zu erkennen, zu definieren und erste Antworten zu finden, wie sich der Amateurfußball als fester Anker unser Gesellschaft fortentwickeln kann. Dafür ist der Amateurfußballkongress da."

Beim 2. Kongress: Masterplan Amateurfußball

Dieses Format hatte sich bereits beim 2. Amateurfußballkongress 2012 bewährt, dessen Resultat der Masterplan Amateurfußball war. Der Masterplan war anschließend von der Steuerungsgruppe Amateurfußball unter der Leitung von DFB-Vizepräsident Peter Frymuth ausgestaltet worden und hatte unter anderem zur Einführung der Vereinsdialoge, einem bundesweiten Fair-Play-Konzept inklusive Fair-Play-Liga sowie der deutlichen Ausweitung von Vereinsservices wie den Kurzschulungen, dem DFB-Mobil oder den Onlinetools für den Spielbetrieb geführt. Auch die erfolgreiche Neuausrichtung von FUSSBALL.DE als zentrale Plattform des Amateurfußballs unter Betrieb des DFB, die Amateurfußballkampagne "Unsere Amateure. Echte Profis" und das Projekt DFB-Junior-Coach waren unmittelbare Ergebnisse des Masterplans.

Vom 22. bis 24. Februar 2019 sollen nun die nächsten Schritte eingeleitet werden, um zukunftsfähig zu bleiben. Mit digitaler Hilfe soll schon im Vorfeld, aber auch während des Kongresses eine möglichst breite Beteiligung der Basis hergestellt werden, unter anderem über die Websites und Social-Media-Kanäle des DFB sowie seiner Regional- und Landesverbände.

Text: DFB/Landesverbände

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