Westdeutscher Fussballverband e.V.
Freizeit- und Breitensport 12.09.2018

„eSoccer – eine Chance für Fußballvereine?"

WDFV-Infotagung am 15. September in Münster

eSoccer ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Jugendkultur geworden. Auch der EWorld Cup 2018 in London fand großes Interesse. (Foto: Getty Images)
eSoccer ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Jugendkultur geworden. Auch der EWorld Cup 2018 in London fand großes Interesse. (Foto: Getty Images)

Die Popularität der Video- und Computerspielbranche steigt rasant an. Das untermauern nicht nur die bemerkenswerten Besucherzahlen in diesem Sommer auf der Gamescom in Köln. Auch der Bereich eSoccer ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Jugendkultur geworden und hat Eingang in das Vereinsleben der Fußballklubs gefunden.

Diese Entwicklung nimmt der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) zum Anlass, um gemeinsam mit seinem Partner WestLotto für die Fußballvereine in Nordrhein-Westfalen und insbesondere deren Jugendabteilungen eine Infotagung durchzuführen. WDFV-Präsident Hermann Korfmacher und WestLotto-Geschäftsführer Andreas Kötter freuen sich, im Rahmen der Tagung „„eSoccer – eine Chance für Fußballvereine?“ am 15. September in der WestLotto-Zentrale in Münster auch Jens-Peter Nettekoven (MdL), Sprecher der CDU-Fraktion im Sportausschuss des Landes Nordrhein-Westfalen, begrüßen zu können.

Hat eSoccer Konsequenzen für den organisierten Fußball? Bietet eSoccer den Amateurvereinen die Möglichkeit, Jugendliche und junge Erwachsene als neue Mitglieder zu gewinnen oder an sich zu binden? Gibt es Gefahren wie etwa Suchtverhalten oder Mitgliederschwund im Jugendbereich? Diesen und weiteren Fragen geht der WDFV in dieser Tagung nach.

Hermann Korfmacher: „Der Fußball hat viele Facetten"

„Die Gesellschaft und die sich bietenden Freizeitmöglichkeiten ändern sich in einem hohen Tempo. Für Jugendliche hat das Spielen an der Konsole ganz offensichtlich einen hohen Freizeitwert. Das können Fußballvereine durchaus für sich nutzen“, erklärt Hermann Korfmacher. Der WDFV-Präsident sieht im eSoccer viel Potenzial: „Dieser Trendsport befindet sich unübersehbar im Aufwind. Die Fußballfamilie sollte demgegenüber aufgeschlossen sein. Denn der Fußball hat viele Facetten, eSoccer ist ebenso wie Futsal oder Beachsoccer eine davon.

Der WDFV möchte auch als Plattform für seine Landesverbände die Möglichkeiten ausloten, die sich für den Vereinssport bieten. Der Bedarf ist vorhanden. In einer Befragung des WDFV zeigten über 56 Prozent der Vereine Interesse am Thema „eSports“.

Hans Jagnow, Präsident eSport-Bund Deutschland (ESBD) wird auf der Tagung zum Thema „Was können klassischer Sport und eSport voneinander lernen?“, referieren. Dr. Fabian Hedderich und Jan Schlüter von Nielsen Sports berichten über die „Entwicklung des eSports in Deutschland - Zahlen, Daten, Fakten“. Mit Spannung erwartet wird der Programmpunkt mit Tim Reichert vom FC Schalke 04: „Fans und eSoccer: Bindungspotenziale für den Bundesligaverein“. Über „Gutes Spiel, schlechtes Spiel“ - Ethische Aspekte und Suchtgefahren, berichtet Lorenzo von Petersdorff (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle). Thomas Kottig, Trainer beim Amateurverein FC Epe erklärt „Wie und warum wir beim FC Epe eSoccer anbieten!“

Die Teilnahme ist für angemeldete Vereinsvertreterin und Vereinsvertreter kostenlos.

Das komplette Tagungsprogramm finden Sie im Flyer unten zum Download.

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