Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 27.09.2019
Das neue Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes. WDFV-Präsident Peter Frymuth (3. von links) wurde im Amt des DFB-Vizepräsidenten bestätigt (Foto: Getty Images).
Das neue Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes. WDFV-Präsident Peter Frymuth (3. von links) wurde im Amt des DFB-Vizepräsidenten bestätigt (Foto: Getty Images).

Fritz Keller zum DFB-Präsidenten gewählt - Peter Frymuth im Amt des Vizepräsidenten bestätigt

43. Ordentlicher Bundestag des DFB: Dr. Stephan Osnabrügge bleibt Schatzmeister

"Wer mich gewählt hat, der hat Veränderung gewählt": Fritz Keller ist der 13. DFB-Präsident (Foto: © 2019 Getty Images).
"Wer mich gewählt hat, der hat Veränderung gewählt": Fritz Keller ist der 13. DFB-Präsident (Foto: © 2019 Getty Images).

Fritz Keller ist neuer Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Auf dem 43. Ordentlichen Bundestag des DFB in Frankfurt am Main wurde der 62-Jährige einstimmig an die Spitze des DFB gewählt. Für Keller votierten alle 257 stimmberechtigten Delegierten, darunter auch die Delegierten aus dem Westdeutschen Fußballverband (WDFV). 

Keller ist der 13. Präsident in der Geschichte des DFB, er folgt auf Reinhard Grindel, der am 2. April dieses Jahres zurückgetreten war. Keller war der einzige Kandidat, er wurde auf Empfehlung der Findungskommission durch die Konferenz der Regional- und Landesverbände sowie die Generalversammlung der DFL nominiert.

WDFV-Präsident Peter Frymuth ist im Anschluss an die Wahl Kellers als DFB-Vizepräsident wiedergewählt worden. Auch Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge und Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius wurden für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Dr. Rainer Koch ist von den Delegierten des 43. Ordentlichen DFB-Bundestages in Frankfurt am Main als 1. Vizepräsident für Amateurfußball und Angelegenheiten der Regional- und Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wiedergewählt worden. Wiedergewählt als DFB-Vizepräsidenten wurden darüber hinaus Ronny Zimmermann, Erwin Bugar und Hannelore Ratzeburg, die weiterhin für Frauen- und Mädchenfußball verantwortlich ist.

Bei allen weiteren Präsidiumsmitgliedern entfällt künftig die feste satzungsgemäße Zuordnung von Ressorts. Die Satzung wurde auf Beschluss der Delegierten des DFB-Bundestages dementsprechend geändert. Damit sollen ebenso wie mit der Streichung der zuvor in der Satzung festgeschriebenen Sonderkompetenzen und operativen Sonderzuständigkeiten des DFB-Präsidenten Beschlussfähigkeit und Flexibilität des Präsidiums als Kollegialorgan gestärkt werden.

Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge bleibt für weitere drei Jahre im Amt.(Foto: Getty Images).
Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge bleibt für weitere drei Jahre im Amt.(Foto: Getty Images).

In seiner Antrittsrede bedankte sich Fritz Keller bei den Delegierten: "Ich freue mich sehr über das klare Votum und das große Vertrauen, das mir die Delegierten entgegenbringen. Wer mich gewählt hat, der hat Veränderung gewählt. Mir ist wichtig, dass wir den DFB zusammen in eine erfolgreiche Zukunft führen, mit neuen Strukturen, effizient und transparent. Eine One-Man-Show wird es dabei nicht geben, den deutschen Fußball von der Basis bis zur Spitze weiterzuentwickeln, geht nur gemeinsam, im Team."

Zur Agenda des neuen DFB-Präsidenten gehören: die strukturelle Entwicklung des Verbandes, insbesondere vor dem Hintergrund der strikten Trennung von wirtschaftlichem und ideellem Bereich im DFB, die sportliche Arbeit für erfolgreiche Nationalmannschaften, bestmögliche Rahmenbedingungen für Lizenzfußball und Amateurfußball, eine effiziente Nachwuchskonzeption, die Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs sowie die Stärkung des Ehrenamtes. Zu Kellers Kernthemen gehören daneben Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung mit dem klaren Eintreten für Vielfalt, Integration, Inklusion und Menschenrechte.

"Mit Keller haben wir den idealen Präsidenten gefunden"

Dr. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident Amateure, erklärte: "Mit Fritz Keller haben wir den idealen Präsidenten gefunden. Er verkörpert Bodenständigkeit, Integrität, Glaubwürdigkeit. Und er steht authentisch und mit großer Leidenschaft für all die vielen Facetten, die den Fußball, den DFB und die Arbeit in unseren vielen Amateurvereinen ausmachen. Ich bin fest überzeugt, dass er bei Interessenkollisionen zwischen Amateuren und Profis sehr genau weiß, welche Interessen die Amateurvereine haben, und dass er diese auch vertreten und durchsetzen kann."

Christian Seifert, DFB-Vizepräsident und Sprecher des DFL-Präsidiums, saget: "Die DFL steht voll und ganz hinter Fritz Keller und seinem Programm. Er lebt für den Fußball und ist eine außerordentliche Persönlichkeit, die für Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit steht. Die Wochen seit seiner Nominierung haben bereits gezeigt, dass es ihm um die Sache geht - und nicht etwa um sich selbst. Die personelle Neuausrichtung ist ein wichtiger Schritt, um den DFB in eine erfolgreiche Zukunft zu führen."

Fritz Keller hat bislang für den SC Freiburg gearbeitet. Ab 1994 war er Marketingvorstand des Vereins, ab 2010 der 1. Vorsitzende und nach einer Satzungsänderung ab 2014 Präsident. Keller ist als Winzer, Gastronom und Hotelier erfolgreich. Weltmeister Fritz Walter war sein Patenonkel.

Mit Günter Distelrath, Dirk Janotta, Oliver Leki und Steffen Schneekloth hat das DFB-Präsidium vier neue Mitglieder. Distelrath, Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes und des Norddeutschen Fußball-Verbandes, sowie Janotta, Schatzmeister des Fußballverbandes Rheinland, wurden zu Vizepräsidenten gewählt. Sie folgen auf Eugen Gehlenborg und Dr. Hans-Dieter Drewitz, die beide die Altersgrenze von 70 Jahren überschritten haben und deshalb nicht mehr zur Wahl standen.

Bierhoff und Lahm mit beratender Stimme

Nachfolger von Dr. Reinhard Rauball, der kraft seines Amtes als DFL-Präsident zugleich 1. DFB-Vizepräsident war, ist Peter Peters vom FC Schalke 04, Erster Stellvertretender Sprecher des Präsidiums des DFL e.V. Rauball hatte sein Amt im August auf eigenen Wunsch aufgegeben. Auch der Zweite Stellvertretende Sprecher des DFL-Präsidiums, Oliver Leki vom Sport-Club Freiburg, und der Dritte Stellvertretende Sprecher, Steffen Schneekloth von Holstein Kiel, rücken zu DFB-Vizepräsidenten auf. Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH und Sprecher des Präsidiums des DFL e.V., wurde vom DFB-Bundestag als Vizepräsident bestätigt. Helmut Hack schied dagegen nach seinem Abschied als DFL-Vizepräsident auch aus dem DFB-Präsidium aus.

Mit beratender Stimme gehören dem Präsidium künftig Oliver Bierhoff als Vertreter der für die Nationalmannschaften zuständigen DFB-Direktion an, Joti Chatzialexiou als sportlicher Leiter des Jugend- und Talentförderprogramms, DFB-Ehrenspielführer und Weltmeister Philipp Lahm als Geschäftsführer für die Bereiche Marketing, Kommunikation und CSR der DFB EURO GmbH sowie Ansgar Schwenken als zweiter Vertreter der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, der bereits zuvor als beratender Vertreter der DFL zum Gremium zählte. Komplettiert wird das Präsidium auch fortan von Ehrenpräsident Dr. h.c. Egidius Braun und dem Stellvertretenden DFB-Generalsekretär Ralf Köttker (beratend).

Autor: DFB

 

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