Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 18.05.2019

Viktoria Köln feiert Meistertitel in der Regionalliga West

Pokalübergabe durch Andrea Milz und Hermann Korfmacher

Meister der Regionalliga West: FC Viktoria Köln
Meister der Regionalliga West: FC Viktoria Köln

Der FC Viktoria Köln ist Meister der Regionalliga West Saison 2018/19 und feiert den Aufstieg in die 3. Liga!

Andrea Milz, Staatssekretärin des Landes NRW für Ehrenamt und Sport überreichte dem Team um Siegtorschützen Mike Wunderlich gemeinsam mit Hans-Werner Bartsch, Bürgermeister der Stadt Köln, und Hermann Korfmacher, Präsident des Westdeutschen Fußballverbandes, den Meisterschaftspokal. 3.570 Zuschauer verfolgten im ausverkauften Sportpark Höhenberg das Spiel gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach. 

Der FC Viktoria Köln ist somit am Ziel! Im siebten Anlauf hat der Traditionsverein von der rechten Rheinseite den ersehnten Aufstieg in die 3. Liga geschafft. Unter der Regie von Weltmeister und Interimstrainer Jürgen Kohler (für den beurlaubten Patrick Glöckner) machten die Domstädter am 34. und letzten Spieltag den Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga West aus eigener Kraft perfekt. Durch einen 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach verteidigten die Kölner die Tabellenführung und hielten den Titelkonkurrenten Rot-Weiß Oberhausen auf Distanz. Den entscheidenden Treffer vor 3.570 Zuschauern erzielte Viktoria-Kapitän Mike Wunderlich (66., Foulelfmeter).

Andrea Milz, Staatssekretärin des Landes NRW für Ehrenamt und Sport, überreichte dem neuen Titelträger nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit Hans-Werner Bartsch, Bürgermeister der Stadt Köln, und Hermann Korfmacher, Präsident des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV), den Meisterschaftspokal.

Schon mehrfach war die Viktoria dicht davor, die Regionalliga West nach oben zu verlassen. In der Saison 2016/17 landeten die Kölner ebenfalls auf dem ersten Platz. Erst in der Aufstiegsrunde scheiterte die Viktoria hauchdünn am heutigen Drittligisten FC Carl Zeiss Jena (2:3 und 1:0).

Jetzt steht der FC Viktoria jedoch als dritter Aufsteiger in die 3. Liga fest. Zuvor hatten schon der Chemnitzer FC (Nordost) und der SV Waldhof Mannheim (Südwest) den Sprung in die dritthöchste deutsche Spielklasse perfekt gemacht. Den vierten künftigen Drittligisten ermitteln Nord-Meister VfL Wolfsburg II und Bayern-Titelträger FC Bayern München II in zwei Aufstiegsspielen am 22. und 26. Mai.

RWO mit Remis vor mehr als 8.000 Fans

Die Oberhausener, die vor dem Saisonfinale nur zwei Punkte hinter Viktoria Köln zurücklagen, trennten sich zum Abschluss vom SC Verl nach einem 1:3-Rückstand noch 3:3 (1:1) und verteidigten durch das Remis zumindest den zweiten Tabellenplatz vor dem SV Rödinghausen (4:2 gegen Schlusslicht TV Herkenrath 09).

Tore von Cihan Özkara (14.), Tarik Kurt (80.) und Jannik Löhden (90.+2) reichten RWO vor 8053 Zuschauern im Stadion Niederrhein nicht zum erhofften Heimsieg, weil Aygün Yildirim (32.), Mike Jordan (47., Eigentor) und der eingewechselte Daniel Hammel (72.) für die Gäste aus Verl trafen. Oberhausens Torschütze Özkara scheiterte beim Stand von 1:3 noch mit einem Foulelfmeter an Verls Schlussmann Robin Brüseke (76.).

Wattenscheid 09 rettet sich im „Endspiel“

In einem echten „Endspiel“ um den Klassenverbleib brachte sich die SG Wattenscheid 09 in Sicherheit. Das Team von Trainer Farat Toku setzte sich gegen den direkten Konkurrenten SV Straelen 3:0 (0:0) durch und verhinderte den drohenden Abstieg.

Die von Ex-Nationalspielerin Inka Grings trainierten Gäste müssen dagegen nur ein Jahr nach dem Aufstieg zurück in die Oberliga Niederrhein. Zuvor standen schon Straelens Mitaufsteiger TV Herkenrath 09 und 1. FC Kaan-Marienborn sowie der SC Wiedenbrück als Absteiger in die 5. Liga fest.

Vor 1.717 Zuschauern im Wattenscheider Lohrheidestadion fiel die Entscheidung nach der Pause durch drei Tore innerhalb von nur neun Minuten. Berkant Canbulut (56.), Emre Yesilova (62.) und Cellou Diallo (65.) ließen den ehemaligen Bundesligisten jubeln.

Der vor dem Saisonfinale ebenfalls noch abstiegsgefährdete Bonner SC konnte sich wegen des Wattenscheider Sieges eine 2:3 (2:2)-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaan-Marienborn erlauben. Mit einem Punkt Vorsprung vor den Gästen aus dem Siegerland blieben die Bonner über dem Strich.

Suheyel Najar (5.) und Dennis Brock (17.) hatten den BSC vor 1.100 Besuchern zwar 2:0 in Führung gebracht. Burak Gencal (35./90.) mit seinen Saisontreffern zwölf und 13 sowie Daniel Waldrich (45.) wendeten jedoch das Blatt.

SV Rödinghausen: Engelmann holt Torjägerkrone

Die beste Regionalliga-Saison seiner Vereinsgeschichte schloss der SV Rödinghausen mit einem 4:2 (2:1) gegen Schlusslicht und Absteiger TV Herkenrath 09 mit 63 Punkten auf Rang drei ab. Außerdem sicherte sich SVR-Torjäger Simon Engelmann mit 19 Saisontreffern souverän die Torjägerkrone im Westen.

Auch gegen Herkenrath war Engelmann (11./69.) vor 1.082 Zuschauern noch zweimal erfolgreich. Die weiteren Tore für die Gastgeber gingen auf das Konto von Linus Meyer (12.) und des eingewechselten Eros Dacaj (71.). Für die Gäste, die ihr letztes Spiel in der 4. Liga bestritten und laut einem Mitgliederbeschluss einen Neuanfang in der Kreisklasse starten wollen, trafen Baris Sarikaya (4.) und Joran Sobiech (88.).

Der SV Rödinghausen kann die Spielzeit 2018/19 jetzt noch mit dem Westfalenpokal-Sieg und dem erneuten Einzug in den DFB-Pokal krönen. Am Samstag, 25. Mai (ab 14:15 Uhr, live in der ARD), hat die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen am „Finaltag der Amateure“ Heimrecht gegen Absteiger SC Wiedenbrück. Selbst für den Fall einer Niederlage könnte der Traum vom DFB-Pokal aber noch nicht geplatzt. Dann nämlich würde der SVR als bester westfälischer Regionalligist noch am Donnerstag, 30. Mai, das Entscheidungsspiel gegen den Oberliga-Vizemeister (TuS Haltern) bestreiten. Gewinnt Rödinghausen jedoch den Westfalenpokal, dann darf der SC Verl nachrücken.

Wiedenbrück verabschiedet sich mit Kantersieg

Finalgegner SC Wiedenbrück verabschiedete sich mit einem 5:0 (2:0)-Kantersieg im Derby gegen den Nachbarn SV Lippstadt 08 nach acht Jahren Zugehörigkeit aus der West-Staffel. Mit Treffern von Mike Andreas (19.), Daniel Schaal (45.), Patrick Schikowski (46./51.) und Aday Ercan (74.) schossen sich die Ostwestfalen den Frust des Abstiegs von der Seele.

Die U23 von Fortuna Düsseldorf und Rot-Weiss Essen trennten sich 1:1 (1:0). Joshua Endres (39.) legte für die Gastgeber vor. Der eingewechselte Nicolas Hirschberger (87.) sorgte mit seinem ersten Tor in der Regionalliga für den Ausgleich.

Borussia Dortmunds U23 beendete die Saison mit einem 3:1 (2:1)-Heimsieg gegen Alemannia Aachen. Joseph Boyamba (9.), Philipp Hanke (25.) und Hüseyin Bulut (52.) markierten die BVB-Treffer. Dimitry Imbongo Boele (31.) gelang das zwischenzeitliche Anschlusstor für die Alemannia.

Die Aachener mussten bereits ihre vierte Niederlage hintereinander hinnehmen und konnten damit für das Endspiel um den Mittelrheinpokal kein zusätzliches Selbstvertrauen sammeln. Am Samstag, 25. Mai (ab 16.15 Uhr), trifft die Mannschaft von Trainer Fuat Kilic im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ in Bonn auf den Drittligaabsteiger Fortuna Köln. Nur der Gewinner des Duells qualifiziert sich für den DFB-Pokal. 

Kölner U21 krönt herausragende Rückrunde

Die U21 des 1. FC Köln hat ihre herausragende Rückrunde in der Regionalliga West mit dem zwölften Saisonsieg gekrönt. Zum Abschluss des 34. und letzten Spieltages setzte sich das Team von Interimstrainer Kevin McKenna (für den zu den Profis beförderten André Pawlak) beim Wuppertaler SV 4:2 (1:2) durch und schloss die Saison 2018/19 als beste Mannschaft der zweiten Serie (35 Punkte) auf dem neunten Platz ab. Selbst die Spitzenteams SV Rödinghausen und Rot-Weiß Oberhausen (beide 33 Zähler) sowie Meister und Drittligaaufsteiger FC Viktoria Köln (29) kommen nicht an die Ausbeute des FC heran. Zum Vergleich: Während der verkorsten Hinserie hatten die Kölner nur zehn Zähler geholt.

Vor 1.800 Zuschauern im Wuppertaler Stadion am Zoo brachte Erdinc Karakas (6.) die Gäste aus der Domstadt schon früh 1:0 in Führung. Zwar sorgten Semir Saric (20.) und Kevin Hagemann (42.) noch vor der Pause für die zwischenzeitliche Wende für den WSV. Mit drei Treffern innerhalb von 15 Minuten durch Chris Führich (65.), den eingewechselten Kaan Caliskaner (70.) und Adrian Szöke (80.) machte Köln jedoch alles klar.

WSV-Trainer Bieler fehlt - und steigt mit U19 auf

Für die Wuppertaler, die den möglichen Sprung auf Rang sieben verpassten und die Gäste in der Tabelle noch vorbeiziehen lassen mussten, war es eine missglückte Generalprobe für das Endspiel um den Niederrheinpokal im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ am Samstag, 25. Mai (ab 16:15 Uhr, live in der ARD), vor eigenem Publikum gegen den Drittligisten KFC Uerdingen 05. Dabei will sich der WSV für den DFB-Pokal qualifizieren.

Auf der Wuppertaler Trainerbank wird gegen den KFC wieder Pascal Bieler Platz nehmen. Gegen die Kölner U21 hatte ihn der Sportliche Leiter Karsten Hutwelker vertreten, weil Ex-Profi Bieler nahezu gleichzeitig mit der ebenfalls von ihm betreuten U19 im Einsatz war. Durch einen 4:0-Heimsieg gegen die 1. Spvg. Solingen-Wald 03 machte der Nachwuchs der bergischen die Meisterschaft in der Niederrheinliga und damit auch den Aufstieg in die West-Staffel der A-Junioren-Bundesliga perfekt.

mspw

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