Westdeutscher Fussballverband e.V.
Gesellschaftliche Verantwortung 16.11.2021

Anlaufstelle des WDFV: Jeder Vorfall kann gemeldet werden

Zentrale Anlaufstelle für Gewalt-, Diskriminierungs- und Extremismusvorfälle

Gemeinsam gegen Gewalt: Auf und neben den Fußballplätzen soll im Sinne des Fairplay gehandelt werden (Symbolfoto: Getty Images).
Gemeinsam gegen Gewalt: Auf und neben den Fußballplätzen soll im Sinne des Fairplay gehandelt werden (Symbolfoto: Getty Images).

Auch wenn die allermeisten Spiele fair ablaufen: Es kommt leider auf unseren Fußballplätzen auch immer wieder zu verbalen oder körperlichen Gewaltvorfällen. Wir haben hier die wichtigsten Informationen zur zentralen Anlaufstelle für Gewalt-, Diskriminierungs- und Extremismusvorfälle des WDFV zusammengefasst.

Seit dem 1. Januar 2020 erfasst die zentrale Anlaufstelle für Gewalt-, Diskriminierungs- und Extremismusvorfälle des WDFV alle Konflikte, die sich im Amateurfußball in NRW ereignen. Die Meldungen werden gebündelt und in Rücksprache mit dem jeweiligen Landesverband bearbeitet. Die Anlaufstelle bildet die Schnittstelle zu den drei Landesverbänden und externen Partnern, um für den Fußball präventiv und reaktiv agieren zu können. In der Folge sind die zentralen Fragen und Antworten zusammengestellt.

Hier geht es direkt zur zentralen Anlaufstelle für Gewalt-, Diskriminierungs- und Extremismusvorfälle des WDFV.

Warum gibt es die Anlaufstelle?
Trotz Fair-Play-Förderung und verschiedenen Präventionsmaßnahmen kommt es bei Fußballspielen im Amateurbereich – so wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen – zu Gewaltvorfällen unterschiedlicher Art und Intensität. Auch wenn die allermeisten Spiele vernünftig und ohne Vorkommnisse gespielt werden: Jeder Gewaltvorfall ist einer zuviel! Damit zielgerichtet Maßnahmen eingeleitet werden können, ist es wichtig, einen Überblick über die Geschehnisse auf den Fußballplätzen zu erhalten. Im gesamten Bundesgebiet gibt es solche Anlaufstellen. Die WDFV-Anlaufstelle bündelt die Meldungen für NRW.

Wie sieht die Arbeitsweise der Anlaufstelle aus?
Die Spielberichte aller Spiele in Nordrhein-Westfalen werden am Werktag danach analysiert. Die Spielberichte, bei denen Schiedsrichter*innen den Haken bei „besondere Vorkommnisse“ gesetzt haben, werden genauer betrachtet und in Absprache dann auch weiterverfolgt. Die korrekte Meldung von Vorfällen im Spielbericht ist von besonderer Bedeutung. Daher werden die Schiedsrichter*innen vor Saisonbeginn dafür sensibilisiert. Darüber hinaus kann jeder Vorfall der mit Gewalt, Diskriminierung oder Extremismus in Verbindung steht, der Anlaufstelle gemeldet werden. Dies ist auch außer halb der Meldung im Spielbericht möglich. Neben der Erfassung und Analyse der Vorfälle ist es die Hauptaufgabe der Anlaufstelle, den Vereinen Unterstützungsangebote und Hilfestellungen an die Hand zu geben sowie bei Konflikten zu vermitteln.

Wann und wie kann ich mich bei der Anlaufstelle melden?
Wenn Sie etwas wahrgenommen haben, dass auf oder neben dem Spielfeld geschehen ist, können und sollen Sie eine solche Meldung abgegeben. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie selbst betroffen sind, selbst zum*r Täter*in geworden sind, oder als außenstehende Person etwas beobachtet haben. Sie können per E-Mail oder über ein Formular hier auf der Homepage des WDFV Kontakt zur zentralen Anlaufstelle aufnehmen. Die Anfrage wird selbst verständlich vertraulich behandelt.

Was passiert, nachdem ich mich bei der Anlaufstelle gemeldet habe?
Sie bekommen zunächst die Mitteilung, dass Ihre Anfrage eingegangen ist. Daraufhin folgt abhängig von der Sachlage eine zeitnahe Kontaktaufnahme. Im nächsten Schritt wird für eine weitere Bearbeitung die Zuordnung zum*r zuständigen Akteur*in vorgenommen. Dies können bspw. Netzwerkpartner, Konflikt-Coaches, eine Ansprechperson im jeweiligen Kreis oder auch die Sportgerichte sein. Die meldende Person erhält, ebenfalls je nach Sachlage, eine entsprechende Rückmeldung nach Abschluss des Prozesses.

Mit welchem Partner arbeitet die Anlaufstelle zusammen?
Die Anlaufstelle befindet sich stets im Austausch mit Kooperations- und Netzwerkpartnern. Aktuell arbeitet sie beispielsweise mit der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus und dem Landessportbund NRW zusammen.

Autor/-in: WDFV.de/FVM.de

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