Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 23.05.2018

Wuppertal holt 60-Tore-Mann Bednarski - Glowacz wechselt nach Aachen

Notizen aus der Regionalliga West:

Gleich zwei bisherige Spieler von Rot-Weiss Essen wechseln in der Regionalliga West die Seiten und schließen sich dem Wuppertaler SV an. Alemannia Aachen nahm Manuel Glowacz, Sohn von Ex-Bundesligaprofi Jürgen Glowacz, unter Vertrag, der SC Wiedenbrück verliert einen Leistungsträger an einen Drittligisten und West-Meister KFC Uerdingen 05 hofft in den Aufstiegsspielen gegen den SV Waldhof Mannheim auf den Einsatz von Kapitän Mario Erb. FUSSBALL.DE hat die wichtigsten Notizen aus der Regionalliga West zusammengestellt.

60-Tore-Mann nach Wuppertal: Der Wuppertaler SV hat nach Defensivspieler und Rückkehrer Jan-Steffen Meier (25) den nächsten Spieler vom Ligakonkurrenten Rot-Weiss Essen verpflichtet. Auch Angreifer Kamil Bednarski schließt sich zur kommenden Saison den Bergischen an. Der 32-Jährige unterschrieb einen Einjahresvertrag mit der Option auf eine weitere Spielzeit. Mit knapp 160 Regionalligaspielen und 60 Toren bringt Bednarski viel Erfahrung und Torgefahr mit. In dieser Saison erzielte er 14 Treffer in 32 Pflichtspielen und bereitete sechs Tore vor. Noch am „Finaltag der Amateure“ traf er im Endspiel um den Niederrheinpokal (1:2 bei Rot-Weiß Oberhausen) zum zwischenzeitlichen Ausgleich für RWE. Mit Christopher Kramer (21 Treffer in 37 Einsätzen) und Bednarski hat der WSV in der kommenden Saison zwei Offensivspieler unter Vertrag, die in der abgelaufenen Spielzeit zweistellig getroffen haben. Kamil Bednarski erklärt: „Ich hatte gute Gespräche mit Sportvorstand Manuel Bölstler und Trainer Christian Britscho. Mir wurden Wege und Perspektiven für den Verein aufgezeigt, die mich überzeugt haben. Ich hoffe, dass wir den eingeschlagenen Weg des WSV fortführen können. Ich freue mich außerdem, wieder mit Gino Windmüller und weiter mit Jan-Steffen Meier zusammenspielen zu können.“ WSV-Sportvorstand Manuel Bölstler: „Kamil ist genau der Spieler, den wir uns für die Offensive noch gewünscht haben. Er hat seit Jahren in jeder Spielzeit eine gute Torquote. Bei unseren Mitteln ist es nicht selbstverständlich, dass wir einen Spieler dieser Qualität und mit dieser Erfahrung von uns überzeugen können.“

Promi-Sohn schon länger im Fokus: Alemannia Aachen hat Manuel Glowacz verpflichtet. Der 30-jährige Mittelfeldspieler unterschrieb in Aachen einen Einjahresvertrag (plus Option). Bei Cheftrainer Fuat Kilic stand Glowacz schon länger im Fokus. „Wir wollten Manuel bereits im vergangenen Sommer verpflichten. Umso erfreulicher ist es, dass wir nun Einigung erzielen konnten“, so Kilic. Für die U 21 des 1. FC Köln, Germania Windeck, die U 23 des FC Schalke 04, den FC Viktoria Köln, die Sportfreunde Siegen und die SG Wattenscheid 09 absolvierte der gebürtige Kölner Manuel Glowacz mehr als 300 Spiele in der Regional- und Oberliga. In den zurückliegenden drei Jahren war er Leistungsträger und unumstrittene Stammkraft in Wattenscheid. Mit 68 Torbeteiligungen bei 104 Regionalligaeinsätzen hatte Glowacz maßgeblichen Anteil am positiven Abschneiden der 09er. „Manuel hat jedes Jahr eine sehr gute Quote erreicht. Er bringt neben seinen technischen Fertigkeiten eine hohe Spielintelligenz mit und kann brutal gefährliche Standards schießen“, beschreibt Fuat Kilic die Qualitäten des Sohns von Ex-Bundesligaprofi Jürgen Glowacz. Der mittlerweile 65-Jährige wurde 1978 Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger mit dem 1. FC Köln, war viele Jahre auch Vizepräsident bei den „Geißböcken“.

Goralski kehrt zurück: Noch ist unklar, ob die U 23 von Fortuna Düsseldorf in der kommenden Saison weiter in der Regionalliga West oder in der Oberliga Niederrhein an den Start geht. Unabhängig von der Ligazugehörigkeit steht aber schon der erste Zugang fest: Innenverteidiger Leander Goralski kehrt vom FC Viktoria Köln zum Traditionsverein aus Flingern zurück. Schon zwischen 2011 und 2017 spielte der 24-jährige Goralski für die Rot-Weißen. Vom Wuppertaler SV war Leander Goralski 2011 in die Jugendabteilung der Fortuna gewechselt. Am Flinger Broich schaffte er 2013 den Sprung in den Senioren-Bereich, lief in den folgenden vier Jahren in 85 Regionalliga-Spielen für die Düsseldorfer U 23 auf und erzielte dabei fünf Tore. Im letzten Sommer wechselte er zu Viktoria Köln, wo er in der abgelaufenen Saison allerdings lediglich zu zehn Einsätzen kam.

Büyüksakarya in die 3. Liga: Der Wechsel von Marvin Büyüksakarya vom SC Wiedenbrück zum Drittligisten VfR Aalen ist perfekt. Der 23-jährige Außenverteidiger erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020. Für Wiedenbrück absolvierte der gebürtige Nürtinger in den vergangenen beiden Jahren 65 Partien, erzielte dabei sechs Treffer und steuerte sechs Torvorlagen bei. Seine fußballerische Ausbildung durchlief Büyüksakarya beim VfB Stuttgart, für den er in der U 17, U 19 und U 23 zum Einsatz kam und danach zum SSV Reutlingen wechselte. Für die türkische U 18-Nationalmannschaft absolvierte er zwei Länderspiele, für die deutsche U 18- und U 19-Auswahl kam Büyüksakarya insgesamt 13-mal zum Einsatz. „Ich freue mich, künftig ein Teil des VfR-Teams zu sein. Als gebürtiger Schwabe habe ich den VfR immer verfolgt. Der Verein bietet gerade jungen Spielern sehr gute Möglichkeiten zur Weiterentwicklung“, so Marvin Büyüksakarya.

KFC hofft auf Erb und Müller: West-Titelträger KFC Uerdingen 05 kann in der Aufstiegsrunde zur 3. Liga gegen den Südwest-Vizemeister SV Waldhof Mannheim möglicherweise auf die beiden zuletzt verletzten ehemaligen deutschen Juniorennationalspieler Christian Müller und Mario Erb zurückgreifen. Der 34-jährige Routinier Müller laborierte an einem Muskelbündelriss, Kapitän Erb stand wegen eines Kieferbruchs nicht zur Verfügung. Ob das Duo schon beim Hinspiel in Duisburg am Donnerstag (ab 19 Uhr, Livestream bei WDR.de und SWR.de) einsatzbereit ist, entscheidet sich kurzfristig. KFC-Trainer Stefan Krämer sagt: „Die beiden Spiele werden uns körperlich und mental alles abverlangen. Aber die Mannschaft ist körperlich in ausgezeichneten Zustand und durch die zurückliegenden zehn Partien, die für uns alle bereits Endspiele waren, auch mental sehr stark. Wir müssen unserer Linie treu bleiben und dürfen keine Angst vor Fehlern haben.“ Den Gegner schätzt Krämer stark ein: „Der Kader der Mannheimer ist gut und mit vielen ehemaligen Zweit- und Drittligaspielern gespickt. Der SV Waldhof ist ein starkes Kollektiv und hat eine gute Mischung aus Tempo und Erfahrung. Eine der größten Stärken der Mannschaft ist das Umschaltspiel.“

Unzola kommt aus Essen: Die SG Wattenscheid 09 hat Hervenogi Unzola unter Vertrag genommen. Der 26-jährige Linksverteidiger wechselt vom Ligakonkurrenten Rot-Weiss Essen an die Lohrheide und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Unzola wurde in der Jugend von Bayer 04 Leverkusen, Viktoria Köln und Borussia Dortmund ausgebildet. Seine ersten Schritte im Seniorenbereich machte er bei der U 23 des BVB, für die er 16-mal in der Regionalliga West und dreimal in der 3. Liga aktiv war. In den folgenden Jahren spielte er für die Sportfreunde Lotte, den SC Verl und Rot-Weiss Essen in der Regionalliga West und hat insgesamt mehr als 100 Regionalligapartien absolviert. Sein auslaufender Vertrag in Essen wurde nicht verlängert. SGW-Trainer Farat Toku zeigt sich glücklich über die erste Neuverpflichtung: „Hervenogi ist ein dynamischer, offensiv ausgerichteter Linksverteidiger, der flexibel einsetzbar ist. Ich freue mich sehr, dass es endlich mit dem Transfer geklappt hat. Ich hätte ihn gerne schon früher zur Lohrheide geholt.“

Traoré bleibt in Rödinghausen: Der SV Rödinghausen und Außenverteidiger Omar Haktab Traoré setzen ihre Zusammenarbeit fort. Der 20-jährige Defensivspieler unterschrieb beim SVR einen neuen Vertrag bis Juni 2019. SVR-Geschäftsführer Alexander Müller: „Omar hat sich im ersten halben Jahr bei uns gut gemacht und gezeigt, dass er ein entwicklungsfähiger Spieler ist.“ Traoré kam im Januar vom Niedersachsen-Oberligisten SC Spelle-Venhaus nach Rödinghausen. Bei sechs Einsätzen in der West-Staffel bereitete er drei Tore vor.

FUSSBALL.DE/mspw

 

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