Westdeutscher Fussballverband e.V.
Herren-Regionalliga West 16.09.2020

Mehr Zuschauer in den West-Regionalligen zugelassen

Corona-Schutzverordnung für Nordrhein-Westfalen: Signale für den Amateur- und Breitensport

Große Vorfreude: Auch in der Herren-Regionalliga West (hier die Tribüne von RW Essen beim DFB-Pokalspiel gegen Bielefeld) dürfen künftig wieder mehr Zuschauer in den Stadien dabei sein. (Foto: Getty Images)
Große Vorfreude: Auch in der Herren-Regionalliga West (hier die Tribüne von RW Essen beim DFB-Pokalspiel gegen Bielefeld) dürfen künftig wieder mehr Zuschauer in den Stadien dabei sein. (Foto: Getty Images)

Das sind klare Signale für den Amateur- und Breitensport in Nordrhein-Westfalen: Bei Sportveranstaltungen und Wettbewerben in Nordrhein-Westfalen dürfen wieder mehr als 300 Zuschauer anwesend sein. Das wurde in der neuen Corona-Schutzverordnung für NRW festgelegt. Das gilt auch für die Spiele in den West-Regionalligen.

Auch die Herren-Regionalliga West freut sich somit auf die Rückkehr von vielen Zuschauern zu ihren Partien.  Wie die Staatskanzlei mitteilte, sind bei Sportveranstaltungen fortan mehr als 300 Zuschauer erlaubt, bei Sportstätten mit mehr als 1000 Plätzen ist bis zu einem Drittel des Fassungsvermögens möglich. Konkret hat das Landeskabinett am Dienstag, 15. September 2020, die Verlängerung der Coronaverordnungen bis einschließlich 30. September 2020 beschlossen. Veränderungen gibt es vornehmlich im Bereich des Sports: hier sind in allen Bereichen wieder mehr Zuschauerinnen und Zuschauer in den Sportstätten zugelassen.

Am vergangenen Freitag (11. September) wurden diese Aspekte im Rahmen des Sport-Gipfel besprochen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte sich digital mit zahlreichen Funktionären verschiedener Sportarten ausgetauscht. Die Interessen des Fußballs in Nordrhein vertrat beim Sport-Gipfel Peter Frymuth, Präsident des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV).

Besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept muss vorgelegt werden

Ab dem 16. September 2020 dürfen laut Mitteilung der Landesregierung bei Sportveranstaltungen oder bei Wettbewerben wieder mehr als 300 Zuschauer anwesend sein, sofern ein besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorgelegt wird. Bei mehr als 1.000 Zuschauern gilt – wie auch bei sonstigen Veranstaltungen – eine Obergrenze von einem Drittel der Kapazität der Sportstätte. Auch die Regelung zur Anzahl von Teilnehmenden bei nicht kontaktfreiem Sport wurde zugunsten von Sportarten mit außergewöhnlichen Mannschaftsgrößen dahingehend erweitert, dass nun alle Spielerinnen oder Spieler, die die jeweilige Sportart erfordert, am Spiel teilnehmen können – auch wenn sie die Höchstzahl von 30 überschreitet. Damit setzt die Landesregierung um, was in der vergangenen Woche bei einem gemeinsamen Gipfel mit Vertreterinnen und Vertretern von Sportvereinen und Verbänden beschlossen wurde. Besondere Regelungen gelten im Rahmen eines Probebetriebes für bundesweite Teamsportveranstaltungen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sagte: „Wir haben eine klare Entscheidung zu den Rahmenbedingungen für die vielen tausenden Sportvereine in Nordrhein-Westfalen versprochen. Sportveranstaltungen leben von der Unterstützung der Fans, von der Atmosphäre mit Publikum – das gilt sowohl für Bundesligaspiele, als auch für den Amateur- und Breitensport. Deshalb haben wir den Austausch mit dem Amateursport gesucht und uns im Länderkreis für eine zügige, einheitliche Lösung zu bundesweiten Sportveranstaltungen eingesetzt. Beides setzen wir heute in geltendes Recht um und schaffen damit ein weiteres Stück verantwortungsvolle Normalität. Mit sicheren Infektionsschutzkonzepten und Grenzen bei der Kapazität können die Vereine ihre Sportstätten jetzt endlich wieder mit Leben füllen. Dabei gilt: Hygienekonzepte, Schutzmaßnahmen und ein umsichtiges Vorgehen haben Priorität.“

Länder-Einigung für bundesweite Teamsportveranstaltungen

Die Länder haben sich auf folgende Eckpunkte für die Zulassung von Zuschauerinnen und Zuschauer bei Bundesliga-Spielen und anderen bundesweiten Teamsportwettbewerben geeinigt:

  • In einem sechswöchigen Probetrieb sollen die Hygienekonzepte, die als Grundlage für die Zulassung von Zuschauern bei bundesweiten Sportveranstaltungen dienen, getestet werden.
  • Das aktuelle Pandemiegeschehen wird berücksichtigt. So werden keine Zuschauer zu Veranstaltungen zugelassen, wenn die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner am Austragungsort größer gleich 35 und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar ist.
  • Das Abstandsgebot von 1,5 Metern muss durch eine Reduktion der maximalen Zuschauerauslastung, eine Entzerrung der Besucherströme bei Ein- und Auslass und durch ein Verbot des Ausschanks und Konsums von Alkohol gewährleistet werden.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Einnehmen des Sitz- oder Stehplatzes ist Pflicht. Für ausreichende Lüftung der Veranstaltungsorte muss gesorgt werden.
  • Die zulässige Zuschauerzahl wird für jeden Austragungsort individuell bestimmt. Zulässige Höchstkapazität während des sechswöchigen Probebetriebs sind bei mehr als 1.000 Zuschauern 20 Prozent der jeweiligen Stadien- oder Hallenkapazität.

Die komplette Information der Landesregierung NRW zu den Neuerungen in der Corona-Schutzverordnung lesen Sie hier!

Autoren: WDFV.de/Land NRW

 

Spielberechtigungen Regionalliga West