Westdeutscher Fussballverband e.V.
Herren-Regionalliga West 25.05.2021

U 23 von Borussia Dortmund hat Aufstieg zur 3. Liga fest im Visier

40. Spieltag in der Herren-Regionalliga West

Alaa Bakir war in Straelen für den BVB erfolgreich (Archiv-Foto: Getty Images).
Alaa Bakir war in Straelen für den BVB erfolgreich (Archiv-Foto: Getty Images).

Die U 23-Auswahl des Bundesligisten Borussia Dortmund hat den Aufstieg in die 3. Liga vor Augen. “Wir haben gezeigt, welchen außergewöhnlichen Charakter diese Mannschaft hat. Aber wir sind noch nicht am Ende und müssen weiter konzentriert bleiben”, sagte Enrico Maaßen, Trainer der BVB-U23-Auswahl, nach dem Sprung an die Tabellenspitze in der Herren-Regionalliga West am Pfingstsonntag. Bereits am Mittwoch (18.30 Uhr) kann die Borussia die Drittliga-Rückkehr mit einem Sieg im Nachholspiel beim SV Rödinghausen perfekt machen, wenn zudem Verfolger Rot-Weiss Essen sein Match gegen Sportfreunde Lotte (19.30 Uhr) verliert.

Nach dem 3:1-Erfolg beim SV Straelen und der 1:2-Pleite der Essener beim 1. FC Köln U 23 am 40. Spieltag beträgt der Vorsprung des BVB (85 Punkte) auf RWE (84) einen Zähler. Dortmund hat nach einer mehrwöchigen Pause wegen positiver Corona-Tests und der damit verbundenen Quarantäne von Spielern allerdings noch vier Liga-Partien auszutragen, auf Essen warten in dieser Saison zwei Begegnungen. “Wir haben von Beginn an gezeigt, dass wir ein Ziel haben. Das Ziel heißt Aufstieg. Wir hatten jetzt über drei Wochen lang kein Spiel, es war eine schwierige Situation”, meinte BVB-Mittelfeldspieler Franz Pfanne nach dem Erfolg in Straelen.

Die Zweitvertretung des BVB war in der Saison 2014/15 aus der 3. Liga abgestiegen und spielt seitdem in der Regionalliga West. Der 42. und letzte Spieltag in der laufenden Saison ist für den 5. Juni angesetzt. Der Meister der West-Staffel steigt direkt in die 3. Liga auf.

BVB-Kapitän Tigges an allen drei Toren beteiligt

Die U 23 von Borussia Dortmund bestritt beim 3:1 (1:1) in Straelen ihr erstes Ligaspiel seit vier Wochen, weil sich ein Großteil des Teams zwischenzeitlich nach zwei bestätigten Corona-Fällen für 14 Tage in Quarantäne begeben musste. Erst seit Wochenbeginn war wieder ein Training in voller Mannschaftsstärke möglich.

Auf dem Platz hatten die Gäste dann auch mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen, gerieten durch einen Treffer von Kaito Mizuta (13.) 0:1 in Rückstand. Erst kurz vor der Pause glich Tobias Raschl (45.) per Foulelfmeter aus, nachdem Mittelstürmer Steffen Tigges im Strafraum zu Fall gebracht worden war. In der zweiten Halbzeit war Kapitän Tigges auch an den beiden weiteren Toren durch Jungprofi Ansgar Knauff (70.) und den eingewechselten Alaa Bakir (87.) als Vorbereiter entscheidend beteiligt.

Kölns U 19-Nationalspieler Lemperle trifft doppelt

Für RWE begann die Partie im Kölner Südstadion, der eigentlichen Spielstätte des FC-Lokalrivalen Fortuna Köln, denkbar schlecht. Mit zwei Treffern sorgte Jungprofi und U 19-Nationalspieler Tim Lemperle (10./28.) für einen 2:0-Vorsprung der "Geißböcke". Außerdem hatten die Essener bei Lattenschüssen von Justin Petermann und Vincent Geimer Glück, nicht noch weitere Gegentore zu kassieren.

Nach einer halben Stunde bot sich jedoch die große Chance zum Anschlusstreffer. Nach einem Foul von Vincent Geimer an RWE-Torjäger Simon Engelmann im Strafraum entschied Schiedsrichter Cedric Gottschalk (Bottrop) auf Rote Karte für den Kölner wegen einer Notbremse und auf Foulelfmeter für die Gäste. Essens Routinier Dennis Grote scheiterte aber am Kölner Torhüter Julian Roloff (31.). Deshalb ging es mit einer 2:0-Führung der Hausherren in die Kabinen.

Obwohl die Rot-Weissen eine Stunde lang in Überzahl spielten, reichte es in der zweiten Halbzeit nur noch zu einem Treffer, den Dennis Grote (60.) per Kopfball nach einem Freistoß den Kevin Grund erzielte. Das Team von RWE-Trainer Christian Neidhart drängte in der Schlussphase zwar mit Macht auf den Ausgleich, blieb aber ohne zählbaren Erfolg. Die besten Chancen vergaben der eingewechselte Cedric Harenbrock und Simon Engelmann.

2:0! Rot Weiss Ahlen gibt Rote Laterne ab

Der frühere Zweitligist Rot Weiss Ahlen hat im Kampf um den Klassenverbleib in der Regionalliga West den erhofften Befreiungsschlag gelandet. Das Team von Trainer Andreas Zimmermann kam am 40. Spieltag zu einem 2:0 (0:0)-Auswärtserfolg beim direkten Konkurrenten SV Bergisch Gladbach 09. Damit gaben die Ahlener den letzten Tabellenplatz, der den Abstieg in die Oberliga bedeuten würde, an die Gastgeber ab.

Bennet Eickhoff (48.) brachte die Gäste aus dem Münsterland kurz nach der Pause auf die Siegerstraße. Gianluca Marzullo (69.) stellte den Endstand her. Bergisch Gladbach hat als neues Schlusslicht jetzt zwei Punkte Rückstand auf den Bonner SC und Rot Weiss Ahlen, allerdings auch eine Partie weniger ausgetragen als die beiden Konkurrenten.

Den Klassenverbleib bereits vor Augen hat dagegen der SV Lippstadt 08 nach dem 1:0 (0:0) beim SV Rödinghausen. Für das Team von SVL-Trainer Felix Bechtold war es bereits der dritte Sieg in Serie ohne Gegentreffer. Abwehrspieler Janik Steringer (83.) markierte den einzigen Treffer der Partie.

WSV-Trainer Mehnert mit glücklichem Händchen

Der Wuppertaler SV, der sich am Mittwoch durch einen unerwarteten 6:2-Triumph gegen den Drittligisten MSV Duisburg für das Endspiel im Niederrheinpokal qualifiziert hatte und am "Finaltag der Amateure" (Samstag, 29. Mai, ab 13 Uhr, live im WDR Fernsehen) auf den Ligakonkurrenten SV Straelen treffen wird, präsentiert sich auch in der Liga weiter in sehr guter Verfassung. Gegen den abstiegsbedrohten Bonner SC behielten die Bergischen 4:2 (2:1) die Oberhand.

Durch Treffer von Kevin Hagemann (6., Foulelfmeter) und Mateo Aramburu (26.) führte der WSV bereits 2:0, ehe Daniel Somuah (32.) und Rudolf Gonzalez (65.) für die Gäste aus Bonn ausgleichen konnten. Dann aber bewies Wuppertals Trainer Björn Mehnert ein glückliches Händchen und wechselte die beiden weiteren Torschützen Burak Gencal (70.) und Beyhan Ametov (89.) ein. Der BSC hat nur noch zwei Punkte Vorsprung vor Schlusslicht SV Bergisch Gladbach 09 und muss damit weiter zittern.

Wenige Tage nach der sicheren Qualifikation für den DFB-Pokal (durch den Einzug in das Finale des Westfalenpokals gegen den SC Preußen Münster) fuhren die Sportfreunde Lotte einen 3:1 (0:1)-Heimsieg gegen den FC Wegberg-Beeck ein und holten damit aus den zurückliegenden vier Begegnungen zehn von zwölf möglichen Punkten.

Lange Zeit sah es nicht nach einem Sieg der Sportfreunde aus, weil Jannik Mause (11.) schon früh für Wegberg-Beeck getroffen hatte. In der Schlussphase waren jedoch Filip Lisnic (86.) sowie die beiden eingewechselten Dino Bajric (88., Foulelfmeter) und Conrad Azong (90.+1) innerhalb von nur fünf Minuten für Lotte erfolgreich.

Drei "Joker" treffen für Wiedenbrück am Tivoli

Bereits die dritte Niederlage hintereinander musste Alemannia Aachen beim 0:3 (0:0) gegen den SC Wiedenbrück einstecken. Dabei profitierten die Ostwestfalen von der Roten Karte, die Aachens "Joker" Hamdi Dahmani beim Stand von 0:0 wegen groben Foulspiels gesehen hatte (72.). In Überzahl ließen die drei eingewechselten Hendrik Lohmar (78., Foulelfmeter), Lucas Klatzos (88.) und Phil Beckhoff (90.+1) die Wiedenbrücker jubeln.

Rot-Weiß Oberhausen und Fortuna Köln trennten sich 1:1 (1:0). Shun Terada (13.) legte für RWO vor. Mike Owusu (79.) markierte den Ausgleich.

Die U 23 von Borussia Mönchengladbach erkämpfte ebenfalls ein 1:1 (1:1) gegen den Tabellendritten SC Preußen Münster. Den 0:1-Rückstand durch ein Tor von Münsters Stürmer Benedikt Zahn (15.) egalisierte Marcel Benger (45., Foulelfmeter) kurz vor der Pause für die "Fohlen".

Die zweite Mannschaft des FC Schalke 04 gewann das U 23-Duell gegen Fortuna Düsseldorf 2:0 (0:0). Noah Awassi (52.) und der eingewechselte Jason Ceka (83.) waren für die Mannschaft von S04-Trainer Torsten Fröhling erfolgreich. 

Autor*in: WDFV.de/FUSSBALL.DE/mspw

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